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Ermstalmarathon und verkaufsoffener Sonntag füllen Metzinger Innenstadt

Tausende Besucher feiern die Läufer am Kelternplatz oder shoppen in der Outletcity. Mehr als 3.000 Sportler auf der Strecke sorgen für einen Rekord.

Läufergruppe mitten im Ermstal in Dettingen.
Läufergruppe mitten im Ermstal in Dettingen. Foto: Jürgen Meyer
Läufergruppe mitten im Ermstal in Dettingen.
Foto: Jürgen Meyer

METZINGEN. Bereits am frühen Morgen ist der Metzinger Kelternplatz Sammelpunkt für rund eintausend Menschen, die sehnlichst den Startschuss des diesjährigen Ermstalmarathon erwarten. Insgesamt 770 Läufer nehmen ab neun Uhr den Halbmarathon über Dettingen und Bad Urach auf sich und werden nach dem Startschuss frenetisch von Freunden, Familie und den zahlreich erschienenen Interessierten angefeuert.

Genau einer Stunde, acht Minuten und zehn Sekunden später erreicht Arron Nitschke mit der Startnummer 825 dann unter donnerndem Applaus wieder das Ziel. Der Läufer vom »Adelaide University Athletic Club« teilt sich das Siegertreppchen mit den Zweit- und Drittplatzierten Christian Reusch und Marc-Daniel Ahrend.

Stolze Gewinner

Auch die Läufer der Strecken zehn und fünf Kilometer lassen sich bei ihrer Ankunft am Kelternplatz feiern und posieren mit strahlendem Lächeln und Medaille um den Hals vor der Fotowand oder genießen eine kostenlose Massage für ihre müden Beine. Bei den in Bad Urach gestarteten Zehn-Kilometer-Läufern erreicht unter den Männern Dominik Notz als erster das Metzinger Stadtzentrum. Leah Hanle überquert als erste Frau die Ziellinie.

Lounik und Sven holen sich nach erfolgreich überstandenen fünf Kilometern Glückwünsche von ihren Freunden ab: »Ich wollte unbedingt meine bisherige Bestzeit überbieten«, erklärt Sven – mit einer Zeit von 21:12 Minuten hat der Pliezhäuser sein Ziel erreicht. »Als nächstes wollen wir es packen, unter 20 Minuten zu laufen«, meint Lounik hoch motiviert. Dem Läufer aus Rübgarten fehlten hierfür nur elf Sekunden, »aber beim nächsten Mal klappt es«, sagt er zuversichtlich.

Warteschlangen in der Outletcity

Für viele der stolzen Medaillenträger geht es am Mittag auf ein Erfrischungsgetränk oder eine wohlverdiente Mahlzeit in die Stadt, wo sich ab 13 Uhr für den verkaufsoffenen Sonntag die Straßen füllen. Am Rathausplatz erfrischen sich Jungs und Mädchen unter strahlendem Sonnenschein im Planschbecken oder der aufblasbaren Wasserrutsche, während ihre Eltern in Strandliegen unter Sonnenschirmen Schutz vor der Hitze suchen.

Währenddessen füllt sich auch die Outlet-City schnell. An Läden wie dem Schmuckgeschäft »Pandora« stehen bereits 30 Minuten nach Eröffnung rund 25 Menschen Schlange. Ähnlich sieht es bei den Sportoutlets aus, wo Regine Schach auf der Suche nach neuen Turnschuhen ist. Die Ulmerin kommt mehrmals im Jahr für den verkaufsoffenen Sonntag nach Metzingen. »Das ist der einzige Tag in der Woche, an dem ich Zeit habe«, erklärt sie und ist dadurch vom großen Anlauf in der Stadt kaum überrascht: »Den anderen geht es bestimmt ähnlich«, vermutet sie.

Ein hochzufriedener Bürgermeister

Hubert Köhler ist gemeinsam mit seiner Ehefrau sogar aus Nordrhein-Westfahlen angereist. Zwar nicht speziell für den verkaufsoffenen Sonntag, »aber bei unseren jährlichen Besuchen in der Region ist Metzingen Pflicht«, erzählt er. Am frühen Nachmittag war die Shopping-Tour der Köhlers jedenfalls schon sehr erfolgreich: Mit vollgepackten Händen zieht das Paar glücklich weiter.

Erster Bürgermeister Patrick Hubertz ist am Abend ebenfalls "mehr als zufrieden." Ziel des Stadtmarketings war es, am Sonntag nicht nur die Outletcity, sondern auch die Innenstadt rund um die Stuttgarter Straße zu beleben - ein voller Erfolg: "Natürlich haben wir da auch vom schönen Wetter profitiert", gibt Hubertz zu, aber das war ein Anlauf, den wir nur an wenig anderen verkaufsoffenen Sonntagen hatten." Der Verkehr litt laut Angaben des Bürgermeisters auch nicht unter den hohen Besucherzahlen. Rundum war der Sonntag für Hubertz ein "Highlight", auf das man in Zukunft bauen könne. (GEA)