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Aktuell Förderung

Bad Urach erhält 100.000 Euro für Entwicklung des Geländes der ehemaligen Ermstalklinik

Was wird aus dem 4,3 Hektar großen Areal der ehemaligen Kreiskliniken? Bad Urach bekommt vom Land Fördergelder für ein Konzept.
Was wird aus dem 4,3 Hektar großen Areal der ehemaligen Kreiskliniken? Bad Urach bekommt vom Land Fördergelder für ein Konzept. ARCHIVFOTO: KLINIKEN Foto: Pr Public Relations
Was wird aus dem 4,3 Hektar großen Areal der ehemaligen Kreiskliniken? Bad Urach bekommt vom Land Fördergelder für ein Konzept. ARCHIVFOTO: KLINIKEN
Foto: Pr Public Relations

BAD URACH. Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen fördert im Rahmen des Programms »Flächen gewinnen durch Innenentwicklung« in diesem Jahr 19 Projekte sowie einen Flächenmanager in Pfullingen mit insgesamt 941.000 Euro. Den zweitgrößten Anteil der Fördergelder hat die Stadt Bad Urach für die »Quartiersentwicklung auf dem Gelände der ehemaligen Ermstalklinik« erhalten.

»Das ist ein erster, guter Schritt«, freut sich der Uracher Bürgermeister Elmar Rebmann. Nachdem das allgemeine Wehklagen über das Aus der Ermstalklinik verklungen ist, sehen die Uracher immer deutlicher die Möglichkeiten, die das rund 4,3 Hektar große Areal bietet. Rebmann hebt die Lage mitten in der Stadt hervor. Platz nicht nur für Wohnraum, sondern auch beispielsweise für ein Gesundheitszentrum. Auch das DRK hat schon lange signalisiert, dass es hier eine neue Rettungswache bauen will. Es gibt noch weiter Ideen: Im Kreistag war die Rede war von einem großer Träger der Alten- und Behindertenhilfe.

Ausweichplatz fürs Gymnasium

Und dann ist da noch die Stadt selbst, auf deren Gemarkung das Filetstück liegt, wie es der Bürgermeister bezeichnet. Das Krankenhaus-Areal soll eine zentrale Rolle spielen, wenn es um die Zukunft des Graf-Eberhard-Gymnasiums geht. Das muss bekanntlich dringend saniert – oder gleich abgerissen und neu gebaut werden. Egal, für welche Entscheidung sich die Stadt entscheidet: In der Zwischenzeit brauchen Schüler und Lehrer einen Bau, in dem der Unterricht weiterlaufen kann. Rebmann hat schon mehrfach gesagt, dass eine Container-Lösung noch teurer wäre als die ehemalige Ermstalklinik zu einer Interims-Schule umzubauen.

»In diesem Monat läuft die Untersuchung zwischen Sanierung und Neubau«, sagt der Bürgermeister. Hier hat letztlich das Land das Sagen. Grundsätzlich muss nämlich Stuttgart entscheiden, ob ein früher vom Land gefördertes Gebäude heute wieder abgebrochen werden darf. Rebmann würde einen Neubau vorziehen. Sündhaft teuer wird beides, derzeit stehen Baukosten in Höhe von 45 Millionen im Raum, »bei einem Neubau sind wir aber freier, wenn es um die Weiterentwicklung der Schule – konkret um die gewünschten Lernlandschaften – geht«.

»Wenn wir im Frühjahr 2025 die Entscheidung über Sanierung oder Neubau haben, sind wir gut unterwegs«, sagt Rebmann, »dann können wir die nächsten Pläne machen.« Jetzt beflügelt von 100.000 Euro Fördermitteln. (GEA)