Logo
Aktuell Talk

Claus Peymann erzählt

Der langjährige Chef des Berliner Ensembles sprach im Talk in der Reutlinger Kreissparkasse über bewegte Stuttgarter Zeiten.

»Theaterkönig« Claus Peymann in der Reutlinger Kreissparkasse.  FOTO: TRINKHAUS
»Theaterkönig« Claus Peymann in der Reutlinger Kreissparkasse. FOTO: TRINKHAUS
»Theaterkönig« Claus Peymann in der Reutlinger Kreissparkasse. FOTO: TRINKHAUS

REUTLINGEN. Wenn es um Werte gehe, scheue er nicht davor zurück, Theater auch als museale Institution zu sehen, sagte der langjährige Leiter des Berliner Ensembles und des Wiener Burgtheaters am Mittwochabend in der Talk-Reihe »Schoog im Dialog« in der Reutlinger Kreissparkasse.

Der 80-Jährige sprach auch über seine Zeit als Schauspieldirektor am Schauspiel Stuttgart (1974–1979), die er als »die Pubertät unseres Theaterlebens« bezeichnete. Bei Ministerpräsident Hans Filbinger (CDU) in Ungnade gefallen, wechselte der gebürtige Bremer 1979 ans Bochumer Schauspielhaus. Teile des Stuttgarter Publikums seien ihm dorthin gefolgt, sagte Peymann. »Sie wollten von der Politik nicht bevormundet werden.«

Knapp 40 Jahre nach dem Ende seiner Intendanz am Schauspiel Stuttgart hat Peymann dort den Shakespeare-Klassiker »König Lear« inszeniert, der – der GEA berichtete – am vergangenen Freitag Premiere feierte. (GEA)