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Elternbeitrag für Betreuung an Pfullinger Schloss-Schule steigt

Die Elternbeiträge für die flexible Schulkindbetreuung an der Pfullinger Schloss-Schule steigen zum Schuljahr 2025/26 um rund 15 Prozent.

Für die flexible Betreuung an der Pfullinger Schloss-Schule zahlen Eltern künftig etwas mehr.
Für die flexible Betreuung an der Pfullinger Schloss-Schule zahlen Eltern künftig etwas mehr. Foto: Verein
Für die flexible Betreuung an der Pfullinger Schloss-Schule zahlen Eltern künftig etwas mehr.
Foto: Verein

PFULLINGEN. Schon im vergangenen Jahr wurden die Elternbeiträge für die flexible Schulkindbetreuung an der Pfullinger Schloss-Schule leicht angepasst und eine sechste Gehaltsstufe eingeführt. Jetzt werden die Sätze zum Schuljahr 2025/26 erneut erhöht: diesmal um rund 15 Prozent. So hat es der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats in seiner Sitzung am Dienstagabend mehrheitlich beschlossen. »Die Landeszuschüsse reichen einfach nicht aus, um die Kosten zu decken«, erklärte Jana Ziehme-Pfau, Leiterin des Fachbereichs Bildung und Sport.

Die Kinderbetreuung an der Schloss-Schule wird in Kombination aus Landeszuschüssen und den Elternbeiträgen finanziert. Wie hoch oder niedrig letzterer ausfällt, ist abhängig von der Kinderzahl und dem Einkommen der Eltern und kann einer entsprechenden Tabelle entnommen werden. »Bei der letzten Erhöhung ging es in erster Linie nicht um die Kostendeckung«, sagte Manuel Baier, Erster Beigeordneter, auf Frage von Timo Plankenhorn (CDU), der die Erhöhung zu hoch findet und später sogar als einziger gegen den Beschluss stimmte. Sie sei daher nicht marktüblich gewesen und so niedrig ausgefallen. »Uns ging es darum, erstmal zu schauen, wie das Ganze angenommen wird.«

Ganztagsbetreuung weiterhin kostenlos

Jetzt folgt die »marktübliche Anpassung«, wie Baier es formulierte. »Weil die Anhebung im vergangenen Jahr niedrig war, fällt diese nun vergleichsweise hoch aus.« Was dabei jedoch nicht außer Acht gelassen werden dürfe: Die prozentuale Erhöhung erscheine manchmal höher, als sie eigentlich sei. Eine Erhöhung um 20 Cent würde demnach einen zweistelligen Prozentsatz bedeuten. Ein Beispiel: Eltern, die ihr Kind in der Frühbetreuung von 7 bis 8 Uhr unterbringen wollen, zahlen bei einem Einkommen von bis zu 55.000 Euro im Jahr fortan monatlich pro gebuchtem Wochentag 6,90 Euro statt 6 Euro. Das entspreche genau der Erhöhung um 15 Prozent. »Die Ganztagsbetreuung bleibt weiterhin kostenlos, nur das flexible Modell wird etwas teurer«, ergänzte Ziehme-Pfau.

»Flexibilität kostet halt etwas mehr«, erklärte Martin Fink (UWV). Er könne die Erhöhung nachvollziehen und die Entscheidung mittragen. Genau das äußerten auch sein Fraktionskollege Stephan Wörner und GAL-Rätin Traude Koch. »Es ist nie schön, wenn Gebühren erhöht werden, aber manchmal geht es einfach nicht anders«, schloss Bürgermeister Stefan Wörner die Diskussionsrunde ab. Er findet, dass die monatlichen Beiträge immer noch niedrig seien. (GEA)