Logo
Aktuell Neckar/Erms

Herzliches Miteinander

METZINGEN. Als »buntes Treiben rund um die Diakonie« bezeichnete Friedemann Salzer, Leiter der Behindertenhilfe Ermstal, das Diakoniefestival am Sonntag auf dem Metzinger Rathausplatz. Über den ganzen Tag verteilt feierten Menschen mit und ohne Behinderung in verschiedenster Art und Weise. Los ging es morgens mit einem Gottesdienst von Pfarrer Bernd Weißenborn. Ab 11 Uhr wurden dann auf dem Rathausvorplatz kulinarische Köstlichkeiten aus den diakonischen Einrichtungen im Ermstal sowie Produkte aus den Werkstätten der Bruderhaus-Diakonie verkauft. Auf einer großen Bühne gab es verschiedene musikalische und künstlerische Auftritte.

Die tansanische Gruppe »Sumaseu« präsentierte den vielen Besuchern ein wildes Trommelfeuerwerk, während es anschließend bei der musikpädagogischen Gruppe der Musikschule Metzingen etwas ruhiger zu ging. Kinder mit und ohne Behinderung üben einmal pro Woche gemeinsam Musik zu machen. Das Ergebnis stellten sie am Sonntag vor. »Für viele ist es das erste Mal, dass sie vor so einem großen Publikum auftreten dürfen«, erklärte Friedemann Salzer und fuhr strahlend fort: » Es ist richtig viel los hier.« Eine besondere Attraktion für Kinder waren die beiden Lamas vom Biolandhof Bleiche.

Dicken Scheck überreicht

An mehreren Ständen informierten die verschiedenen Einrichtungen der Behindertenhilfe Ermstal über ihre Arbeit und den Umgang mit Menschen, die eine Behinderung haben. Bei einer ehrenamtlichen Lotterie konnte jeder, der wollte, eine Tätigkeit auf einen Zettel schreiben, die er gern einmalig mit Menschen mit Behinderung tun möchte.

Nachdem die Räumlichkeiten der Metzinger Diakoniesozialstation angesichts ihrer wachsenden Aufgaben immer enger wurden, hat sie ein neues und größeres Gebäude erworben. Dazu überreichte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler seinem Amtsvorgänger und Vorsitzenden der Metzinger Diakonie- und Sozialstation Dieter Hauswirth einen Scheck in Höhe von exakt 25 000 Euro.

»Mit einem weinenden Auge verlassen wir unser bisheriges Häusle, das uns ans Herz gewachsen ist und mit einem lachenden Auge ziehen wir in das neue Haus, das optimale Bedingungen für unsere Arbeit bietet«, so Hauswirth. (GEA)