Bereits das erste Konzert fand statt, um Flutopfern in Pakistan zu helfen, beim zweiten Mal wurde mit dem eingenommenen Geld gegen die Dürre in Afrika gekämpft. Die Idee, mit einem Konzert am Sommerferienende die Musikfreunde wieder »kulturell zu akklimatisieren« und gleichzeitig Geld für einen guten Zweck zu sammeln, hatte die Band Soundstick vor einigen Jahren, berichtete Altenburger »Jeder kann dabei so viel geben, wie er will. Letztendlich zählt jeder Euro.« Genau 643 Euro hinterließen die sechzig Gäste in den aufgestellten Spendenboxen. Als »ziemlich gut« bezeichneten die Veranstalter die Summe. Auch für die Musiker, die jedes Jahr gern wieder in den Musenstall 5 kommen, gab es als Gage nur eine Rote Wurst und ein Bier.
Ironischer Unterton in der Musik
Ein Grund, warum Publikum und Band immer wieder gern den Weg in den ehemaligen Kuhstall finden, ist die gemütliche Atmosphäre, die den kleinen Raum ausmacht. Für die wenigsten reichte es zu einem Sitzplatz, der Rest stand im Raum verteilt oder saß im Freien und schaut durch die hohen Fenster direkt auf die Bühne. Die laue Spätsommernacht nutzten viele, um daraus ein halbes Open-Air-Konzert zu machen: Während die Bands im Inneren saßen, machte es sich ein Teil des Publikums vor den Fenstern gemütlich, genoss die angenehmen Temperaturen und lauschte der Musik. Die war meistens selbst geschrieben und hatte manchmal einen ironischen Unterton.»Beschorner & die Buben« besangen den Kampf mit den Kilos, die Freunde oder die Rasterfahndung. Englisch und Portugiesisch traten die vier Musiker der Wankheimer Band »Soundstic« auf, bevor der Hirrlinger Lenny Zuber den Abschluss bildete. Von Rock, Pop, ruhigen Balladen bis zu Pianopunk reichte das abwechslungsreiche Programm am Samstagabend. »Die Bands nutzten das kleine Publikum aus, um neue Lieder zu probieren«, so Altenburger. Dazu werden sie wohl auch in Zukunft noch die Möglichkeit haben, denn das dritte Benefizkonzert ist sicherlich nicht das letzte, das es im Musenstall 5 gab. (GEA)
