LICHTENSTEIN-UNTERHAUSEN. Normalerweise würden seit Anfang der Woche die Schwimmer ihre Runden im Unterhausener Hallenbad drehen. Doch wie bereits berichtet, ist das Bad derzeit dicht. Bei der routinemäßigen Inbetriebnahme Mitte September war festgestellt worden, dass zwei von drei Filtern der Wasseraufbereitungsanlage defekt waren. Und ohne funktionierende Filter darf das Bad natürlich nicht betrieben werden. Schnell war klar, dass die Filteranlagen nicht, wie ohnehin geplant, repariert werden können und eine einfache Instandsetzung nicht mehr ausreicht.
Denn im Haushaltsplan 2025 hatte man zwar für Umbaumaßnahmen an den Filteranlagen rund 178.000 Euro eingeplant, doch diese reichen nun für eine neue Anlage nicht aus. Bürgermeister Peter Nußbaum hat, weil der Gemeinderat erst am Donnerstag wieder zu einer Sitzung zusammenkam, eine Eilentscheidung für eine neue Filteranlage und für die entsprechende Ausschreibung getroffen. Aus gutem Grund. Denn die Lieferzeit für die vielen einzelnen Komponenten beträgt derzeit bis zu sechs Wochen. Andreas Kern, Sachgebietsleiter Hochbau bei der Gemeinde Lichtenstein, schätzt, dass durch das rasche Handeln seitens der Verwaltung Ende November, Anfang Dezember das Hallenbad wieder in Betrieb genommen werden kann.
Zukünftig auf dem neuesten Stand der Technik
Der Gemeinderat gab nun auch seine Zustimmung zu den überplanmäßigen Ausgaben in Höhe von knapp 40.000 Euro. Diese sollen im Haushaltsplan dadurch gedeckt werden, dass der geplante Fenstertausch im Rathaus - ein Posten, für den rund 45.000 Euro im Etat veranschlagt sind - auf 2026 verschoben wird.
Das Hallenbad im Sportzentrum Unterhausen fasst rund 450.000 Liter Kubikmeter Wasser. Jeder der drei Filter leistet 50 Kubikmeter Umwälzung pro Stunde. Wie Andreas Kern erklärte, kann man den Ausfall eines Filters verkraften, nicht jedoch den Ausfall von zwei Filtern. Selbst eine Hochchlorung würde nicht ausreichen, um das Risiko einer Verkeimung auszuschließen. »Bei den Vorarbeiten zur Wiederinbetriebnahme hatte sich herausgestellt, dass wir nun zwei Filter haben, die auf Störung laufen.« Da gehe es dann wirklich um gesundheitsbedenkliche Umstände, wenn man in Betrieb gegangen wäre, erläuterte Kern im Gremium. »Mit der neuen Filteranlage sind wir dann aber wirklich im Jahr 2025 angekommen«, so Kern und verwies damit auf den neuesten Stand der Technik, der mit der neuen Filteranlage im Hallenbad Einzug hält. Die alte Filteranlage stammte aus dem Jahr 1997.

