Logo
Aktuell Technik-Akademie

Vom Kurzfilm bis zur Kreiselpumpe

TÜBINGEN. Bei der Technik-Akademie arbeiten ausgewählte Jugendliche eine Woche in Betrieben der Region gemeinsam an Projekten. Die Ergebnisse stellten sie am Freitag bei der Abschlussveranstaltung in der Mensa Uhlandstraße vor. Zum zehnjährigen Bestehen überreichte die Reinhold-Beitlich-Stiftung zudem ihren Förderpreis von 10 000 Euro an die Akademieleiter Friedrich Glück vom Regierungspräsidium Tübingen und Helmut Posselt vom staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Albstadt.

In seiner Begrüßung lobte Regierungspräsident Klaus Tappeser das Engagement aller Beteiligten als wichtiges Signal gegen die angebliche Technik- und MINT-Verdrossenheit der Jugend. Während ihre Mitschüler die Ferien bei Karnevalsumzügen oder auf Skipisten verbrachten, entschieden sich die 32 Jugendlichen für einen Blick hinter die Kulissen der teilnehmenden Betriebe.

Zum zehnten Mal

Das Programm der Begabtenförderung des Regierungspräsidiums Tübingen fand in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Teilnehmen können naturwissenschaftlich-technisch besonders begabte Neuntklässler von Gymnasien aus dem ganzen Regierungsbezirk, die von ihren Schulen vorgeschlagen werden.

Die Jugendlichen arbeiteten in der vergangenen Woche in je vierköpfigen Kleingruppen in den folgenden Firmen: Siemens AG, Zeltwanger Maschinenbau GmbH, SWR, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, artif GmbH & Co. KG, Institut Dr. Förster GmbH & Co. KG sowie der Schmalenberger GmbH & Co. KG. Die vorgestellten Projekte waren höchst unterschiedlich.

Motivierter Nachwuchs

Die Gruppe von Danil Droxner, Hannes Länge, Jakob Schmid, und Alex-Samuel Di Leo beispielsweise baute eine zuvor am PC selbst entworfene Kreiselpumpe und führte das Publikum auf unterhaltsame Weise in die Grundlagen der Strömungstechnologie ein.

Beim Förderer der Technik-Akademie, der CHT R. Beitlich GmbH, war die Gruppe mit Bennet Ruoff, Sarah Müller, Malik Jirasek und der bei der Präsentation verhinderten Lina Queck im Einsatz. Das dortige Projekt bestand unter anderem aus dem Bedrucken und Färben von Baumwolltaschen sowie dem Herstellen von Silikonfiguren. Deren Betreuerin, Lehrerin Alette Metz vom Isolde-Kurz-Gymnasium Reutlingen, freute sich über eine spannende Zeit mit den hoch motivierten und leistungsstarken Jugendlichen.

Neben viel Arbeit kamen auch die Freizeitaktivitäten während der Akademiewoche nicht zu kurz. So ging es für die gesamte Gruppe, die während der Akademie in der Jugendherberge wohnte, unter anderem zu einem gemeinsamen Ausflug in die Sternwarte und in den Botanischen Garten. (bij)