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Es muss nicht Olympia sein, darf aber gern: Sportlerehrung Bad Urach

Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Literweise Schweiß vergossen haben die Uracherinnen und Uracher, die jetzt bei der Sportlerehrung im Mittelpunkt standen.

Sportlerehrung in der Schlossmühle von Bad Urach.
Sportlerehrung in der Schlossmühle von Bad Urach. Foto: Andreas Fink
Sportlerehrung in der Schlossmühle von Bad Urach.
Foto: Andreas Fink

BAD URACH. Es muss ja nicht gleich Olympia sein, wobei ein paar Jugendliche aus Bad Urach in diese Richtung schauen, wie jetzt bei der Sportlerehrung in der Schlossmühle klar geworden ist. Ganz vorn: Anna-Maria Shatokhin. Die 18-jährige Schülerin hat bei der Europameisterschaft zusammen mit ihren Rhythmische-Sportgymnastik-Teamkolleginnen Bronze gewonnen. Sie lebt in Bad Urach, trainiert aber am Bundesstützpunkt Fellbach-Schmiden. Das war's noch nicht in diesem Jahr: Bei der WM in Rio de Janeiro wurde sie mit der deutschen Nationalgruppe im Team Weltmeisterin.

Ob sie noch Ziele habe, wollte Bürgermeister Elmar Rebmann von der 18-Jährigen wissen. Die sagte ganz selbstbewusst »2028«. Da sind die Olympischen Spiele in Los Angeles. Sie will alles tun, um hier dabei zu sein. Alles tun heißt in diesem Fall: sechs Mal Training in der Woche, zwei Mal am Tag - unterm Strich kommt sie auf 35 bis 40 Stunden. Sie habe als kleines Kind schon sehr viel Energie gehabt, sagt sie, und sei dann irgendwann entdeckt worden. Und trainiert seither eisern. Wenn es Anna-Maria Shatokhin zu den Spielen in LA schafft, ist sie die zweite Uracherin, die bei dem größten Traum aller Sportler antritt. 1968 belegte der Nordische Kombinierer Günter Naumann bei den Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble den 14. Platz.

Ohne Training ist alles nichts

»Jugend trainiert für Olympia« ist der größte Schulsportwettbewerb der Welt. Bis ins Landesfinale hat sich eine ganze Reihe von Schülerinnen und Schülern des Graf-Eberhard-Gymnasiums höchst erfolgreich geschlagen. Die jungen Turnerinnen trainieren auch schon fünf Mal in der Woche. »Und das neben der Schule: Ich bin baff«, so Bürgermeister Elmar Rebmann, »habt Ihr noch Zeit für was anderes?« Die schüchterne, aber klare Antwort: »Ja!« Wer erfolgreich werden wil, muss nicht nur eisernen Trainingswillen haben, sondern braucht auch gute Voraussetzungen: In Hülben, wo viele trainieren, gibt's eine Schnitzelgrube, in Neckartenzlingen wird gerade eine gebaut.

Die Fahnenschwinger des Fanfarenzugs Bad Urach sind - zusammen mit dem Fanfarenzug - nicht nur Teil des Stadtbilds bei Großveranstaltungen wie dem Schäferlauf, sie sind auch sportlich erfolgreich. Bei den Deutschen Meisterschaften haben es beim Fahnenhochwurf mehrere aufs Siegertreppchen geschafft. 2003 richtete der Fanfarenzug die Weltmeisterschaft im Fahnenhochwurf in Bad Urach aus. Könnte gut sein, dass das nicht das letzte Mal war, ließen die Fahnenschwinger durchklingen. Immer für Erfolge gut sind die Menschen, die bei der BruderhausDiakonie leben und arbeiten. Sie bringen mit schöner Regelmäßigkeit Medaillen und gute Laune von den Special Olympics mit. (GEA)