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Aktuell Pandemie

Kulturszene in der Region zwischen Corona-Frust und Hoffnung

Von Klassik bis Kleinkunst, von Theater bis Rock-Pop und Musical: Überall herrscht angesichts der Pandemiebeschränkungen im Land derzeit das große »Ja, aber«. Ja, es kann gespielt werden – aber nur vor halb vollen Sälen. Ja, der Bund hat Kompensationen angekündigt – was nicht hilft, wenn ganze Tourneen wegbrechen. Der GEA hat sich bei Kultureinrichtungen in der Region und in Stuttgart umgehört – eine Branche im Wechselbad der Gefühle.

Leere Sitzreihen in einem Theater.
Leere Sitzreihen in einem Theater. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Leere Sitzreihen in einem Theater.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

REUTLINGEN/STUTTGART. Wie’s aussieht, bleibt den Kultureinrichtungen diesen Winter ein Komplett-Lockdown erspart. Die Einschränkungen durch Land und Bund, um die Coronapandemie einzudämmen, treffen Theater und Konzertveranstalter jedoch auch so mit Wucht. Maximal 750 Besucher, maximal halb gefüllte Säle, dazu »2G-Plus«: Unter diesen Bedingungen hat sich das Kulturleben auch ohne Lockdown ausgedünnt.

Den Reutlinger Einrichtungen droht neben der Flaute durch Corona auch noch das Reutlinger Haushaltsloch: Die städtischen Zuschüsse sollen auf dem Stand von 2020 eingefroren werden – während die Kosten weiter steigen. Schlaglichter aus einer Branche in schwierigen Zeiten.

- Württembergische Philharmonie

620 Besucher darf das Orchester nach der 50-Prozent-Regel in die Stadthalle lassen. Das kriegt man hin, wie Intendant Cornelius Grube versichert. Der freie Verkauf sei gestoppt oder begrenzt worden; viele Inhaber von Aboplätzen hätten ihre Abos ausgesetzt, diese Möglichkeit habe man angeboten. Schädlich sei das Hin und Her bis zur jetzigen Regelung gewesen, das habe die Leute verunsichert.

Während die WPR ihre Konzerte in Reutlingen spielen kann, haben viele Veranstalter abgesagt, bei denen man Gastspiele gehabt hätte. Das Neujahrskonzert etwa kann daher statt acht Mal nur fünf Mal gespielt werden. Weniger Einnahmen sind die Folge. Das treffe auch die Künstler und Dirigenten. Man versuche, dafür Ausfallhonorare zu zahlen, das kompensiere aber nicht alles.

Die Junge Sinfonie (hier Solist Thomas Haas) will an Silvester spielen.
Die Junge Sinfonie (hier Solist Thomas Haas) will an Silvester spielen. FOTO: KNAUER
Die Junge Sinfonie (hier Solist Thomas Haas) will an Silvester spielen. FOTO: KNAUER

Wirtschaftlich sei das Ganze ein Desaster, sagt Grube. Umso verheerender sei es, wenn die Stadt nun ihren Zuschuss auf dem Stand von 2020 einfrieren wolle. Die Tariflöhne der Musiker und Angestellten stiegen schließlich weiter.

Problematisch zudem: »Wir können im Moment kein neues Publikum gewinnen.« Während man gleichzeitig altersbedingt Besucher verliere. So sei die Zahl der Abonnenten in der Coronazeit um rund ein Drittel gesunken.

- franz.K, Reutlingen

»Frustriert« zeigt sich franz.K-Leiter Andreas Roth. Auch das Soziokulturzentrum trifft die Ankündigung der Stadt, die Zuschüsse auf dem Stand von 2020 einzufrieren, ins Mark. Gerade dann, wenn man den Partner am dringendsten brauche, werde man hängen gelassen.

Im franz.K hat man vorsichtshalber (von einer Ausnahme bei Urban Priol abgesehen) von sich aus nur 138 der möglichen 400 Plätze besetzt – damit kann man die Vierertische im Saal auf Abstand stellen. Ausgleichszuschüsse, etwa aus dem Sonderfonds Kultur des Bundes, nehme man wenn möglich in Anspruch. Roth: »Ich habe noch so viele Anträge gestellt!« Zugute komme das Geld vor allem den Künstlern, denen man auf diese Weise mehr als die Grundgage zahlen könne. Trotzdem sind fast alle Musikveranstaltungen weggebrochen – weil Tourneen abgesagt wurden, weil Stehplatzkonzerte derzeit nicht gehen. Übrig geblieben sei fast nur die Kleinkunst.

Kleinkunst geht noch am ehesten: Thomas Schmidt im franz.K.
Kleinkunst geht noch am ehesten: Thomas Schmidt im franz.K. FOTO: KNAUER
Kleinkunst geht noch am ehesten: Thomas Schmidt im franz.K. FOTO: KNAUER

Ein Lichtblick ist der Echaz-Hafen. Die Open-Air-Spielstätte habe dem franz.K ein noch größeres finanzielles Desaster erspart. Auf dem Echaz-Hafen, der im Mai wieder öffnen soll, liegen auch die Hoffnungen für das kommende Jahr. Die großen Befürchtungen liegen hingegen bei den Sparplänen der Stadt.

- Sudhaus, Tübingen

Auch am Sudhaus sind fast alle Konzerte gestrichen, nur kleinere Veranstaltungen übrig geblieben, meist im Bereich Kabarett/Comedy. Das Publikum sei extrem zögerlich, sagt Sudhausleiter Adalbert Sedlmeier. Immerhin kämpft die Stadt Tübingen als Geldgeber mit keinem vergleichbaren Finanzloch. Sedlmeier nimmt die Sache fatalistisch, die Pandemie ist nun mal da, und hofft darauf, dass man im Frühjahr wieder durchstarten kann. Es schmerzt ihn aber schon, dass der ganz neu aufgestellte Konzertsaal-Komplex nun nicht voll bespielt werden kann. 240 statt 480 Besucher dürfen laut 50-Prozent-Regel rein.

FOTO: MORAWITZKY
Bei Rockmusik, hier Martin Barre im Sudhaus, geht fast nichts. FOTO: MORAWITZKY
Bei Rockmusik, hier Martin Barre im Sudhaus, geht fast nichts. FOTO: MORAWITZKY

Finanziell werde es »total knapp«, Kurzarbeit sei eine Option. Nach Zuschüssen schaue man sich um, aber das kompensiere nicht alles. Sedlmeier rechnet damit, dass es länger dauert, bis das Publikum in vorheriger Zahl zurückkehrt. Hoffnungsschimmer ist auch hier die Open-Air-Situation: Mit dem weitgehend aus Corona-Mitteln finanzierten neuen Sitzbereich der Waldbühne kann man nun ganz anders planen – da hat man auch schon einige Acts im Blick.

»Ich weiß nicht, wie ichdie Mindereinnahmenkompensieren soll«

- Theater Die Tonne, Reutlingen

»Wir sind zum Teil immer noch in Kurzarbeit«, sagt Tonne-Verwaltungsleiter Matthias Schmied. Was daran liege, dass man als Theater nicht ausgelastet sei. In guten Jahren spielt die Tonne 30 Prozent ihres Budgets selbst ein – die Miete rausgerechnet. Derzeit, so Schmied, sind es »fünf bis acht Prozent«. Dennoch hat die Tonne 2020 durch Hilfen wie Kurzarbeit, Rettungsschirm und Novemberhilfe mit einem Plus von 120 000 Euro abgeschlossen und dieses Geld an die Stadt Reutlingen abgeführt. Wobei die Leidtragenden dieses »positiven« Ergebnisses die Honorarempfänger waren, die, als nicht gespielt werden durfte, kein Honorar bekamen. Seit nur noch 50 Prozent der Plätze besetzt werden dürfen, war die Tonne nur einmal in der Verlegenheit, nicht alle Besucher unterbringen zu können: Etliche Theateroffensive-Abonnenten nutzten das Angebot von Kulturamt und Tonne und wichen auf andere Vorstellungstage aus.

Szene aus »Einer flog über das Kuckucksnest« an der Tonne.
Szene aus »Einer flog über das Kuckucksnest« an der Tonne. FOTO: ARMBRUSTER
Szene aus »Einer flog über das Kuckucksnest« an der Tonne. FOTO: ARMBRUSTER

Die Kartenbuchungen für Silvester sind noch überschaubar. »Früher«, sagt Schmied, »haben wir da bis zu fünf Prozent unseres Jahresumsatzes gemacht.« Undenkbar in Zeiten, in denen das Publikum so verunsichert ist. Mindestens eine von vier Silvester-Vorstellungen ist daher bereits abgesagt.

Unmut über 2G+ bekommen die Theatermacher fast nie zu hören. »Wir haben ein sehr diszipliniertes, verständnisvolles Publikum.« Das mitunter auch die Möglichkeit zu einem freiwilligen Test in der hauseigenen Teststation nutzt, obwohl es schon geboostert ist.

- LTT, Tübingen

Das Publikum sei tapfer, lobt LTT-Intendant Thorsten Weckherlin. »Ich weiß, dass die, die jetzt noch kommen, immer kommen werden.« Annähernd die erlaubten 50 Prozent Auslastung in den Spielstätten bedeutet das allerdings nicht. Doch Weckherlin freut sich, »dass wir weiter spielen dürfen«. Und dass Landesregierung und Stadt Tübingen signalisieren, dass sie keine Mittelkürzungen anstreben. Durch die Lockdowns fehlt dem LTT allerdings ein Teil der Eigeneinnahmen, die normalerweise bis zu 20 Prozent des Theaterbudgets ausmachen. »Ich weiß nicht, wie ich das zurzeit kompensieren soll«, sagt Weckherlin. Dieses übers Ticketing und den Gastspielverkauf eingenommene Geld fließt üblicherweise in Gagen der Regisseurinnen und Ausstatter und wird für die Materialkosten benötigt.

Szene aus »Siri und die Eismeerpiraten« am Jungen LTT.
Szene aus »Siri und die Eismeerpiraten« am Jungen LTT. FOTO: SIGMUND
Szene aus »Siri und die Eismeerpiraten« am Jungen LTT. FOTO: SIGMUND

Eine Theatersport-Vorstellung am LTT wurde abgesagt. Da es keine Weihnachtsfeiern mehr gebe, so Weckherlin, entfielen derzeit auch die Besuche von Menschen, »die sich den Spaß gönnen, in einer geschlossenen Weihnachtsparty-Gruppe Theatersport zu erleben«.

- Zimmertheater Tübingen

Es sei schon paradox, sagt Zimmertheater-Intendant Dieter Ripberger: einerseits als Bürger angehalten zu sein, möglichst nicht aus dem Haus zu gehen und Menschenansammlungen zu meiden, andererseits als Theater qua Verordnung von der Landesregierung einen Spielbetrieb genehmigt zu bekommen. »Von links wird dem Publikum zugeflüstert: Bleib ja daheim! Und von rechts flüstern wir als Theater: Komm zu uns, es ist alles sicher!« Dass das Kulturpublikum da in einer großen Verunsicherung stecke, sei nachvollziehbar. Schon beim Spielzeitstart hat das Zimmertheater daher auf eine »Wohlfühlkapazität« gesetzt. In der Vorausahnung, dass der Herbst eher schwierig werden würde, was den Publikumszuspruch angeht, gingen nur zwei Drittel der Karten in den Verkauf. »Das hat sich als gut erwiesen«, sagt Ripberger. Nun gilt die Obergrenze von 50 Prozent. Die Publikumsnachfrage sei in dem Moment drastisch gesunken, als 2G+ eingeführt wurde. Auch bei den Silvestervorstellungen sei noch viel Platz. »Die Leute halten sich zurück.«

Mit Blick auf die Wirtschaftlichkeitshilfen des Bundes habe man bereits im Juli »alles registriert, was wir bis dahin wussten – alle Veranstaltungen bis März«. Das Abrechnungsverfahren sei allerdings kompliziert, wie immer, wenn der Bund eine Idee habe und die Länder es dann umsetzten. »Ich gehe fest davon aus, dass wir da zum Zug kommen.«

»Wir freuen uns, dass wir überhauptspielen können«

- Theater Lindenhof, Melchingen

Bei der Premiere von »Der Brandner Kaspar kehrt zurück« Ende Oktober und den folgenden Vorstellungen habe Leben in der Bude geherrscht, sagt Christian Burmeister-van Dülmen, kaufmännischer Leiter des Theaters Lindenhof. Mit der angespannten Corona-Situation und neuen Beschränkungen im Dezember seien die Kartenverkäufe dann aber eingebrochen. Die, die in die Vorstellungen kämen, seien glücklich, dass weiter gespielt wird, aber es seien wenige. »Das macht uns zu schaffen und lässt uns nicht gerade froh in die Zukunft blicken.« Finanziell gesehen gehe das Jahr durch Nothilfen und Sonderprogramme einigermaßen glimpflich zu Ende.

Eine Bürde für den Lindenhof ist, dass er normalerweise 50 bis 60 Prozent Eigenanteil erwirtschaftet. »Das fällt uns jetzt auf die Füße«, so Burmeister-van Dülmen. »In früheren Jahren konnte man immer noch reagieren, wenn es mal eng wurde. Wenn man sich verkalkuliert hatte oder ein Stück nicht gut ankam. Dann konnte man mehr auf Gastspiele setzen, ein anderes Stück machen oder sich noch einen Partner suchen.« Diese Möglichkeit, aus Eigeninitiative mehr Einnahmen zu generieren, sei im Moment fast nicht gegeben. Nicht zuletzt, weil auch die Partnerkommunen des Regionaltheaters sich zurückhalten.

- Musicals in Stuttgart

Die gute Nachricht: Die beiden Musical-Theater der Stage Entertainment in Stuttgart Möhringen spielen. Damit ist die Situation schon mal weniger desaströs als 2020, als die kommerzielle Musicalbranche pandemiebedingt viele Monate völlig abtauchte. Stephan Jaekel, Kommunikationsdirektor in der Hamburger Zentrale von Stage Entertainment, ist daher optimistischer als damals. Wermutstropfen: Beide Theater dürfen laut Landesverordnung nur zu 50 Prozent mit Zuschauern gefüllt werden. Das schmerze schon, auch weil sowohl »Aladdin« im Apollo-Theater wie »Tanz der Vampire« im Palladium-Theater nach der Coronapause einen tollen Zuspruch erlebt hätten.

Szene aus dem Musical »Aladdin« im Musical-Theater Stuttgart.
Szene aus dem Musical »Aladdin« im Musical-Theater Stuttgart. Foto: Deen vanMeer/Stage Entertainment
Szene aus dem Musical »Aladdin« im Musical-Theater Stuttgart.
Foto: Deen vanMeer/Stage Entertainment

Es schmerzt aber auch, weil eine Publikumsauslastung mit 50 Prozent nicht die Kosten deckt. Jede Aufführung produziere also ein Minus, »sonst müssten wir 300 Euro Eintritt verlangen und das wollen wir nicht«, so Jaekel. Stage Entertainment kann sich das leisten, weil man einen finanzkräftigen Eigentümer in den USA hinter sich weiß, bei dem man sozusagen hausintern Kredit hat. Und weil man damit rechnet, dass der Zustand nur wenige Monate anhalten wird. Zudem betrifft die Einschränkung nicht alle Bundesländer: An den wichtigen Standorten Hamburg und Berlin kann Stage seine Säle unter 2G-Auflagen voll mit Publikum bestücken. Überdies besteht die Hoffnung, den Verlust über Coronagelder des Bundes ausgeglichen zu bekommen, »auch wenn wir uns dafür natürlich finanziell total nackig machen müssen«. Jaekels Fazit: »Wir werden Schulden aufhäufen, aber wir schaffen das.« Nur bloß kein Totalstillstand mehr wie im Winter zuvor.

- Staatsoper Stuttgart

Optimismus auch bei Viktor Schoner, Intendant der Stuttgarter Staatsoper: Zwar darf er den Saal im Moment nur halb füllen (704 Plätze statt 1 408) – doch müsse man froh sein, überhaupt spielen zu können – »in Sachsen ist immer noch zu«. Kurzfristig mussten Karten zurückgegeben werden, weil bereits zu viele verkauft waren – wer früh gekauft hatte, bekam dabei den Vorrang. Begeistert ist Schoner von der Treue seines Opernpublikums: Man habe zuletzt 500 zusätzliche Abos verkauft – trotz Pandemie!

Die Stuttgarter Oper spielt: Hier Ida Ränzlöv in Wagners »Rheingold«.  FOTO: BAUS
Die Stuttgarter Oper spielt: Hier Ida Ränzlöv in Wagners »Rheingold«. FOTO: BAUS
Die Stuttgarter Oper spielt: Hier Ida Ränzlöv in Wagners »Rheingold«. FOTO: BAUS

Die nächsten Premieren mit Vivaldis »Juditha triumphans« (16. Januar), Humperdincks »Hänsel und Gretel« (6. Februar) und Wagners »Walküre« (10. April) können Stand jetzt stattfinden. Heute, 15. Dezember, startet der Vorverkauf für Januar. »Da bin ich etwas nervös«, aber er setze auf das tolle Publikum.

Auch das Frühjahrsfestival im April mit Diskussionen und Ausstellungen zu Wagner im Umfeld der »Walküren«-Premiere sieht Schoner als nicht gefährdet an. Die finanziellen Folgen werde man erst im Laufe von 2022 abschätzen können. Für private Veranstalter sei das Problem viel komplexer als für ein subventioniertes Staatstheater. Man müsse schauen, ob der Sonderfonds des Bundes auch Mindereinnahmen von Staatstheatern ausgleiche. Der Staat habe ein Interesse, dass die Kultur nicht kaputtgehe. »Aber jetzt spielen wir erst einmal!«

- SKS Russ, Stuttgart

Geteilte Welt bei SKS Russ, einem der großen privaten Stuttgarter Veranstalter: In der Klassik-Sparte mit Konzerten meist in der Liederhalle könne mit der 50-Prozent-Regel weiterhin vieles realisiert werden, sagt Geschäftsführer Paul Woog. Bestuhlte Konzerte mit festen Plätzen seien gut realisierbar. Zum Ausgleich der Mindereinnahmen setzt auch er auf den Sonderfonds Kultur des Bundes.

Stehkonzerte, wie im Rock-Pop-Bereich üblich, seien wegen der nicht einhaltbaren Abstände hingegen derzeit kaum möglich. Zudem müssten clubähnliche Konzerträume wie das LKA per se schließen. Und fast alle Tourneen der großen Rock-Pop-Stars seien abgesagt. Die Rock-Pop-Szene liegt denn auch in Stuttgart von Ausnahmen abgesehen momentan darnieder. Für SKS Russ sei daher Kurzarbeit in bestimmten Bereichen nach wie vor ein Thema, so Woog. Leidtragende seien neben den Künstlern selbst vor allem die Bühnentechniker. Viele seien bereits in andere Branchen abgewandert, es sei schwierig, überhaupt noch Bühnenpersonal zu bekommen. »Wer sich was dazuverdienen will, möge sich melden, wir brauchen unbedingt Leute für die Open-Airs im Sommer!«

Woogs Appell: »Wann immer was stattfindet, gehen Sie hin!« So könne man Künstler und Bühnenpersonal unterstützen. Man habe unendlich in Hygienekonzepte und Technik investiert: »Die Veranstaltungen sind wirklich sicher!« (GEA)