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Lichtensteiner diskutieren über Funkmast

Im Technischen Ausschuss des Lichtensteiner Gemeinderats ging's um den richtigen Abstand und das Stopfen von Funklöchern.

Fast jeder nutzt ihn: Gleichwohl ist der Ausbau des Mobilfunks immer wieder ein Thema. Im Technischen Ausschuss des Lichtenstein
Fast jeder nutzt ihn: Gleichwohl ist der Ausbau des Mobilfunks immer wieder ein Thema. Im Technischen Ausschuss des Lichtensteiner Gemeinderats ging's jetzt um Abstände und Funklöcher. Foto: Stefan Sauer/dpa/dpa
Fast jeder nutzt ihn: Gleichwohl ist der Ausbau des Mobilfunks immer wieder ein Thema. Im Technischen Ausschuss des Lichtensteiner Gemeinderats ging's jetzt um Abstände und Funklöcher.
Foto: Stefan Sauer/dpa/dpa

LICHTENSTEIN. »Was haben wir davon, wenn der Mast nicht das Funkloch in Honau abdeckt?« Das fragte Martin Schwarz (FWV) in der Sitzung des Technischen Ausschusses des Lichtensteiner Gemeinderats. Er ist zwar nicht Mitglied dieses Ausschusses, aber kraft seines Amtes als Holzelfinger Ortsvorsteher durfte er sich in die Diskussion einschalten. Auf der Tagesordnung stand der Bau eines Funkmasts auf dem Traifelberg und der sorgt schon seit längerem für Gesprächsstoff.

2022 hatte sich der Honauer Ortschaftsrat gegen den Standort am Traifelberg ausgesprochen und tut das bis heute. Der Technische Ausschuss diskutierte dann 2023 ausführlich über das Vorhaben und entschied, dass der Bauherr im Rahmen eines Baugenehmigungsverfahrens zum einen nachweisen muss, dass die Grenzwerte für die elektromagnetische Strahlung eingehalten werden und mit dem Bau auch das Funkloch in Honau beseitigt wird. Gut zwei Jahre später liegt der Bauantrag vor, samt einer Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur, die nur erteilt wird, wenn die Grenzwerte eingehalten werden. Vorgelegt hat das Unternehmen auch ein Dokument, das zeigt, dass mit dem Bau des Funkmasts sich die Netzabdeckung auf der Gemarkung Honau deutlich verbessert. Für Alfons Reiske (SPD) war damit die Sache klar: »Wir können da nicht dagegen sein.« Der Ausbau sei dringend notwendig - und Funklöcher entlang von Hauptverkehrsstraßen wie der Honauer Steige nicht gut.

Die vorgelegten Unterlagen konnten die Zweifler im Ausschuss aber nicht zufriedenstellen. Der Ortschaftsrat habe bemängelt, dass der Sender zu nahe an der Wohnbebauung stehe. »Hat sich das geändert?«, fragte Tobias Brändle (FWV). Der auch nicht glauben konnte, dass sich durch den Standort auf dem Traifelberg das Netz am Ende des Echaztals verbessern würde. Sein Fraktionskollege Martin Schwarz sah es ebenso. Auch nachdem Bürgermeister Peter Nußbaum deutlich gemacht hatte, dass mit diesen Angaben das Vorhaben genehmigungsfähig sei. Nußbaum plädierte dafür, dem Bau des Masts, der rund 40 Meter hoch werden soll, zuzustimmen, unter der Maßgabe, dass der Betreiber nachweist, dass das Funkloch in Honau geschlossen wird. Dafür hatte sich der Ortschaftsrat mit einer knappen Mehrheit entschieden. Sechs der elf Ausschussmitglieder stimmten für den Vorschlag Nußbaums, fünf votierten dagegen. Damit geht das Verfahren in eine weitere Runde. Sehr zum Unwillen von Reiske: »Sowas macht Deutschland kaputt.« (GEA)