Logo
Aktuell Nahverkehr

Dettinger Ortslinie wird Teil der Bündelausschreibung

Gemeinderäte befürchten, dass die Kommune mit Beitritt zum Linienbündel Bad Urach ab 2026 mehr zahlen muss. Aber: Sie erwarten auch Vorteile in Service und Verlässlichkeit.

Die Ortslinie 101 ist den Gemeinderäten wichtig, sie wird künftig Teil des Lininebündels Bad Urach sein und vom Landratsamt ausg
Die Ortslinie 101 ist den Gemeinderäten wichtig, sie wird künftig Teil des Lininebündels Bad Urach sein und vom Landratsamt ausgeschrieben. Foto: Oechsner
Die Ortslinie 101 ist den Gemeinderäten wichtig, sie wird künftig Teil des Lininebündels Bad Urach sein und vom Landratsamt ausgeschrieben.
Foto: Oechsner

DETTINGEN. Seit Dezember 2022 fährt die Dettinger Ortsbuslinie 101 in einem engeren Takt und die Streckenführung wurde erheblich erweitert; bislang hat die Gemeinde die Ausschreibung in Eigenregie vorgenommen. Das wird sich ab 1. August 2026 ändern, dann ist die innerörtliche Linie Teil des Linienbündels Bad Urach – die europaweite Ausschreibung mit Start im Mai dieses Jahres wird dann vom Landratsamt übernommen. Dem Vorgang stimmte der Dettinger Gemeinderat letztlich zwar einstimmig zu, doch unter anfänglichen Bedenken. Bislang belaufen sich die jährlichen Kosten für die Linie 101 auf etwa 95 000 jährlich, basierend auf einem 2022 abgeschlossenen Vertrag mit der Firma Leibftritz zu laut Ordnungsamtsleiterin Anna-Lena Fritz hervorragenden Konditionen.

Und da liege für ihn der Knackpunkt, so Frank Schwaigerer von der Unabhängigen Liste: Man werde bei einer Bündelungsausschreibung künftig sicher mehr zahlen müssen, das sei angesichts der schwierigen Haushaltslage durchaus ein Thema. Außerdem, so seine Bedenken: »Wir binden uns für zehn Jahre an die Bündelausschreibung«. Laut Michael Allmendinger habe auch die CDU-Fraktion das Für und Wider abgewogen, man rechne mit einem guten Preis angesichts der Masse an Linien. »Wir wollen und müssen den öffentlichen Personennahverkehr puschen und attraktiveren«, machte er deutlich, die Ortslinie sei wichtig.

Ziel: Verwaltungsaufwand reduzieren

Das Ergebnis der Ausschreibungen müsse man, so Bürgermeister Michael Hillert erst abwarten: »Jeder Euro, den wir extra ausgeben müssen, ist blöd«, stellte er fest. Er vermute aber, dass die Gemeinde finanziell besser wegkomme. Diese Einschätzung teilte auch Anna-Lena Fritz, seit 2020 arbeite die Gemeinde an der Aufnahme in der Linienbündelung. Wenn die Gemeinde selbst ausschreiben würde, könne der aktuelle Vertrag mit dem Busanbieter zu den Konditionen sicher nicht mehr gehalten werden.

Eine Bündelausschreibung reduziere den Verwaltungsaufwand für die Gemeinde, sie biete laut Verwaltung auch Vorteile in Effizienz und Flexibilität. Das sah auch FWV-Fraktionsvorsitzender Rolf Hägele so: Die Servicequalität wie auch die Verlässlichkeit könnten im Verbund verbessert werden, so könnte auf Ausfälle von Busfahrern reagiert werden. (GEA)