PFULLINGEN. Mitgefiebert haben die Eltern und Großeltern auf den Rängen der Kurt-App-Halle, während die Jüngsten der Turnabteilung des VfL Pfullingen zeigten, was sie in diesem Jahr alles gelernt haben. Sie ist ein Klassiker, die Jahresfeier der Turnabteilung und inzwischen ein Mega-Event. Rund 1.100 Zuschauer waren am dritten Advent zum Jahresabschluss gekommen. Und was die Abteilung mit ihren vier neuen und noch ganz jungen Abteilungsleitern Alexander Friedel, Stefanie Herrmann, Dominik Vogel und Constanze Wölki seit März auf die Beine gestellt hat, konnte sich sehen lassen.
»Wir haben rund 2.000 Mitglieder und sind damit mit Abstand die größte Abteilung des VfL«, betonte Alexander Friedel: Bevor sich die zehn Gruppen mit rund 500 Kindern mit ihren Vorführungen präsentierten, berichtete er, dass mehr als einhundert Übungsleiter den Nachwuchs trainieren und dafür circa 4.800 Stunden im Jahr in den verschiedenen Trainingshallen stehen. »Es ist dieser ehrenamtliche Einsatz, der dies möglich macht.«
Quasi schon als »alter Hase« unter den Jungen und immerhin schon das vierte Mal bei einer Jahresfeier war Pfullingens Bürgermeister Stefan Wörner vor Ort. »Es erfreut das Herz so viele Kinder und Jugendliche hier in Aktion zu sehen, das ist schon beeindruckend, was hier geleistet wird«, lobte Wörner.
Auch wenn die Kassenlage der Stadt nicht gerade rosig sei, versprach er vor voll besetzter Tribüne: »Das Letzte was wir tun werden, ist beim Ehrenamt was zu streichen, das wäre an der falschen Stelle gespart.« Sein Dank galt allen Helferinnen und Helfern und allen die gekommen waren.
Der VfL-Vorsitzende Markus Hehn, der das zweite Mal bei der Jahresfeier dabei war, wies auf das Motto des VfL hin: Sport für eine ganze Stadt. »Das sagt sich leicht, aber in der Umsetzung zeigen uns die Turner, wie’s geht. Wir können uns glücklich schätzen, so eine aktive Abteilung zu haben, die den halben Verein ausmacht und eine Verwaltung an der Seite, die in Zeiten knapper Kassen nicht ans Sparen denkt. Das ist ein gutes Zeichen.« Sein Dank galt dem neuen Führungsquartett der Abteilung, das gute Arbeit leiste und vor allem den Mut habe, anzupacken.
Dann nahm Stefanie Herrmann das Zepter – sprich: das Mikrofon – in die Hand: »Die Kinder sind ein bisschen aufgeregt, sie wollen jedoch heute zeigen, was sie trainiert haben und sind stolz darauf, dies den Eltern zu präsentieren.«
»Das Letzte was wir tun werden, ist beim Ehrenamt was zu streichen«
Los ging es mit »Aladdins Turnzauber«: Mit Schwung, Geschicklichkeit und der Unterstützung der Übungsleiterinnen hüpften, sprangen, turnten und rollten die Turnerinnen über Kästen, Matten und Geräte. Was den Mädchen billig ist, ist den Jungen recht: Zum Joe-Cocker-Song »Leave your hat on« entledigten sich die Jungs nicht nur ihres Hutes, sie turnten auch verschiedenste Übungen. Attraktionen waren die Vorführungen am Reck: Der Salto mit Schraube als Abgang war ein Glanzpunkt.
Eine Gruppe nach der anderen präsentierte ihre Fähigkeiten, auf die Streetdancerinnen folgten die »Hüter der Elemente« – die Turnschulen-Minis. »Burgweg ahoi« hieß es anschließend bei den Geräte-Vorführungen der Mädchen.
Nach der Pause hieß die Devise »In der Manege« mit dem Eltern-Kind-Turnen und den Spielturn-Gruppen. Ästhetisch rollten danach die Rhönräder durch die Halle, gefolgt von »Streetdance und Advanced« ab 18 Jahren. »Traumwelten« hieß das Turnschule-AK-Programm samt Kür. Mit dem »Greatest Showman« wurde zum Weihnachtsjingle übergeleitet, ehe der Nikolaus kam und seinen Gabensack öffnete.
Am Ende sah man lauter strahlende Gesichter in der Halle. (GEA)

