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Aktuell Fest

Der Eninger Ortsjugendring feiert am Wochenende sein 45-jähriges Bestehen

Vor 45 Jahren wurde der Ortsjugendring (OJR) in Eningen gegründet. Das soll mit einem zweitägigen Fest am 26. und 27. Juli gefeiert werden. Ein kurzer Rückblick auf die OJR-Geschichte.

So hat alles angefangen: der ehemalige Bauwagen des Eninger Ortsjugendrings. Mit ihm waren die Mitglieder des Vereins im gesamte
So hat alles angefangen: der ehemalige Bauwagen des Eninger Ortsjugendrings. Mit ihm waren die Mitglieder des Vereins im gesamten Ort unterwegs. Foto: Privat
So hat alles angefangen: der ehemalige Bauwagen des Eninger Ortsjugendrings. Mit ihm waren die Mitglieder des Vereins im gesamten Ort unterwegs.
Foto: Privat

ENINGEN. Der Eninger Ortsjugendring (OJR) wird 45 Jahre alt. 1980 wurde er gegründet, um die Jugendarbeit in der Achalmgemeinde zu stärken. Heute ist er vor allem für sein abwechslungsreiches Ferienprogramm in der Sommerzeit bekannt. »Der Verein ist eine Lobby für die jungen Menschen in Eningen«, sagt Johannes Schöberle, Vorsitzender des Ortsjugendrings. Es ging und geht auch heute noch darum, Kinder und Jugendliche zu unterstützen und ihnen Platz zum Entwickeln zu geben.

Früher zählten Abgesandte der verschiedensten Vereine und Organisationen aus Eningen zu den Mitgliedern des Ortsjugendrings. Im Fokus stand, diejenigen, die mit den jungen Menschen zu tun haben, zusammenzubringen, sie zu vernetzen und aus den gegenseitigen Erfahrungen zu lernen. Heute kann jeder Mitglied werden, der möchte.

Mit Bauwagen im ganzen Ort unterwegs

Seit Beginn der 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts kann der OJR das 5.000 Quadratmeter große Gelände auf der Eiferthöhe, kurz Eifi genannt, sein Zuhause nennen. »Davor war der Verein an vielen verschiedenen Orten untergebracht«, erklärt Schöberle. Von der Ludwigshöhe bis hin zum Gebäude in der Hauptstraße 19, in dem nun der Jugendtreff Kult'19 ist: Am bekanntesten war vermutlich der Bauwagen, mit dem der Ortsjugendring in ganz Eningen unterwegs war.

Ingrid Schaar und Johannes Schöberle sind schon lange Mitglied im Eninger Ortsjugendring. Die beiden stehen vor einem Holzpferd,
Ingrid Schaar und Johannes Schöberle sind schon lange Mitglied im Eninger Ortsjugendring. Die beiden stehen vor einem Holzpferd, dass im Rahmen des Ferienprogrammes gemeinsam mit den teilnehmenden Kindern gestaltet wurde. Foto: Berya Yildiz Inci
Ingrid Schaar und Johannes Schöberle sind schon lange Mitglied im Eninger Ortsjugendring. Die beiden stehen vor einem Holzpferd, dass im Rahmen des Ferienprogrammes gemeinsam mit den teilnehmenden Kindern gestaltet wurde.
Foto: Berya Yildiz Inci

Dank des Engagements des Ortsjugendrings gab es einen Hausaufgabentreff, ein Internetcafé und viele weitere Angebote, die für die jungen Menschen Eningens gedacht waren. »Viele Aufgaben haben wir dann nach und nach abgegeben«, erklärt Schönberle. Heute gebe es beispielsweise den Arbeitskreis Kinder und Jugend (AKJ) in Eningen oder das Integrationsmanagement, die sich um solche Angebote kümmern.

Ferienprogramm von Anfang an

Eine Sache, die schon immer in der Hand des OJRs lag und für das der Verein heute bekannt ist: sein abwechslungsreiches Ferienprogramm. Es ist eines der wenigen im Kreis, das vollständig in Vereinshand liegt. »Es ging und geht ja darum, Kinder zu unterstützen und das darf auch mit Spiel und Spaß geschehen«, sagt Ingrid Schaar. Sie ist seit knapp 35 Jahren im Verein und organisiert das Ferienprogramm mit. Klar spiele die Bildung in der Auswahl der Programmpunkte eine wichtige Rolle, doch der Bedarf an Ferienbetreuung sei noch viel wichtiger. »Unser Ziel ist es auch, dass die Kids ausgelassen toben und spielen dürfen.« Die Kinder sind sechs Wochen lang montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr auf der Eifi und können bei den verschiedenen Aktivitäten mitmachen.

Zwar werde es immer schwieriger, ein vielseitiges Programm zusammenzustellen, erklärt Schaal. »Doch mithilfe der örtlichen Vereine, wie dem Deutschen Roten Kreuz oder der Freiwilligen Feuerwehr, bekommen wir es Jahr für Jahr hin.« Doch nicht nur das: Es braucht auch genug Helferinnen und Helfer, die auf die Kinder und Jugendlichen in den Sommerwochen achtgeben. »Das sind meist bis zu 20 Betreuer, die uns unterstützen.«

Gelände auf der Eifi viel genutzt

Neben dem Ferienprogramm kümmern sich die OJR-Mitglieder das ganze Jahr über um das Gelände auf der Eifi. »Der Rasen muss regelmäßig gemäht oder Reparaturen an den verschiedenen Hütten vorgenommen werden«, zählt Schöberle auf. Die Mitglieder nutzen den großen Platz am Fuße der Achalm viel. Und nicht nur sie: »Wir stellen es auch gerne den Kindergärten oder Wandergruppen nach Anfrage zur privaten Nutzung zur Verfügung.«

Ein bekanntes Projekt, dass der OJR gemeinsam mit Kooperationspartnern ins Leben gerufen hat, sind die Kinderwünsche, die zu Weihnachten erfüllt werden können. »Und dann haben wir noch den Spielstraßen-Wagen mit vielen verschiedenen Spielzeugen, den wir kostenlos verleihen«, sagt Schöberle. Die Mitglieder des Vereins schauen weiterhin, wo Kinder und Jugendliche in Eningen Bedarf an etwas haben und versuchen dann in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Organisationen, zu reagieren.

Mitgliederzahl während Corona gestiegen

217 Mitglieder hat heute der Eninger Ortsjugendring. Früher waren es zwölf. »Während Corona ist die Zahl tatsächlich gestiegen, vor allem die der Familienmitgliedschaften«, sagt Schöberle. Er vermutet, dass ein großer Vorteil des Vereinsbeitritts damit zu tun hat: Wer Mitglied ist, hat einen festen Platz im Ferienprogramm.

Schöberle und Schaar setzen sich beide mit Herzblut für den OJR ein. »Ich hoffe, dass es den Verein so noch sehr lange gibt«, sagt Schöberle. Er selbst durfte schon als Kind am Ferienprogramm teilnehmen und ist »hängengeblieben«. Seit 1998 ist er aktives Mitglied und hat nach und nach immer mehr Verantwortung übernommen. Schaar war früher Lehrerin: »Ich wollte außerhalb der Schule aktiv werden und mich für Kinder einsetzen und bin so in den Verein gekommen.« Sie freut sich, dass der OJR schon so viel bewirken und seinem Grundsatz gerecht werden konnte. »Das ist schön, das mitzuerleben. Und auch zu sehen, wie der Verein mit seinem jungen Vorstand weiter bestehen bleibt und sogar wachsen kann.« (GEA)

Das Festwochenende

Der Eninger Ortsjugendring feiert sein 45-jähriges Bestehen mit einem zweitägigen Fest. Los geht's am Samstag, 26. Juli, um 10 Uhr mit einem Brunch für ehemalige und aktive Mitarbeitende. Ab 14 Uhr öffnet die Spielestation für alle und es gibt Kaffee und Kuchen auf der Eifi. Bürgermeister Eric Sindek hält um 14.30 Uhr ein Grußwort und gibt um 15 Uhr an den wundersamen Herrn Wunderle ab. Ab 16 Uhr gibt es Livemusik und um 17.30 Uhr ein gemeinsames Abendessen. Ab 19 Uhr spielen die Bands »Plug'n Play« und »Melikas«. Der Sonntag, 27. Juli, startet um 11 Uhr mit einem ökumenischen Familiengottesdienst, der musikalisch vom Posaunenchor der evangelischen Kirche umrahmen wird. Ab 12.15 Uhr gibt es ein offenes Grillen (Grillgut muss mitgebracht werden) und die Jazzband der Musikschule sorgt für Stimmung. Ende ist gegen 14 Uhr. (GEA)