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Aktuell Großeinsatz

Feuer zerstört Rulamanschule in Grabenstetten

Millionenschaden in Grabenstetten. 134 Einsatzkräfte von neun Feuerwehren löschen stundenlang

Nach bisherigen Erkenntnissen soll zunächst ein Schwelbrand unter dem Dach ausgebrochen sein
Nach bisherigen Erkenntnissen soll zunächst ein Schwelbrand unter dem Dach ausgebrochen sein. Foto: Andreas Fink
Nach bisherigen Erkenntnissen soll zunächst ein Schwelbrand unter dem Dach ausgebrochen sein.
Foto: Andreas Fink

GRABENSTETTEN. Ein Großfeuer hat gestern die Rulaman-Grundschule in Grabenstetten zerstört. Die Löscharbeiten dauerten viele Stunden. Auch am Abend bekämpften die Feuerwehrleute noch Glutnester. Verletzt wurde niemand. Die 63 Grundschüler und ihre 7 Lehrer konnten sich nach Ausbruch des Feuers rechtzeitig in Sicherheit bringen. Auch Kinder und Erzieherinnen der angeschlossenen Kindertagesstätte retteten sich ins Freie. Sie wurden in einer Sporthalle in der Nähe vom Rettungsdienst betreut.

Nach ersten Erkenntnissen soll zunächst ein Schwelbrand unter dem Dachgebälk des Schulgebäudes entstanden sein. Wie er entstanden ist, ist bislang noch nicht geklärt. Obwohl die Feuerwehr schnell zur Stelle war, konnten die Flammen nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden.

Der Schaden dürfte nach ersten Schätzungen der Polizei im siebenstelligen Bereich liegen. Die Kripo Reutlingen hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Gestern konnten die Spezialisten die Brandruine noch nicht betreten, heute wollen sie der Brandursache auf den Grund gehen.

Rauchsäule über Grabenstetten

Gegen 11 Uhr am Vormittag soll das Feuer unter dem Dach ausgebrochen sein. Als die Feuerwehr am Brandort in Grabenstetten eintraf, schlugen schon die Flammen aus dem Gebäude, und eine riesige Rauchsäule stand über Grabenstetten. Die Menschen in den umliegenden Häusern wurden wegen der starken Rauchentwicklung über Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten und in ihren Gebäuden zu bleiben.

Zunächst hatte die Feuerwehr noch versucht, das Feuer vom Inneren des Gebäudes aus in den Griff zu kriegen. "Zunächst mit einem CO2-Löscher, dann mit Wasser", wie Kreisbrandmeister Wolfgang auch weiß. "Wir haben aber schnell gemerkt, dass sich das Feuer zu schnell ausbreitet", so der erste Feuerwehrmann im Kreis, "als dann auch noch die Treppe zum Kniestock mit Brennen angefangen hat, sind wir sofort raus, um die Kameraden nicht zu gefährden." Dann brach auch schon "langsam aber sicher die Decke im Obergeschoss ein" – die Feuerwehrmänner und -frauen konnten das Feuer nur noch von außen bekämpfen.

Die Feuerwehren von Grabenstetten, Römerstein, Bad Urach, Münsingen, Dettingen, Metzingen, Hülben, Erkenbrechtsweiler und Reutlingen waren mit insgesamt 134 Einsatzkräften und 33 Fahrzeugen im Einsatz. Die Wehren aus Bad Urach, Dettingen und Reutlingen waren mit ihren Drehleitern angerückt. Dazu kam unterstützend der Rettungsdienst mit 24 Kräften und acht Fahrzeugen und die Polizei mit acht Kräften und vier Streifenwagen.

Die Feuerwehr orderte gestern Abend noch einen Bagger, um die verbliebene Dachverwahrung herunterzureißen, um besser an die Glutnester zu kommen, die das Feuer immer aufflackern ließen. Auf der Nord- und der Südseite des Gebäudes standen weiter zwei der ursprünglich drei Drehleitern zur Verfügung, um die Glutnester sofort abzulöschen.

Die Feuerwehren aus Grabenstetten und Erkenbrechtsweiler blieben vor Ort, um die ganze Nacht über Brandwache zu halten. »Die Dettinger Drehleiter bleibt für alle Fälle bis auf Weiteres vor Ort«, so Kreisbrandmeister Wolfgang Auch gestern Abend zum GEA, »es könnte jederzeit sein, dass wir nachlöschen müssen.«

Keine Verletzten

»Gott sei dank wurde niemand verletzt«, sagt der Kreisbrandmeister abschließend. Die Feuerwehrleute schafften ihren Einsatz ohne Verletzte, vor allem kamen gestern keine Kinder zu Schaden. »Die Lehrer haben sehr gut reagiert«, schiebt Auch ein Lob an die Pädagogen nach. (pol/GEA)

Wegen der extremen Rauchentwicklung wurden die Bewohner von Grabenstetten zeitweise über Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, Fe
Wegen der extremen Rauchentwicklung wurden die Bewohner von Grabenstetten zeitweise über Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen und ihre Wohnungen nicht zu verlassen. FOTOS: FINK Foto: Andreas Fink
Wegen der extremen Rauchentwicklung wurden die Bewohner von Grabenstetten zeitweise über Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen und ihre Wohnungen nicht zu verlassen. FOTOS: FINK
Foto: Andreas Fink
Brand Rulamanschule Grabenstetten
Flammen schlagen aus dem Gebäude und über dem Ort ist eine riesige Rauchsäule zu sehen. Foto: Andreas Fink
Flammen schlagen aus dem Gebäude und über dem Ort ist eine riesige Rauchsäule zu sehen.
Foto: Andreas Fink