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Aktuell Inklusion

Barrierefreiheit am Bahnhof - Viel Wut auf die Deutsche Bahn

»In Metzingen wird die Inklusion mit Füßen getreten«, lautete ein Kommentar von Thomas Zecher am Freitagabend. Der Inhaber der Medienakademie lud im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Bürgerforum« in sein Café, um die fehlende Barrierefreiheit am Bahnhof zu diskutieren. Das Interesse war riesig, ebenso wie die Wut auf die Deutsche Bahn. Auch das Vorgehen der Stadtverwaltung wurde von einzelnen Stimmen heftig kritisiert.

Moderatorin Vanessa Luise Koch mit Metzingens Erster Bürgermeisterin Jaqueline Lohde sowie der betroffenen Karola Meisborn.
Moderatorin Vanessa Luise Koch (rechts) im Gespräch mit Metzingens Erster Bürgermeisterin Jaqueline Lohde sowie der betroffenen Karola Meisborn. Foto: Till Börner
Moderatorin Vanessa Luise Koch (rechts) im Gespräch mit Metzingens Erster Bürgermeisterin Jaqueline Lohde sowie der betroffenen Karola Meisborn.
Foto: Till Börner

METZINGEN. Seitdem die Deutsche Bahn im Sommer 2016 den sogenannten Karrenübergang aus Sicherheitsgründen schloss, sind die Gleise zwei und drei für Gehbehinderte oder Menschen mit Kinderwagen nicht mehr erreichbar. Um die Mobilitätseinschränkung nicht zum Dauerzustand werden zu lassen, versprach die Bahn eine Alternativlösung. »Wir sind seitdem aber keinen Schritt weitergekommen«, erklärte Metzingens Erste Bürgermeisterin Jaqueline Lohde auf die Frage von Moderatorin Vanessa Luise Koch. Obwohl der Gemeinderat 75 000 Euro für eine Vorplanung genehmigt hat, tut sich auf Seiten der Bahn wenig. Bei den Besuchern der Medienakademie löste diese Nachricht viel Ärger aus und zahlreiche Vorschläge und Ideen wurden diskutiert.