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Charitylauf in Eningen: Runde um Runde für den guten Zweck

Im Jubiläumsjahr läuft es nochmals richtig gut für die Fußballkids des TSV Eningen. Beim Charitylauf am Samstag im Arbachtal wurden bei bestem Wetter insgesamt 2.748 Runden für den guten Zweck gelaufen. Der älteste Teilnehmer war 84, der jüngste zwei Jahre alt.

Beim Charitylauf der TSV-Fußballkids gingen auch die Kleinen an den Start.
Beim Charitylauf der TSV-Fußballkids gingen auch die Kleinen an den Start. Foto: Carola Eissler
Beim Charitylauf der TSV-Fußballkids gingen auch die Kleinen an den Start.
Foto: Carola Eissler

ENINGEN. Das hatten sich die TSV-Fußballkids für das Jubiläumsjahr gewünscht: die Spendenmarke von 300.000 Euro auf die vergangenen 30 Jahre gerechnet zu knacken. Ob dies geklappt hat, wissen die Initiatorin Dr. Barbara Dürr und ihr Team erst bei der Spendenübergabe im September, wenn alle Spendenabrechnungen vorliegen. Aber die 72-Jährige ist zuversichtlich. »Mit dem Charitylauf in diesem Jahr bin ich voll zufrieden«, bilanziert sie am Ende des Tages. Zahlreiche Spenden wurden in den vergangenen Tagen noch überwiesen oder zugesagt, und sogar bis 10. August kann noch hybrid am Spendenlauf teilgenommen und die entsprechend erlaufene Summe überwiesen werden.

Der Älteste war 84, der jüngste Teilnehmer zwei Jahre alt

Seit dem Start der Spendenaktionen vor 30 Jahren unter dem Titel »Fußballkids helfen« sind, dieses Jahr nicht mitgerechnet, mehr als 285.000 Euro an Spenden eingegangen, die direkt an Vereine und Hilfsorganisationen aus der Region übergeben wurden. Auch am Samstag beteiligten sich wieder Einzelkämpfer, Vereinsangehörige, ganze Gruppen und Vereine und die Kinder aus allen Eninger Kindergärten. Die Kleinsten gingen am Samstagmorgen als erstes an den Start, danach folgte der Jubiläumslauf der Erwachsenen. Aber auch schon in den Tagen zuvor waren zahlreiche Läufer, die eben an diesem Samstag keine Zeit hatten, ihre Runden gelaufen und hatten diese gemeldet. Pro Runde griffen die Sponsoren mit einem Euro in die Tasche. 1.008 Runden schafften die Erwachsenen, 1.740 Runden die Kinder. »Aber es werden noch mehr, denn nach dem offiziellen Abschluss kamen immer noch Läufer,« sagt Dr. Barbara Dürr. Als ältester Teilnehmer wurde Gerd Fetzer geehrt. Der 84-Jährige legte zehn Runden zurück. Und dann war da noch der jüngste Teilnehmer, Lukas, mit zwei Jahren. Jedes Kind, das am Samstag auf der Laufbahn war, erhielt eine Medaille.

Im Arbachtal wurde am Samstag beim Charitylauf der TSV-Fußballkids Runde um Runde gelaufen.
Im Arbachtal wurde am Samstag beim Charitylauf der TSV-Fußballkids Runde um Runde gelaufen. Foto: Carola Eissler
Im Arbachtal wurde am Samstag beim Charitylauf der TSV-Fußballkids Runde um Runde gelaufen.
Foto: Carola Eissler

Hoch zufrieden zeigte sich Dr. Barbara Dürr mit dem diesjährigen Charitylauf. »Die Stimmung war wirklich toll.« Entsprechende positive Rückmeldungen habe sie bekommen, sagt Dürr. Bürgermeister Eric Sindek, der die Schirmherrschaft für den Charitylauf übernommen hat und sich ebenfalls in die Läuferriege einreihte, spricht von einer »Hammerleistung der Ehrenamtlichen«. Er sei stolz, dass es in Eningen so engagierte Menschen gebe. Christopher Ott, der als stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Reutlingen nach Eningen gekommen war, sagte, es sei schön zu sehen, dass nicht nur die klassische Arbeit in Vereinen betrieben werde, sondern vieles aus Ideen heraus entstehe - wie eben der Charitylauf in Eningen. Vor 30 Jahren habe jemand eine tolle Idee gehabt, die bis heute Auswirkungen zeige.

Acht Vereine und Institutionen werden in diesem Jahr wieder von den erlaufenen Spenden profitieren. Neben dem Förderverein Hospiz Veronika und der Stiftung Palliativpflege Reutlingen sind dies der Kinder- und Jugendhospizdienst Reutlingen, der Förderverein für ALS und Muskelerkrankungen Neckar-Alb, der Verein Sonnenstrahlen, der Verein Frühchen Reutlingen, die Organisation Wirbelwind und das Jugendrotkreuz Eningen. Sie alle waren am Samstag mit einem Infostand beim Charitylauf vertreten und informierten über ihre Arbeit und ihre Vorhaben. So konnten sie nicht nur ihre Projekte vorstellen, sondern sich auch untereinander vernetzen.

Nach dem Event ist vor dem Event: Auch im nächsten Jahr soll es wieder einen Charitylauf geben, sagt Dr. Barbara Dürr. »So viele Leute melden sich und sagen, dass diese Aktion auf keinen Fall sterben darf.« Aber: »Wir arbeiten an der Nachfolge. Es wäre schön, wenn wir es an andere übergehen könnte.« Denn gerne möchte sie die Aktion in jüngere Hände abgeben und so auch die Zukunft der Aktion »Fußballkids helfen« absichern. (GEA)