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Aktuell Betreuung

Eninger Kindergarten Waldwichtel bekommt einen neuen Standort

Der Kindergarten Waldwichtel wird künftig nicht mehr auf der Eninger Weide zu Hause sein, sondern nahe dem Tennisverein. Das hat der Gemeinderat entschieden.

Der Kindergarten Waldwichtel könnte rechts hinter den Tennisplätzen des TV Eningens einen Platz bekommen. Der genaue Standort is
Der Kindergarten Waldwichtel könnte rechts hinter den Tennisplätzen des TV Eningens einen Platz bekommen. Der genaue Standort ist noch nicht ermittelt. Foto: TV Eningen
Der Kindergarten Waldwichtel könnte rechts hinter den Tennisplätzen des TV Eningens einen Platz bekommen. Der genaue Standort ist noch nicht ermittelt.
Foto: TV Eningen

ENINGEN. Der neue Standort für den Kindergarten Waldwichtel ist gefunden. Diesen hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung - bei einer Gegenstimme von Ralph Sautter (CDU) - mehrheitlich festgelegt: Statt wie bisher auf der Eninger Weide können die Kinder in Zukunft nahe dem Tennisplatz des TV Eningen toben und die Natur erkunden. Schon im vergangenen Jahr wurde die Gemeindeverwaltung damit beauftragt, einen neuen Platz für die Waldwichtel zu finden. Der Grund: »Der Kindergarten auf der Eninger Weide hat keine Zukunft, vor allem nicht, weil mehr Kinder zu den Waldwichteln wollen und dort Platz für sie fehlt«, erklärte Franziska Meyer vom Bauamt.

Im Arbachtal, nahe dem Naturfreundehaus oder in Richtung Achalmschule: Elf Standorte wurden in den vergangenen Monaten genauestens untersucht. Eines der Ziele sei es gewesen, den Kindergarten »runter ins Tal« zu bekommen. Dabei hatten sich drei Standorte herauskristallisiert: am Parkplatz des Sportgeländes im Arbachtal, an der Ziegenweide an der Einsteinstraße und nahe dem Tennisverein. »Der Standort am Tennisverein ist der, den wir am schnellsten entwickeln können, da wir dafür kein eigenes Bebauungsplanverfahren aufstellen müssen«, erklärte Meyer.

Vereine mit an Bord

Sowohl der Waldwichtel-Verein als auch der Tennisverein Eningen seien schon mit an Bord, wüssten von den Plänen Bescheid und seien prinzipiell einverstanden. »Da Eningen reich an Schutzgebieten ist, müssen wir jetzt noch einige Gutachten und Untersuchungen in Auftrag geben«, sagte Meyer. Daher habe die Verwaltung auch schon die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamts Reutlingen und den Forst über das Vorhaben informiert. Der Hauptplatz des Kindergarten Waldwichtel könnte hinter den Tennisplätzen entstehen, die eventuell um einen Spielbereich vor den Plätzen und einen Waldbereich ergänzt werden könnten. Die detaillierte Planung könne dann starten, wenn die Gutachten erstellt wurden. »Wichtig ist, dass der Zugang in den Wald aber auf jeden Fall in Aussicht gestellt werden kann«, ergänzte Meyer.

So könnte das Ganze einmal aussehen: Hinter den Tennisplätzen des TV Eningen könnte der Hauptplatz der Waldwichtel entstehen. Di
So könnte das Ganze einmal aussehen: Hinter den Tennisplätzen des TV Eningen könnte der Hauptplatz der Waldwichtel entstehen. Die genaue Planung kann erst erfolgen, wenn wichtige Gutachten-Ergebnisse vorliegen. Foto: Gemeinde Eningen
So könnte das Ganze einmal aussehen: Hinter den Tennisplätzen des TV Eningen könnte der Hauptplatz der Waldwichtel entstehen. Die genaue Planung kann erst erfolgen, wenn wichtige Gutachten-Ergebnisse vorliegen.
Foto: Gemeinde Eningen

Cliff Werz (CDU) zeigte sich froh, dass der Kindergarten nicht nahe einem Gewässer entsteht, wunderte sich jedoch über den Standort am Tennisverein: »Die Wiese dort ist recht nass, das ist ein feuchtes Loch.« Regine Gorgas schätzt es sehr, dass die Waldwichtel erhalten bleiben und erweitert werden können. Die GAL-Rätin fürchte jedoch, dass der Verkehr, entstehend durch Eltern, die ihre Kinder in den Kindergarten fahren, eine Mehrbelastung sein könnte. »Vielleicht könnten Mitfahrgelegenheiten organisiert werden?« Außerdem wünsche sie sich, dass zeitnah ein Baum gepflanzt werde, der den Kindern dann Schutz und Schatten spenden könnte.

Nach besserer Lösung suchen

»Ich finde den Platz nicht gut«, sagte Ralph Sautter (CDU). Er könnte den angemerkten Punkten seiner Vorredner nur zustimmen und sieht diese als Grund genug, um noch einmal in Ruhe nach einer bessern Lösung zu suchen. »Das Ganze wirkt mir aktuell etwas aufgedrückt.« Die Gemeindeverwaltung stimmte ihm und seinen Ratskollegen dahingegen zu, dass die Verkehrssituation unbedingt im Auge behalten werden sollte. Es gebe jedoch keine Notwendigkeit, die Entscheidung zu vertragen. »Das ist ein unbürokratischer Platz, durch den wir mit wenig Aufwand die Betreuungsplätze schnell aufstocken können«, erklärte Bürgermeister Eric Sindek.

Rebecca Hummel (SPD) freut sich, dass es vorangeht. »Wir dürfen auch nicht außer Acht lassen, dass das Fachpersonal sehr zufrieden im Waldkindergarten ist.« Das solle auch weiterhin so bleiben und daher schnell eine Lösung gefunden werden. »Die Bauwagen der Waldwichtel sind doch flexibel?«, sagte Joachim Sabieraj (CDU). Die Gemeinde könne dann mittelfristig den Platz am Tennisverein realisieren, aber die Augen weiterhin »nach dem zwölften Standort« offen halten. (GEA)