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Nach Brand in Altenriet: Schon 37.000 Euro für Wirt

Gut eine Woche, nachdem das Kleintierzüchterheim »Zum Albblick« in Altenriet abgebrannt ist, gibt es große Solidarität mit Gaststättenpächter Aki. Bürgermeisterin Patricia Mittnacht äußert sich zum Stand der Dinge.

Die Ruine des Hasenheims, das abgebrannte Kleintierzüchterheim »Zum Albblick« in Altenriet
Die Ruine des Hasenheims, das abgebrannte Kleintierzüchterheim »Zum Albblick« in Altenriet Foto: Markus Pfisterer
Die Ruine des Hasenheims, das abgebrannte Kleintierzüchterheim »Zum Albblick« in Altenriet
Foto: Markus Pfisterer

ALTENRIET. Eine Woche nach dem tragischen Geschehen ist die Betroffenheit weiter groß. »Der Brand der Gaststätte 'Albblick' ist ein schwerer Verlust für Altenriet«, bekennt Bürgermeisterin Patricia Mittnacht am Montag im Austausch mit dem GEA, »er hat die Gemeinde tief bewegt und auch heute treibt er uns Altenrieterinnen und Altenrieter um.«

Das bei vielen als Hasenheim bekannte Lokal, ein beliebtes Ausflugsziel, war am Sonntag, 28. Dezember, komplett abgebrannt. Den Schaden schätzt die Polizei auf 450.000 Euro. Bei den Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht. Die 30 Gäste kamen unversehrt rechtzeitig ins Freie. Der Brand war in der Küche ausgebrochen, die Polizei vermutet, im Bereich eines Grills oder einer Fritteuse.

»Unsere Dorfgemeinschaft ist in dieser Situation noch enger zusammengerückt«

Bürgermeisterin Mittnacht beschreibt den Ernst der Lage nach dem Feuer: »Gastronom Aki und sein Team haben von einem Tag auf den anderen ihren Lebensmittelpunkt und ihre Existenzgrundlage verloren.« Aki hatte zwei Angestellte, auch seine Frau half immer wieder in der Gaststätte mit. Seit 29 Jahren hat er das Hasenheim betrieben.

Groß ist nicht nur die Betroffenheit, sondern auch die Solidarität mit dem Griechen, wie die Verwaltungschefin weiß: »Unsere Dorfgemeinschaft ist in dieser Situation noch enger zusammengerückt«, betont sie. »Bereits am Morgen nach dem Brand startete ein Nachbar eine Spendenaktion auf GoFundMe («Spende für Aki»).« Erfreulicher Zwischenstand: Es sind schon 37.000 Euro für den Gastronomen zusammengekommen. »Viele Zeichen des Zuspruchs und der Hilfsbereitschaft zeigen, wie schnell Mitgefühl und Solidarität spürbar wurden.«

»Derzeit kann noch nicht gesagt werden, wie es auf dem Gelände weitergeht«

Ob Aki seine Gäste in einer neu gebauten Gaststätte auf dem Brandstück am Altenrieter Ortsrand wieder einmal wird bewirten können, ist offen. »Derzeit kann noch nicht gesagt werden, wie es auf dem Gelände weitergeht«, teilt Mittnacht mit, »die Brandstelle ist noch nicht von der Polizei freigegeben worden, und die Stellungnahme der Versicherung steht noch aus.«

Beamte des Polizeipostens Neckartenzlingen ermitteln nach dem Großbrand - auch zur genauen Ursache des Feuers. In einer ersten Stellungnahme hatte das Polizeipräsidium Reutlingen mitgeteilt, dass sie wohl im technischen Bereich zu suchen ist. Die Gebäudebrandversicherung könnte gegebenenfalls der Kleintierzuchtverein Altenriet in Anspruch nehmen. Ihm gehörte das Hasenheim, Aki hatte es gepachtet. »Die Gemeinde steht in engem Kontakt mit dem Gastronom und dem Kleintierzüchterverein.«

»Es war ein Ort der Begegnung, der Familienfeiern und Vereinsabende - ein Stück Zuhause«

Die Bürgermeisterin war während des Brands vor Ort und koordinierte die Versorgung der Einsatzkräfte mit Essen und warmen Getränken sowie die Anforderung des Bauhofs. Im Einsatz waren Feuerwehren aus Altenriet, Schlaitdorf, Filderstadt, Neckartenzlingen, Nürtingen, Walddorfhäslach, Altdorf und Kirchheim/Teck mit 17 Fahrzeugen und rund 100 Einsatzkräften, unterstützt vom THW und Kreisbrandmeister Andreas Reeh. Sie konnten ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindern. Rettungskräfte der Malteser sicherten und betreuten die Einsatzkräfte.

Neben der Gaststätte Toscano war der »Albblick« der zweite Gastronomiebetrieb in Altenriet und »für viele ein Ort der Begegnung, der Familienfeiern und Vereinsabende - ein Stück Zuhause«, beschreibt Patricia Mittnacht den Stellenwert des Hasenheims. (GEA)