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Aktuell Sicherheit

Der Eninger Bauhof wird künftig videoüberwacht

Zweimal innerhalb von nur sechs Wochen brachen bislang unbekannte Täter in den Bauhof Eningen ein und entwendeten teure Werkzeuge und Maschinen. Der Schaden liegt bei rund 30.000 Euro. Jetzt wird im Bauhof eine Videoüberwachung installiert. Der Betriebsausschuss des Gemeinderats gab dafür grünes Licht.

Bei Einbrüchen in den Bauhof Eningen wurden viele Werkzeuge, ein Transporter und ein Anhänger gestohlen. In Zukunft wird das Gel
Bei Einbrüchen in den Bauhof Eningen wurden viele Werkzeuge, ein Transporter und ein Anhänger gestohlen. In Zukunft wird das Gelände videoüberwacht. Foto: Carola Eissler
Bei Einbrüchen in den Bauhof Eningen wurden viele Werkzeuge, ein Transporter und ein Anhänger gestohlen. In Zukunft wird das Gelände videoüberwacht.
Foto: Carola Eissler

ENINGEN. Mitte September drangen bislang unbekannte Täter über den rückwärtig gelegenen Arbach durch ein verschlossenes Tor in den Eninger Bauhof in der Einsteinstraße ein. Auf dem Gelände haben sich die Täter gewaltsam Zutritt zu Garagen und Hallen verschafft und viele Maschinen und Werkzeuge gestohlen. Darunter sämtliche Motorsägen, Akkus, Bosch-Werkzeuge und Stihl-Werkzeuge, wie die Polizei damals mitteilte. Nur sechs Wochen später, Anfang November, gab es einen zweiten Einbruch, auch diesmal blieben die Täter bislang unerkannt. Sie brachen wieder in mehrere Fahrzeughallen ein und erbeuteten Anhänger sowie einen Transporter und erneut verschiedene Werkzeuge. Der Gesamtschaden wird auf mehr als 30.000 Euro geschätzt. Bei der Gemeindeverwaltung und im Bauhof vermutet man, dass die Täter Ortskenntnisse hatten. In Eningen hofft man, dass das eine oder andere Gerät vielleicht wieder auftaucht. Denn einige der Geräte haben Seriennummern, die nun bei Interpol registriert sind.

Überwachungstechnik kostet rund 11.500 Euro

Die Gemeinde will sich jetzt gegen mögliche weitere Einbrüche bestmöglich absichern. Der Betriebsausschuss des Gemeinderats informierte sich am Mittwochabend vor Ort und stimmte einer Videoüberwachung des Betriebsgeländes zu. Die Kosten liegen bei rund 11.500 Euro. Bürgermeister Eric Sindek sagte, man werde in Bezug auf die Videoüberwachung nur das absolut Notwendige installieren. Zum einen angesichts der Haushaltskonsolidierung und zum anderen bringe es auch nichts, den gesamten Bauhof mit Kameras zu bestücken. Das sieht auch Bauhof-Betriebsleiter Jens Herold so, der den Gemeinderäten beim Rundgang die Schwachstellen auf dem Areal erläuterte. Das Ziel sei es, Kameras gezielt aufzustellen, um den größten Teil des Geländes und vor allem die Schwachstellen abzudecken. Sindek ergänzte, man werde auch große LED-Strahler installieren, um die dunklen Bereiche auszuleuchten.

Herold machte darauf aufmerksam, dass eine reine Kameraüberwachung nichts bringe. »Die Einbrecher sind alle schwarz angezogen und huschen über den Hof. Dann wissen wir aber immer noch nicht, wer das ist.« Sinnvoll wäre seiner Ansicht nach eine Aufschaltung per Alarm auf eines der Bereitschaftshandys. Das sei technisch machbar, müsse aber auch logistisch organisiert werden. »Da gibt es noch einiges zu klären«, so Herold. Man sei zudem eng mit der Polizei in Kontakt, die entsprechend gute Tipps gebe und mit Beratung zur Seite stehe. Im Gespräch sind auch Bewegungssensoren in den Garagenbereichen, die dann ebenfalls auf ein Bereitschaftshandy aufgeschaltet werden.

Dritter videoüberwachter Ort in Eningen

Der Bauhof ist damit die dritte Örtlichkeit in der Achalmgemeinde, an der Videoüberwachung für mehr Sicherheit sorgen soll. Bereits vor gut einem Jahr haben die Gemeinderäte den Beschluss zur Videoüberwachung für die Tiefgarage am Calner Platz und für das Freibad gefasst und die Maßnahmen auch zeitnah umgesetzt. Die Tiefgarage im Eninger Zentrum war im Vorfeld fast flächendeckend mit Graffitis besprüht worden, selbst Autos waren beschädigt worden. Im Freibad kam es wiederholt zu Vandalismus.

Dank der Videoüberwachung habe sich die Situation beruhigt, bestätigte Bürgermeister Eric Sindek auf Nachfrage. »Wir konnten die Videoüberwachung zum Saisonbeginn dieses Jahr in Betrieb nehmen. Datenschutzrechtlich sieht es so aus, dass die Kameras tagsüber während der Öffnungszeiten abgeschaltet sind, außerhalb der Betriebszeiten gehen sie dann an.« In beiden Einrichtungen sei in diesem Jahr nichts mehr passiert, sagt Sindek.

Weitere Örtlichkeiten, die kameraüberwacht werden sollen, stehen derzeit nicht zur Debatte, betonte Sindek. Natürlich gebe es aus der Bürgerschaft heraus immer wieder Rufe nach Videoüberwachung an Hotspots der wilden Müllablagerung, aber da müsse man auch immer die Relation zwischen Aufwand und Schaden sehen und abwägen, ob der datenschutzrechtliche Eingriff berechtigt sei. Bis zum Sommer sei es schlimm gewesen mit den Müll-Hotspots, seither sei das Problem zurückgegangen. Jetzt wolle man beobachten. Andere Kommunen hätten zum Beispiel auch mobile Überwachungen eingeführt. »Aber das ist aktuell kein Thema bei uns.« (GEA)