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Aktuell Forschung

Was die Bilder im Kopf machen

TÜBINGEN. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Einrichtung eines neuen transregionalen Sonderforschungsbereiches (SFB) bewilligt und unterstützt die Forschung zunächst für vier Jahre mit rund acht Millionen Euro. Am 1. Juli wird der SFB mit rund 40 Wissenschaftlern seine Arbeit aufnehmen. Das Verbundprojekt wird von den Unis Stuttgart und Konstanz getragen. Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen ist in die geplanten Aktivitäten eingebunden.

Der neue SFB/Transregio 161 »Quantitative Methods for Visual Computing« befasst sich mit computergestützter Verarbeitung und Darstellung von Bildinformationen mit dem Ziel, die Qualität und Anwendbarkeit von Daten und Bildern mess- und bestimmbar zu machen, etwa bei computergenerierten Filmszenen. Die Forscherteams konzentrieren sich beispielsweise auf die Wirkung von virtuellen Umgebungen und Städtemodellen auf den Menschen, die Erfassung und Darstellung dreidimensionaler Daten von realen Szenen oder aus Simulationen und auf neue Technologien wie Brain-Computer-Interfaces. Dabei sollen Fragen beantwortet werden wie: Enthält die Darstellung alle wichtigen Informationen? Wie anstrengend ist es für einen Menschen, diese zu erfassen? Welchen Mehrwert bieten neue Interaktionsmöglichkeiten?

Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik beschäftigt sich mit der Signal- und Informationsverarbeitung im Gehirn. Die Arbeitsgruppe von Dr. Lewis Chuang zwischen Mensch und Maschine. »Das menschliche Wahrnehmungssystem ist begrenzt in seiner Leistung und anfällig für Fehlinterpretationen«, sagt der Psychologe und Neurowissenschaftler Chuang. (u)