Um den Firmen mehr Präsentationsfläche zu bieten, ist der Ausstellungsbereich im Foyer um ein Zelt vor dem Gebäude des Landratsamts erweitert worden. 54 Firmen sind dieses Mal mit von der Partie, außerdem Schulen und Berufsinnungen. Um bei der jungen Zielgruppe zu punkten, gibt es sogar eine BIT-App fürs Smartphone.
Renner Geschicklichkeitsspiel
»Die Resonanz ist in diesem Jahr sehr gut«, sagt Peter Kärcher, Ausbildungsleiter bei Zeltwanger. Von dem Geschicklichkeitsspiel an seinem Stand fühlen sich die Jugendlichen offenbar magisch angezogen. So kommen beide Seiten ins Gespräch. Beim Orthopädie-Fachgeschäft Brillinger können Schüler mit einer künstlichen Hand auf Tuchfühlung gehen. Sensoren am eigenen Arm übertragen Steuerungsbefehle für eine Armprothese.Am Stand der Deutschen Rentenversicherung informiert sich Jenny Breitmayer über das Bewerbungsverfahren. Ihr berufliches Interesse liegt im Kaufmännischen und in der Verwaltung. Vom BIT ist sie begeistert. »Ich finde gut, dass man hier Einblick in so viele verschiedene Berufe kriegt.« Auch Lea Trautwein nutzt die Gunst der Stunde. Zurzeit jobbt sie, um Geld für eine mehrmonatige Australienreise zu verdienen. Doch vor der Reise will sie sich noch um einen Ausbildungsplatz zur Industriekauffrau kümmern. Da kommt der BIT gerade recht.
Vor dem Landratsamt steht ein umfunktionierter Linienbus. Im »BauBus« werden 18 Bauberufe präsentiert. Die Jugendlichen können in spielerischen Aufgaben testen, ob sie sich dafür eigenen. Neben dem Erraten von Baustoffen geht es um räumliches Vorstellungsvermögen und Rechenkompetenz. »Bei vielen hapert es in Mathe«, sagt Maurermeister Jürgen Mayer. Manche Neuntklässler wüssten nicht einmal die Formel zur Volumenberechnung eines Quaders.
Etwas erschöpft haben sich drei Jugendliche im Außenbereich des Landratsamts niedergelassen. Was habt ihr mitgenommen? »Kulis«, antwortet Niklas Marschall. »Es war einfach zu voll«, meint Marina Banti. An einem Stand sei ihnen nur ein Zettel mit einer Internetadresse in die Hand gedrückt worden. Das sei nicht besonders freundlich gewesen.
In der Tat ist der Vormittag auf der BIT für alle Seiten anstrengend. Ganze Klassenverbänden bevölkern dann die Messe. Die einen sehen es als Chance, die anderen als Pflicht. »Die Gespräche sind an den Nachmittagen wesentlich intensiver«, weiß auch Landrat Joachim Walter. Dann kämen häufig Schüler gemeinsam mit ihren Eltern. (GEA)

