GRAFENBERG. Für viele Grafenberger geht am 21. November ein Einkaufstraum in Erfüllung mit der Eröffnung der neuen Aldi-Filiale im Gewerbegebiet Trieb. »Endlich selbst einkaufen können, nicht angewiesen zu sein, dass mich jemand mitnimmt zum Einkaufen oder mir Sachen mitbringt.« Und: »Das spart Zeit, Geld und Fahrtkosten und bringt Lebensqualität.« So und ähnlich äußern sich Einwohner über die Tatsache, dass Aldi sich für Grafenberg als Standort für eine Filiale entschieden hat.
Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn der Platzbedarf für eine Filiale liegt bei rund 1.100 Quadratmetern, in Grafenberg stehen dagegen nur 800 Quadrat-meter Verkaufsfläche zur Verfügung, auf denen trotzdem das komplette Angebot vorhanden sein wird. »Es ist ein Stand-alone Standort«, so Andreas Grupp, Director Real Estate bei der Aldi Süd Immobilienverwaltungs-GmbH der Unternehmensgruppe Aldi Süd, zu dem Zusatzstandort. Die nächsten Filialen in der näheren Umgebung sind Metzingen und Dettingen.
Regionale Produkte und Backwelt
Auch auf der kleinen Fläche werde es »ein ordentliches Einkaufserlebnis« mit regionalen Produkten geben, verspricht Grupp bei einem Vor-Ort-Termin, denn »alles überall gleich« ist eine Leitlinie für das Sortiment mit 550 Bio-Artikeln und regionalen Lieferanten. So wird es auch eine Backwelt geben, in die ein Bäcker aus der Umgebung integriert ist und selbstverständlich auch Gemüse und Obst aus heimischem Anbau, um nur einige Beispiele zu nennen.
Der Neubau wächst zusehends und liegt »voll in der Zeitplanung und im Kostenrahmen«, so Grupp. Es werden 15 Mitarbeiter teilweise schon eingearbeitet, damit von der ersten Minute an alles gut funktioniert auch am neuen Standort. Es wird übrigens bei Aldi auch weiterhin Menschen an den Kassen geben.
Draußen soll es 82 Parkplätze und E-Ladesäulen mit vier Ladepunkten geben – auch für Auswärtige und Durchreisende. Außerdem wird in absehbarer Zeit der Eigentümer des Nachbargrundstücks eine Tankstelle bauen. Für Einheimische ist die Aldi-Filiale fußläufig und mit dem Fahrrad erreichbar, wenn sie auf das Auto verzichten wollen.
Möglich ist das alles durch baulich große Erdbewegungen, die erforderlich waren, um Erde abzutragen und das Niveau an die Straße anzupassen, »etwa 5.500 Tonnen Erdreich wurden dazu bewegt«, informiert Florian Henke, Manager Real Estate zu den Vorarbeiten für den Neubau. Das neue Gebäude erhält übrigens kein Satteldach wie bisher kennzeichnend für die Firmengebäude, sondern ein begrüntes Flachdach. Wärmepumpe und Photovoltaik zur Energieversorgung wird es im Neubau geben.
Grupp und Henke von Aldi-Seite und auch Grafenbergs Bürgermeister Volker Brodbeck lobten alle die offene und faire Zusammenarbeit der Vertragsparteien, die dazu beiträgt, dass bisher »alles reibungslos läuft« nach dem Spatenstich vor einem Jahr und während der anschließenden Bauzeit mit schnell sichtbaren Fortschritten. (GEA)

