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Aktuell Energie

Wo das Wertvolle am Wegesrand bereitliegt

MÖSSINGEN. Die Idee: Das auf Streuobstwiesen anfallende Schnittgut ist energetisch wertvoll, sollte genutzt werden. Dazu sind eine entsprechende Logistik sowie eine Infrastruktur nötig, mit der die eingesammelten abgeschnittenen Äste und Zweige energetisch in Wert gesetzt werden können. Das Mössinger Projekt »Energiebündel & Flowerpower« ist nach einem wissenschaftlichen Vorlauf zur Überprüfung der Rahmenbedingungen und des zu erzielenden Nutzens in einer Testphase angelangt.

In diesem Gebiet in Belsen wird die Schnittgut-Sammelaktion organisiert.  GRAFIK: PR
In diesem Gebiet in Belsen wird die Schnittgut-Sammelaktion organisiert. GRAFIK: PR
In diesem Gebiet in Belsen wird die Schnittgut-Sammelaktion organisiert. GRAFIK: PR
Der nun startende zweite Testlauf in Belsen nach der Schnittgutabfuhr 2014 im Gewann Auchtert in Mössingen soll weitere Infos und Erfahrungen liefern, wie die Streuobstwiesenbewirtschafter ideal unterstützt werden können. Im Auchtert wurde die Schnittgutabholung gut angenommen und zur intensiven Pflege der Bäume genutzt. Wichtige Option ist die ganztägige Öffnung der Sammelstellen in der Schnittphase. So können die Bewirtschafter das Schnittgut unabhängig von den Öffnungszeiten des Häckselplatzes anliefern.

Im Zuge des Projekts »Energiebündel & Flowerpower« wird Anfang März in Belsen erneut eine Obstbaum-Schnittgutabfuhr organisiert. Dafür muss das Reisig bis Sonntag, 28. Februar, bereitgelegt werden. Ergänzend steht seit Montag der Parkplatz am Alten Morgen bis voraussichtlich Sonntag, 8. März, und der Häckselplatz Belsen ab Freitag, 20. Februar bis ebenfalls 8. März ganztags zur Abgabe von Schnittgut aus den Streuobstwiesen und aus der Landschaftspflege zur Verfügung. Material aus den Hausgärten muss in dieser Zeit nach Talheim gebracht werden.

Das Testgebiet in Belsen beginnt bei dem Häckselplatz, umfasst die Gewanne Brunnentröge, An den Kreben, Vordere Mark, Alter Morgen, Steinhofen und Tiergarten. Entlang festgelegter Wege wird das Reisig eingesammelt. Dieses sollte von den Anrainern gut zugänglich entlang der festgelegten Wege (siehe Bild) abgeladen. Anrainer in den hinteren Reihen sollten sich mit den direkten Anrainern absprechen, ob die Reisigablage in Ordnung ist oder andernfalls die temporären Sammelplätze nutzen. Das Reisig darf vom Fahrweg aus nicht hinter den Gräben abgeladen werden. Es darf nur holziges Material, kein Grünschnitt und keine Gartenabfälle bereitgelegt werden, da das Material geschreddert und energetisch verwertet wird.

Exakter Zeitpunkt je nach Wetter

Vorgesehen ist die Schnittgutabfuhr für Anfang März. Der genaue Zeitpunkt wird kurzfristig über die Projekt-Seite im Netz angekündigt. Die Schnittgutabfuhr wird von der Grüngruppe der KBF übernommen. Begleitend werden Biotoppflegemaßnahmen im gleichen Gebiet durch den Nabu Mössingen und die Grüngruppe der KBF umgesetzt. Weitere Infos zum Projekt im Internet. (em)

www.energiebuendel-und-flowerpower.de

www.netzwerk-streuobst.de

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