Angestellt ist die Geschäftsstellenleiterin nominell beim Diakonieverband, bezahlt wird die Stelle von den Kirchen und von der Gemeinde. Die Leitungsposition ist zunächst auf zwei Jahre befristet. »Der Wunsch des Arbeitskreises Asyl ist, die Stelle aufzustocken, denn die Arbeit wird nicht weniger«, erklärt Britta Waschl, SPD-Gemeinderätin und ehrenamtliche Helferin beim Arbeitskreis.
»In einem System, das sich so schnell verändert wie unser Arbeitskreis Asyl, ist eine Person, die die Fäden in der Hand hat, enorm wichtig«, begrüßt Pfarrerin Sabine Drecoll die Besetzung der Geschäftsstellenleitung. »Die Vorstellung von Iris Loehrke beim Gottesdienst am Sonntag und der Segensakt sind auch ein Zeichen, wie wichtig uns als Kirche das Engagement des Arbeitskreises Asyl ist«, betont die Pfarrerin.
Jobsuche als Herausforderung
Der Arbeitskreis, gegründet im Februar 2013, ist ein Kooperationsprojekt der katholischen, der evangelischen, der evangelisch-methodistischen Kirche und der Gemeinde. Rund 30 Ehrenamtliche engagieren sich. Die vielfältigen Hilfen gliedern sich in fünf Arbeitsgebiete: Verfahrenshilfe, Begleitungsgruppe, Arbeit und Jobsuche, Sprachkurse sowie Beteiligung beziehungsweise Freizeit.Von zentraler Bedeutung ist die Arbeitsvermittlung für Flüchtlinge. Koordiniert wird diese Arbeitsgruppe von Marcus Leonhard, ihm zur Seite stehen acht Flüchtlinge. Seit einem Jahr läuft die Vermittlung, seither konnten 17 Asyl suchende Menschen in Arbeit gebracht werden. Zudem haben inzwischen 13 Flüchtlinge eine Aussicht auf einen Ausbildungsplatz.
Lorenz Allramseder, Inhaber eines Maler- und Stuckateur-Fachbetriebes und Gemeinderat in Lichtenstein, gehört zu dem halben Dutzend Unternehmern in der Gemeinde, die Asyl suchende Menschen derzeit beschäftigen. »Wir haben zwei tüchtige Mitarbeiter aus Gambia und die sind auch bei den Kollegen sehr beliebt«, informiert er. Die größte Hürde bei der Beschäftigung sieht der Betriebsinhaber in der Bürokratie. Allramseder begrüßt das Engagement des Arbeitskreises Asyl, dem er eine Spende in Höhe von 1 000 Euro zugedacht hat. (GEA)

