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Aktuell Treffen

Unterstützung für die frühere Medienakademie

Metzinger Kulturvereine und weitere Institutionen sprechen sich für ein städtisches Kulturrahmenkonzept aus

Metzinger Kulturvereine und weitere Initiativen sind sich einig: Die Räume der früheren Medienakademie in der Eisenbahnstraße we
Metzinger Kulturvereine und weitere Initiativen sind sich einig: Die Räume der früheren Medienakademie in der Eisenbahnstraße werden dringend gebraucht. FOTO: PRIVAT
Metzinger Kulturvereine und weitere Initiativen sind sich einig: Die Räume der früheren Medienakademie in der Eisenbahnstraße werden dringend gebraucht. FOTO: PRIVAT

METZINGEN. Die Räume der früheren Medienakademie in der Eisenbahnstraße in Metzingen werden auch weiterhin gebraucht. Das hat eine Besprechung Metzinger Kulturvereine und weiterer Institutionen ergeben. Im Beisein von Sabine Jäger-Renner, der Beauftragten zur Förderung des Ehrenamtes in Metzingen, forderten sie jetzt ein städtisches Kulturrahmenkonzept. Im Verlauf der Versammlung wurde deutlich, dass der nach dem Tod des Gründers der Medienakademie, Thomas Zecher neu gegründete Verein Kulturforum kurzfristig finanzielle Unterstützung brauche.

In der früheren Medienakademie ist einiges geboten, wie der Vorsitzende Harald Hug erklärte. So probe hier regelmäßig der Liederkranz und das Kammerorchester, das Reparaturcafé und der AK Asyl träfen sich in den Räumen, genauso wie der PC-Stammtisch oder die Fotogruppe. »Darüber hinaus sind am Wochenende der Tanztee und immer wieder Treffen weiterer Initiativen«, sagte Hug weiter. Auch die Partnerschaftsvereine Metzingen-Noyon, Metzingen-Hexham und Metzingen-Nagykálló haben die Räume immer wieder genutzt.

Dr. Fritz Kemmler, Vorsitzender des AKE, des AK Stadtgeschichte und des Partnerschaftsvereins Metzingen-Hexham, würde gerne seine wegen des Tods von Thomas Zecher abgesagte Veranstaltung mit Jugendlichen zu Europa und Brexit gerne neu ansetzen. »Die Veranstaltungstechnik und die Größe des Raums sind ideal für eine solche Zusammenkunft«, stellte er fest. Ähnlich äußerten sich die Vorstandsmitglieder des Veranstaltungsrings, Konrad Kramer und Klaus Feimer, die es sehr vermissen würden, wenn es das Kulturforum und seine Räume nicht mehr gäbe. Dort hätten sie immer wieder kleinere Kulturveranstaltungen umgesetzt.

Reinhard Glatzel, der die SPD und den AK Frieden vertrat, legte dar, »dass Parteien und Initiativen in Metzingen ein vernünftiges Tagungslokal brauchen, das über Veranstaltungstechnik verfügt«. Frank Mayer von AK Asyl verwies darauf, dass sich bisher jeden Freitag der Kreis »Altbürger treffen Neubürger« im Nebenraum zusammengesetzt habe, um mit Asylbewerbern Lebensfragen aller Art zu besprechen. Dieser Austausch müsse dringend fortgesetzt werden. »Wie bei anderen Treffen auch, ist dafür die Getränketheke entscheidend«, sagte er.

Der Herausgeber der Literaturzeitschrift zugetextet.com, Werner Theis, erinnerte in diesem Zusammenhang daran, "dass immer weniger kostenfreie Nebenräume in den Metzinger Gaststätten vorhanden sind". Er erinnerte an die vielen Treffen er zugetextet.com-Autoren, die hier vor bis zu 50 Zuhörern ihre Werke Vortragen. Die Veranstaltungsreihen "Buchstabensuppe" und "Poesie aufs Brot" seien kaum mehr aus dem Metzinger Kulturleben wegzudenken." Theis forderte bei dieser Gelegenheit unterstützt von allen Anwesenden ein Kulturrahmenkonzept und einen Paradigmenwechsel bei der städtischen Kulturförderung. "Auch das Kino steht auf der Kippe", sagte der zugetextet.com-Herausgeber.

Erster Vorstoß bei der Stadt

Harald Hug vom Kulturforum legte dar, »dass die frühere Medienakademie unbedingt finanzielle Hilfe benötigt«. Zu den laufenden Ausgaben wie Miete und Nebenkosten in Höhe von rund 20 000 Euro käme der Kauf der Medien- und Tagungstechnik hinzu, was rund 10 000 Euro ausmacht. »Durch Eigenmittel können wir 10 000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen und Veranstaltungen einnehmen, aber die Vereine und Initiativen haben in der Regel keine Möglichkeit, einen Beitrag für ihre Veranstaltungen aufzubringen«, erklärte er weiter. Er habe die Lage dem Kulturamt der Stadt, dem Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler und den Vorsitzenden der Gemeindefraktionen bereits geschildert und einen Wirtschaftsplan des Kulturforums vorgelegt. (v/GEA)