WANNWEIL. Insgesamt sechs Parteien und Wählervereinigungen treten am Wahlsonntag, 26. Mai, in Wannweil an und ihre Kandidaten bewerben sich um die 14 Plätze im Gemeinderat. 84 Frauen und Männer gehen bei dieser Wahl ins Rennen.
Zum ersten Mal dabei ist die neue Liste BiWa. Die Abkürzung steht für Bürgerbeteiligung in Wannweil. Nach eigenem Bekunden will die BiWa für frischen Wind im Gemeinderat sorgen. Viele der 14 Frauen und Männer, die sich erstmals um die Wählergunst bewerben, sind aus der Nachbarschaftsinitiative »Bolzplatz« hervorgegangen. Diese hatte bekanntlich einen Bürgerentscheid zum großen Bauprojekt im Unteren Haldenweg erwirkt. Bei diesem Bürgerentscheid wurde die ursprüngliche Planung mehrheitlich abgelehnt. Durch den Neubau sollten 18 bezahlbare Mietwohnungen und Sozialwohnungen entstehen. Mittlerweile gibt es für den Standort eine neue, etwas abgespeckte Version mit 12 Wohnungen. Die Kandidaten verweisen auf ihre kommunalpolitischen Erfahrungen rund um das umstrittene Bauprojekt.
84 Frauen und Männer treten an
Viele neue Gesichter sind auch unter den Kandidaten der anderen Parteien. Gleichzeitig treten einige langjährige Gemeinderäte nicht mehr an und machen ihren Sitz für Nachfolger frei. Dazu gehören beispielsweise Erwin Hallabrin von der CDU und sein Parteikollege Thomas Leibssle. Auch Martin Wahl von der Freien Liste Wannweil (FLW) kandidiert nicht mehr.
Bei den Zielen und Themen der Parteien gibt es viele Gemeinsamkeiten. So spielt der Verkehr im Ort eine große Rolle. So fordern beispielsweise CDU, SPD, Freie Wähler Vereinigung (FWV), Grüne und FLW ein Verkehrskonzept für eine bessere Mobilität. Darin enthalten: eine Neuordnung des Autoverkehrs auf der Hauptstraße, aber auch eine bessere Anbindung an die Nachbarstädte Reutlingen und Tübingen.
Dabei tauchen auch die Schlagworte wie »Sicherer Schulweg« und »Fahrradverkehr« auf. In den Wahlprogrammen von CDU und FWV stehen zudem Forderungen nach einem Gewerbepark auf dem Gelände der Alten Spinnerei.
Breiten Raum nimmt auch die Bürgerbeteiligung bei den kommunalpolitischen Zielen der Parteien ein. So haben sich beispielsweise BiWa, Grüne, FWV und CDU eine bessere Beteiligung der Bürger bei den politischen Entscheidungsprozessen auf die Fahnen geschrieben.
Einigkeit herrscht auch bei Kinderbetreuung und Bildung. Nahezu alle Parteien bringen in ihren Programmen zum Ausdruck, dass die Uhlandschule und die Kinderbetreuung gestärkt werden müssten. Dazu gehöre auch eine bessere Ausstattung, wie beispielsweise die weitere Ausrüstung der Uhlandschule mit digitaler Technik.
Umwelt und Natur in Wannweil spielen ebenfalls eine große Rolle. So gehöre der naturnahe Erhalt der typischen Kulturlandschaft aus Wald, Streuobstwiesen, Grün- und Ackerflächen sowie der Echaz zu Wannweil. (GEA)





