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Aktuell Stiftungsfest

Fledermaus bis Mary Poppins: Musikalischer Abend mit dem Gesangverein Eningen

Sein 192. Stiftungsfest in der HAP-Grieshaber-Halle widmete der Gesangverein Eningen dem Wiener Walzerkönig Johann Strauß zu seinem 200. Geburtstag. Musikalische Kontraste gab es mit Disney- Filmtiteln und Musicals.

Die vier Solisten in der Operette »Die Fledermaus«: Rebecca Hummel (vorn, von links), Matthias Maier, Isabel Neumann und Rosalie
Die vier Solisten in der Operette »Die Fledermaus«: Rebecca Hummel (vorn, von links), Matthias Maier, Isabel Neumann und Rosalie Hehl Foto: Gabriele Bimek
Die vier Solisten in der Operette »Die Fledermaus«: Rebecca Hummel (vorn, von links), Matthias Maier, Isabel Neumann und Rosalie Hehl
Foto: Gabriele Bimek

ENINGEN. Walzerkönig versus Phantom der Oper? Oder lieber Disney Spectacular und König der Löwen? »Einen musikalischen Abend von Fledermaus bis Mary Poppins« versprach der Eninger Gesangverein bei seinem 192. Stiftungsfest in der voll besetzten HAP-Grieshaber-Halle. Das Publikum zollte allen mitwirkenden Chören, ihren Solisten, Pianistin Katja Smyka und Daniel Rieger am Schlagzeug große Anerkennung mit viel Beifall. Vorneweg die Jüngsten, die den Titel »Der Löwe schläft heut Nacht« in Kostümen vorstellten.

Groß raus kamen sie auch mit dem gemischten Chor in der rasanten »Tritsch, Tratsch Polka« von Johann Strauß. Ihm galt der erste Part des Abends zur Erinnerung an seinen 200. Geburtstag in diesem Jahr. »Unser Verein besteht seit 192 Jahren und wir hoffen, dass wir die 200 schaffen«, scherzte der Vorsitzender Ralph Sautter. Mit dem Walzer »An der schönen blauen Donau« setzte der Männerchor gleich zu Beginn ein Zeichen, gilt dieser doch als heimliche Hymne Österreichs. »Der Donauwalzer kam damals noch gar nicht gut an«, stellte Moderatorin Kira Sautter fest. Inzwischen sei es eines der populärsten klassischen Werke. Der Wiener Walzerkönig sei übrigens sehr beliebt bei Frauen gewesen.

Mehr als 500 Walzer, Polkas, Märsche und Quadrillen stammen aus seiner Feder, eine Oper und 15 Operetten wie »Die Fledermaus«. Dieser Höhepunkt der »goldenen Operettenära« stand im Mittelpunkt des ersten Teils mit dem Gemischten Chor, bei dem vier Solisten die Hauptrollen spielten: Rosalie Hehl, Rebecca Hummel, Matthias Maier und Isabel Neumann.

Ganz andere Anforderungen stellte Leiterin Brigitte Neumann an die Sängerinnen und Sänger bei den Titeln aus Andrew Lloyd Webbers Musical »Das Phantom der Oper«. Auffallend war dabei die Tanzeinlage zur Titelmelodie von Hannah Röhrchen und Carolin Zipper. Das Phantom der Pariser Oper verliebt sich in eine aufstrebende Sopranistin und fördert ihre musikalische Ausbildung, heimlich natürlich. »Den schwierigen Sopranpart in 'Think of me' singt Rosalie Hehl«, informiert die Moderatorin. Hehl sang viele Jahre im Chor, konnte allerdings studienbedingt nicht mehr regelmäßig an den Singstunden teilnehmen. »Mich freut es umso mehr, dass die Verbindung nicht verloren ging und ich hier solo singen darf«, betonte sie.

Mix aus Operette, Filmmusik und Musical

Spaß daran, vorn auf der Bühne zu stehen, bekundete auch Solist Matthias Maier. »Vor allem sind dieses Mal auch kleine Accessoires im Einsatz«, verriet er zu seinem Solopart in »Disney Spectacular« nach einem Arrangement von Mac Huff. Das »Medley Featuring 21 Disney Classics« interpretierte ein weiterer Chor des Eninger Gesangvereins: Music and More unter der Leitung von Ana Sorocean. Silke Sautter als Solistin war in mehreren Titeln zu hören, so zum Beispiel im Part aus dem Musical um das Kindermädchen Mary Poppins und den unbekümmerten Schornsteinfeger Bert. Der Zungenbrecher »Supercalifragilisticexpialigetisch« und ebenso »Chim Chim Cher-ee« waren zwei der Klassikersongs. Unverkennbar waren auch Auszüge aus Disney-Filmen, unter anderem aus »Das Dschungelbuch« und »Schneewittchen und die sieben Zwerge«.

Einen gemeinsamen Auftritt aller Chöre gab es am Ende mit dem »Friedenslied« nach der Musik von Peter Schindler und Text von Maik Brandenburg. »Hier geht es um Harmonie miteinander und Frieden, der überall einkehrt«, schilderte Kira Sautter. » Es war eine Freude, den Chören zuzuhören«, resümierte Bürgermeister Eric Sindek. Jeder, der Spaß am Singen habe, sei aufgerufen, mitzumachen. Er hoffe und wünsche, dass der Verein mindestens die 200 Jahre erreicht. »Man sieht, wie weit das Ehrenamt in Eningen war und ist im Bereich Kultur.«

Das zeigte sich auch an den Ehrungen langjähriger Vereinsmitglieder. Hermann Astfalk ist seit 60 Jahren dabei, Rotraud Reicherter 50 Jahre, sie wurde auch zum Ehrenmitglied ernannt. Adelinde Bohn, Ingeborg Ulrich und Rainer Ulrich gehören dem Gesangverein seit 40 Jahren an, 30 Jahre Markus Eberwein und Klaus Schirmer, Juliana Eger 10 Jahre. (GEA)