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Aktuell Miteinander

Internationale Musik und Kultur beim Begegnungsfest in Eningen

Menschen vieler Nationalitäten sind am Samstag auf dem Vallon-Gelände zusammengekommen, um ein großartiges Bühnenprogramm und kulinarische Genüsse zu erleben.

Die Tanzgruppe des bosnischen Kulturvereins KUD Seher begeisterte mit Gesang und Folkloretanz..
Die Tanzgruppe des bosnischen Kulturvereins KUD Seher begeisterte mit Gesang und Folkloretanz.. Foto: Gabriele Böhm
Die Tanzgruppe des bosnischen Kulturvereins KUD Seher begeisterte mit Gesang und Folkloretanz..
Foto: Gabriele Böhm

ENINGEN. Das Wetter wie bestellt und sehr viele Gäste: Am Samstag fand auf dem Vallon-Gelände bereits zum fünften Mal das Interkulturelle Musik- und Begegnungsfest statt, fröhlich, bunt, lebendig und getragen vom Miteinander. Während der Nachmittag eher für Kinder und Familien gedacht war, traten abends Musikgruppen auf.

Organisiert haben das Fest das Integrationsmanagement der Gemeinde Eningen (Träger: Pro Juventa), das Jugendhaus Kult'19, das für ein Spiel- und Sportangebot auf der Wiese sorgte, der AK Asyl mit einem Basteltisch für Kinder und einem Eiswagen, der Ortsjugendring und die Eninger Kultur-Initiative (EKI). Michael Löcke dankte den Unterstützern, wie dem Gesangverein und der Grundschule, sowie der Gemeinde Eningen, dem Kulturförderung des Landkreises, der Kreissparkasse Reutlingen, der evangelischen und katholischen Kirche sowie den Fußballkids als Förderern.

»Es hat alles sehr gut funktioniert«, erklärte auch Heike Schrinner vom Integrationsmanagement, die für die Verpflegung zuständig war und dabei von Geflüchteten und dem Asylcafé, dem Kult'19 und der Schulsozialarbeit der Achalmschule unterstützt wurde. Es fehlte an nichts. Es gab Kaffee und Kuchen, kostenloses Eis für die Kinder, Gerichte aus Syrien, Afghanistan, Somalia, Indien, der Ukraine und Bosnien.

»Ich danke allen, die zum Fest und seinem Gelingen beigetragen haben«, sagte Bürgermeister Eric Sindek, der die Schirmherrschaft übernommen hatte. »Es steckt viel ehrenamtliches Herzblut darin und zeigt, dass wir in Eningen eine breit aufgestellte Vereinslandschaft haben. Der Sinn des Festes ist, dass wir lernen, miteinander zu leben und zu reden.« Das Fest sei ein sehr wichtiger Integrationsakt.

Viel Beifall bekamen die Achalmfinken,  die auch dazu aufforderten, selbst zu singen.
Viel Beifall bekamen die Achalmfinken, die auch dazu aufforderten, selbst zu singen. Foto: Gabriele Böhm
Viel Beifall bekamen die Achalmfinken, die auch dazu aufforderten, selbst zu singen.
Foto: Gabriele Böhm

Die kleinen Achalmfinken unter Leitung von Brigitte Neumann hießen die Gäste mit lustigen Liedern willkommen und sangen schwungvoll von Hexen und Frühstückseiern. Vier ältere »Finken« hatten sich Hits wie »Falling in love« oder »Hava nagila« ausgesucht, die sie gekonnt auf der Bühne performten.

Beifall und Bravorufe gab es für die beiden Töchter der ukrainischen Familie Omelchuk, Lubawa am Klavier und Milana mit Gesang. Das eingespielte Duo präsentierte ein Lied über Kiew, ein traditionelles Wiegenlied im Walzertakt und auch Musicalmelodien auf Englisch. Die Eltern Ilona und Igor glänzten am Abend mit einem eigenen Programm.

Große Begeisterung rief auch die bosnische Tanzgruppe des Kulturvereins KUD Seher hervor. In prachtvollen Trachten sangen und tanzten sie Geschichten. Für viele Lacher sorgte wie immer Clown Clip und auch die Polonaise machte den Besuchern viel Spaß.

Abends trat die Band Bantamba aus Tübingen auf, die von Ursula Branscheid-Kouyaté und Mamadi Kouyaté geleitet wird, und Musik und Tanz aus Westafrika auf die Bühne bringt. Die Ugarit Band spielte Musik aus Syrien und dem Irak. Den Abend eingeleitet hatte ein besonderer Gast: Der erst elfjährige Yuyan Zhang, der schon als Dreijähriger mit dem Gitarrespielen begann und bereits beim »Supertalent« begeisterte. All das machte das Musik- und Begegnungsfest zu einer außergewöhnlichen und hochwertigen Veranstaltung, bei der jeder sein Highlight finden konnte und bei der sich Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Welt begegneten und kennenlernten. (GEA)