Eine Idee, die gut ankam. So viele Besucher waren es bei den vorhergegangenen Festen selten. »Wobei natürlich auch das Wetter eine Rolle spielt«, weiß Ruoff. Eine weitere Neuheit war der Lageplan. Anstatt wie zuvor die Entenbachstraße komplett im Fest zu integrieren, wurde dieses Mal die Mittelstädter Straße eingeschlossen.
Die dortigen Geschäfte fühlten sich früher ausgegrenzt und brachten diesen Vorschlag selbst vor. Nun luden rund 35 Stände und Geschäfte zum Verweilen ein. Egal ob für Kinder, Schüler, Mann oder Frau, für jeden Geschmack war mindestens eine Attraktion geboten.
Schreibwettbewerb
So konnten die Kinder beim Schminken oder bei der Spielwiese verweilen, die Schüler bei einem Schreibwettbewerb mitmachen, Häuslebauer sich über Solaranlagen und Autobegeisterte über Flüssiggastanks informieren.Zusätzlich zu den Angeboten hatten die teilnehmenden Geschäfte einen verkaufsoffenen Sonntag mit ebenfalls vielen Angeboten.
Da sich der Zigeunerbrunnen nicht im Ortszentrum, sondern an der L 374 Richtung Mittelstadt befindet, stand nur sein Name im Mittelpunkt. »Er soll daran erinnern, dass wir Riedericher früher Zigeuner aufnahmen und deswegen auch als solche bezeichnet wurden«, so Ruoff.
Nur ein kleines Ärgernis gab es: Ein paar Geschäfte schummelten sich, ohne sich anzumelden, in die Festivität hinein und »profitieren vom Engagement der anderen«. Uli Ruoff zeigte sich gelassen, möchte das Thema aber dennoch bei der Nachbesprechung auf den Tisch bringen und Konsequenzen ziehen.
Abgesehen davon waren die Veranstalter mit dem Ergebnis des Zigeunerbrunnenfestes sehr zufrieden. Die Besucher aus Riederich und aus der Umgebung ebenfalls. (bec)
