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Tübinger Stadtfest eröffnet

Mit dem traditionellen Faßanstich wurde das Tübinger Stadtfest am Freitagnachmittag eröffnet. Am Samstag wird das Fest in der Unistadt fortgesetzt.

John Gomer, Vertreter des Bürgermeisters der us-amerikanischen Partnerstadt Tübingens, Ann Arbor, eröffnete das Stadtfest mit zw
John Gomer, Vertreter des Bürgermeisters der us-amerikanischen Partnerstadt Tübingens, Ann Arbor, eröffnete das Stadtfest mit zwei Schlägen. Unterstützt wurde Homer durch den Inhaber der Alpirsbacher Klosterbrauerei Carl Glauner. Foto: Alexander Thomys
John Gomer, Vertreter des Bürgermeisters der us-amerikanischen Partnerstadt Tübingens, Ann Arbor, eröffnete das Stadtfest mit zwei Schlägen. Unterstützt wurde Homer durch den Inhaber der Alpirsbacher Klosterbrauerei Carl Glauner.
Foto: Alexander Thomys

TÜBINGEN. So politisch dürfte ein Fassanstich bei einem Stadtfest nur selten sein: In Tübingen überließ Bürgermeister Cord Soehlke diese Aufgabe John Gomer, dem Vertreter des Bürgermeisters der us-amerikanischen Partnerstadt Ann Arbor. Eine Abordnung aus den USA feiert derzeit das 60-jährige Bestehen der Partnerschaft in Tübingen und kam daher auch zum Auftak des Stadtfestes. Jim Svensson, der ebenfalls zur Abordnung aus Ann Arbor gehört, hielt zuvor eine kurze Rede.

Ohne den aktuellen US-Präsidenten Donald Trump beim Namen zu nennen, betonte Svensson seinen Stolz auf die traditionellen Bündnisse der USA zur Europäischen Union, zur NATO und zu den Demokratien auf der Welt. Die Städtepartnerschaft sei eine »Verbindung von Mensch zu Mensch, die eine Möglichkeit darstellt, extreme Politik zu umgehen«. Es sei eine traurige Wahrheit, dass nun Deutschland und die EU den USA zeigen könnten, wie »Rechtsstaatlichkeit die Dinge besser macht«. Svensson bedankte sich für die jahrzehntelange Freundschaft zu Tübingen, sie sei ein »Beitrag zu einer besseren Welt«. Zuvor hatte Soehlke bereits angedeutet, dass diese Partnerschaft und Freundschaft »derzeit wichtiger den je« sei.

Viele Tübinger verfolgten die Eröffnung des Stadtfestes.
Viele Tübinger verfolgten die Eröffnung des Stadtfestes. Foto: Alexander Thomys
Viele Tübinger verfolgten die Eröffnung des Stadtfestes.
Foto: Alexander Thomys

Bis das Freibier sprudelte, dauerte es allerdings nicht nur die zwei Schläge, die Gomer für den Zapfhahn brauchte. Weil das Luftventil fehlte, konnte das Fass nicht entlüften. Der Freude am Stadtfest tat dies keinen Abbruch. Zumal das diesjährige Stadtfest das Letzte für drei Jahre sein wird: Erst 2028, anlässlich der 950-jährigen Bestehens Tübingens, wird es wieder ein Stadtfest geben.

Am Samstag wird das Fest in der Altstadt fortgesetzt. Auf dem Marktplatz spielen dann ab 13.30 Uhr bis in den späten Nachmittag nacheinander die Musikvereine aus Lustnau, Hirschau und Hagelloch, ehe die Band »HASA« übernimmt. Auch am Holzmarkt und an vielen anderen Stellen in der Altstadt gibt es Livemusik. In der Hafengasse bietet der Billard-Club Tübingen einen kleinen Billardtisch für alle an, der ADFC an der Nonnengasse ab 15 Uhr einen Fahrradgeschicklichkeitsparcours an. Dort können auch Fahrräder codiert werden, um sie besser gegen Diebstahl zu schützen. Auch viele weitere Vereine stellen sich und ihre Aktivitäten vor oder bewirten die Besucher. Im Alten Botanischen Garten gibt es zudem von 11 bis 17 Uhr ein Kinderfest.

Die Tübinger Stadtgarde feierte den erfolgten Fassanstich mit einem Musikstück.
Die Tübinger Stadtgarde feierte den erfolgten Fassanstich mit einem Musikstück. Foto: Alexander Thomys
Die Tübinger Stadtgarde feierte den erfolgten Fassanstich mit einem Musikstück.
Foto: Alexander Thomys

Um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten, hat die Stadtverwaltung zudem mobile Sperren angemietet, die die Zufahrt in die Altstadtgassen verhindern soll, um mögliche Terror- oder Amoktaten zu verhindern. Die stabilen Durchfahrsperren sind angemietet, hierfür gibt die Unistadt in diesem Fall 14.000 Euro aus. Für künftige Großveranstaltungen wie etwa den umbrisch-provenzalischen Markt, den Weihnachtsmarkt oder die Chocolart plant die Stadtverwaltung, solche Sperren anzuschaffen. Für diese Art des Zufahrtschutzes sind insgesamt 250.000 Euro im kommenden Haushalt eingestellt. (GEA)