PFULLINGEN. 215 Kindergartenplätze wurden in den vergangenen vier Jahren in Pfullingen geschaffen. 187 im Ü3-Bereich, zudem alle Kinder über 3 Jahre zählen, und 28 um U3-Bereich, für Kinder unter 3 Jahre. »Das ist eine ordentliche Zahl«, erklärte Jana Ziehme-Pfau, Leiterin des Fachbereichs Bildung und Sport, dem Verwaltungsausschuss des Pfullinger Gemeinderats in dessen jüngster Sitzung. In diesem Frühjahr konnte erstmals nach sechs Jahren jedem Kind auf der Warteliste ein Platz angeboten werden. Und genauso positiv könnte es in den kommenden Jahren auch weitergehen.
Aktuell werden 228 Kinder im U3-Bereich und 862 im Ü3-Bereich sowie 36 Kinder inklusiv betreut. »Es gibt sogar noch einige wenige freie Plätze«, sagte Ziehme-Pfau. Und obwohl ein deutlicher Abwärtstrend bei den Geburtenzahlen nicht zu verzeichnen ist, diese also nur leicht sinken, werden in den kommenden Jahren in Pfullingen weitere Betreuungsplätze entstehen. »Das liegt daran, dass einige Einrichtungen weiter ausgebaut werden.«
Weitere 141 Plätze bis 2029
Zum einen werde die Magdalenenkirche zu einem Kindergarten umgebaut, in dem insgesamt 55 Kinder im U3- und Ü3-Bereich einen Platz bekommen können. Zum anderen wird der Kindergarten in der Schulstraße ausgebaut und um eine Ü3-Gruppe mit 28 Plätzen erweitert. Außerdem entsteht in der Großen Heerstraße die Handwerker-Kita, die insgesamt 58 Plätzen bietet. Alles in allem könnten so - läuft alles nach Plan - bis 2029 weitere 141 Betreuungsplätze entstehen.
»Werden die Ausbaumaßnahmen alle so umgesetzt, haben wir ab dem Kindergartenjahr 2026/27 erstmals ein deutliches Plus an Plätzen«, erklärte Ziehme-Pfau. Auch in Sachen Personal sei die Stadt Pfullingen sehr gut aufgestellt. »Wir haben keine offene Stelle und aktuell einen starken Ausbildungsjahrgang.« Jana Ziehme-Pfau zeigte sich sichtbar stolz auf das Team der Kindertagesbetreuung. Auch Bürgermeister Stefan Wörner ist zufrieden: »Wir sind auf einem richtig guten Weg«, sagte er und dankte nicht nur den städtischen Mitarbeitern, sondern auch dem Gemeinderat, der mit seinen Beschlüssen die Weichen für alles gestellt habe.
An Bauvorhaben festhalten
Obwohl in Zukunft mehr Betreuungsplätze hinzukommen, will der Rathauschef an den Bauvorhaben festhalten und diese nicht abbrechen. »Lieber bauen wir selbst und steigen dann aus den angemieteten Objekten aus, wenn wir merken, dass wir doch weniger Plätze vergeben, als wir haben.« Dem pflichteten die Rätinnen und Räte bei. Auch Britta Wayand (FWV), Berkay Temelli (SPD) und Martin Fink (UWV) dankten dem Kindergarten-Team sowie allen Helferinnen und Helfern für ihr Tun.
Timo Plankenhorn (CDU) machte den Vorschlag, Kita-Plätze auch an Kinder aus den umliegenden Gemeinden zu vergeben, sollte es jemals dazu kommen, dass in Pfullingen zu viele leer bleiben. »Natürlich erst dann, wenn alle Pfullinger Kinder einen Platz versorgt sind.« Traude Koch (GAL) plädierte dafür, die Gruppengrößen zu verkleinern, wenn Plätze frei blieben. »Jetzt haben wir in Sachen Betreuungsplätzen erstmal Frieden an der Front«, sagte Ute Jestädt (UWV) und fasste die allgemeine Stimmung zusammen. (GEA)

