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Aktuell Gemeindeentwicklung

Ideen für Plätze im Ort diskutiert

ENINGEN. An der Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes zur Verbesserung der Lebensqualität in der Ortsmitte haben sich schon viele Eninger aktiv beteiligt. Nun wurde am Mittwochabend die Diskussion zum Thema »Freiräume« vertieft bei einem Spaziergang durch den Ort.

Foto: Thomas Baral
Foto: Thomas Baral
Bei diesem Vor-Ort-Gespräch trafen sich zehn Eninger, darunter die GAL-Rätin Annegret Romer, der Kunstfördervereinschef Hermann Walz und Pfarrer Johannes Eissler, mit dem Projektleiter Professor Dr. Alfred Ruther-Mehlis von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen. Rupert Klos vom Rechtsamt der Gemeinde vertrat Bürgermeister Alexander Schweizer. Bei diesem Ortsspaziergang ging es zunächst in den Pfarrgarten, dann über den Krügerpark und das Flurstück 100 mit Pavillon zum Calner Platz.

Beim Blick auf vorhandene Freiräume und Grünzüge im Ort hatte das Planungsteam schon länger vorgeschlagen, eine übergeordnete Konzeption zu erarbeiten und verschiedene Flächen mit Wegen und Grünverbindungen zu vernetzen. Welche Ideen bisher dazu gesammelt wurden und welche Möglichkeiten man sieht für diese Grundstücke in Gemeindebesitz - wie den Pfarrgarten oder den großen Parkplatz beim »Norma« - konnten die Teilnehmer nun direkt vor Ort erfahren und darüber sprechen.

Für Pfarrer Johannes Eissler war es das erste Mal, dass er den Pfarrgarten betreten konnte, obgleich er direkt daneben wohnt. Nur ein kleiner Teil dieser Grünfläche ist derzeit öffentlich zugänglich, der Grünzug entlang des Wegs zum Pfarramt Ost. Diskutiert wurden dort die Möglichkeiten, die dieses Gelände bietet, ob es »ein Platz für Eisesser oder ein Biergarten werden« könnte, sowie über die möglichen Wege dorthin, wenn einmal klar ist, ob und wo ein neues Rathausgebäude stehen wird. Bisher jedenfalls kennen die meisten Eninger den öffentlichen Teil des Pfarrgartens gar nicht.

Beklagt wurde aber, dass der Grünzug dort zum »Hundeklo« verkomme, weil Anwohner ihre Tiere dort ihr Geschäft verrichten lassen, ohne die Haufen wegzuräumen, was mit einer ordentlichen Geruchsbelästigung einhergehe. Beim Krügerpark wurde überlegt, was aus diesem werden könnte, ob beispielsweise der Bolzplatz dorthin verlegt werden könnte und ob der Leinsbach so gestaltet werden könne, dass »das Wasser erlebbar wird«. Diskutiert wurde auch, welche Rolle das Thema Kunst dort spielen kann.

Auf dem Weg dorthin hatte Ruther-Mehlis die Teilnehmer auf dem Platz an der Kreuzung von Burg-, Bach- und Karlstraße darauf aufmerksam gemacht, dass eine so große Gruppe einfach auf der Straßenmitte stehen bleiben könne, ohne überfahren zu werden, was auch eine Qualität des Ortes sei. Die Einheimischen wiesen wiesen ihn aber darauf hin, dass es dort nur zu bestimmten Zeiten so ruhig zugehe.

Alter Bahnhof als Kulturhaus

Lange wurde über die Vorschläge für den Parkplatz beim »Norma« diskutiert; dazu zählt »günstiges Wohnen« ebenso wie der Bau eines Mehrgenerationenhauses. Wie sich das mit dem Bolzplatz dort vertragen würde, was mit den Parkplätzen passiert, das waren weitere Überlegungen. Hermann Walz erklärte, der Kunstförderverein habe angeregt, aus dem alten Bahnhof ein Kulturhaus zu machen mit einem Café oder Ähnlichem.

Unterm schützenden Dach des Pavillons im Flurstück 100 überstanden die Teilnehmer einen der vielen Regengüsse dieser Veranstaltung und dachten über Angebote für Feste, Vereinsfeiern und Bewirtung nach. Schließlich zog der Tross zum Calner Platz.

Das nächste Vor-Ort-Gespräch zum Thema »Rathaus und Rathausplatz« ist am Montag, 17. Juli, von 19 bis 21 Uhr angesetzt; Treffpunkt dafür ist das Rathaus. (GEA)