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Aktuell Ehrung

Stadt Mössingen ehrte zahlreiche Menschen für besondere Leistungen

Oberbürgermeister Michael Bulander und Barbara Schott, Koordinatorin für bürgerschaftliches Engagement im Mössinger Rathaus, nahmen 181 Auszeichnungen vor.

Oberbürgermeister Michael Bulander (ganz rechts) mit den am Freitag Geehrten auf der Bühne der Quenstedt-Aula.
Oberbürgermeister Michael Bulander (ganz rechts) mit den am Freitag Geehrten auf der Bühne der Quenstedt-Aula. Foto: Michael Sturm
Oberbürgermeister Michael Bulander (ganz rechts) mit den am Freitag Geehrten auf der Bühne der Quenstedt-Aula.
Foto: Michael Sturm

MÖSSINGEN. Einmal im Jahr zeichnet die Stadt Mössingen besondere Leistungen aus. Jürgen Klotz, Moderator des Hörfunksenders SWR4 Ulm, der am Freitag in der Aula des Mössinger Quenstedt-Gymnasiums durch das Programm führte, war bereits zu Beginn des Abends beeindruckt: »Mössingen zeigt seine ganze Palette.« Oberbürgermeister Michael Bulander sagte den Geehrten: »Eure Siege, Auftritte und Erfolge machen mich stolz.« Das Lob gehe auch ans jeweilige Umfeld der Geehrten, an die Betreuer und Lehrer, denn auch sie trugen zum jeweiligen Erfolg bei.

Der Erste, den Bulander auf die Bühne bat, feierte den größten Erfolg seiner noch jungen Karriere vor erst zwei Wochen: Am 1. November wurde der Handballer Friedrich Henselek mit der U17-Nationalmannschaft in der marokkanischen Metropole Casablanca Weltmeister. Zusammen mit Kalle Gaugisch aus Nehren, der wie der waschechte Mössinger Henselek die Jugend der Spvgg Mössingen durchlief, ehe beide zur HBW Balingen-Weilstetten wechselten.

Wie eine Verlängerung des Finales

Für Henselek war die Ehrung in der Heimatstadt wie eine Verlängerung des Finales: »Es ist überragend, vor so vielen Menschen zu spielen, äh, stehen.« Er träume dasselbe wie die meisten jungen Handballer: »Ich möchte als Profi in der Bundesliga spielen.« Bei den Balingern, aktuell Zweitligist mit dem Ziel Wiederaufstieg, dürfte es für Linksaußen-Allrounder Henselek und dem am Freitag verhinderten Gaugisch (Rückraum links) in der nächsten Saison so weit sein.

Die Mössinger Handballer blickten nicht nur auf ihre beiden sportlichen Aushängeschilder mit Stolz. Gleich fünf Mannschaften holten sich in der abgelaufenen Saison in ihrer jeweiligen Spielklasse den Titel: Bei den Mädchen wurden die B-Jugend und die C1-Jugend Meister der Bezirks-Oberliga. Bei den Jungen wurde die A-Jugend Erster in der Bezirksliga, die C-Jugend in der Bezirks-Oberliga. Die Zweite Mannschaft der Aktiven gewann die Bezirksliga.

Badminton-Karriere trotz Knochenmark-Transplantation

23 Ehrungen räumten die Badminton-Spieler der Spvgg Mössingen ab. Die bemerkenswerteste Leistung lieferte Jörg-Andreas Reihle. Beim heute 61-Jährigen wurde im vergangenen Jahr Leukämie festgestellt. Nach zwei Knochenmark-Transplantationen kehrte er in den Mössinger Badminton-Kader zurück und machte Anderen Hoffnung: »Nach so einer Krankheit ist noch nichts vorbei.« Während seiner Behandlung erfuhr er von der Existenz der World Transplant Games, die dieses Jahr in Dresden stattfanden – Reihle holte dort im Einzel den fünften Platz.

Zu den regelmäßigen Sammlern von Ehrungen gehören auch die Leichtathleten und Triathleten der LG Steinlach-Zollern. OB Bulander verteilte gleich acht Silbermedaillen der Stadt Mössingen. Zwei gingen an Sandrina Sprengel, die derzeit erfolgreichste deutsche Mehrkämpferin: Im Fünfkampf holte sie den nationalen Titel ebenso wie (zum zweiten Mal) im prestigereichen Siebenkampf – bei der WM wurde sie Fünfte. Ihr eifert Nina Richter nach, die in der Altersklasse W14 deutsche Meisterin wurde.

Brüderpaar als nationale Hoffnungsträger im Diskuswurf

Der 17-jährige Kelson de Carvalho und sein vier Jahre jüngerer Bruder Clesio gewannen in ihrer jeweiligen Altersklasse den deutschen Meistertitel im Diskuswurf, Clesio zudem beim Kugelstoßen. Der Wechsel zu einem möglicherweise größeren Verein komme für ihn nicht infrage, betonte Kelson de Carvalho: »Dann würde ich diese Ehrung hier verpassen.« Medaillen bekamen außerdem Wiebke Schiwy, DM-Zweite im Crosstriathlon der Altersstufe W45 und der Schwimmer Maximilian Hils: Er gewann den Titel über 1250 Meter bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften im Freischwimmen der Altersklasse 20.

Geehrt wurden zudem sieben Nachwuchsturner, die auf regionaler Ebene Titel gewannen: Liam und Michel Frank, Thore Völler, Luna Böhm, Lina Stanger, sowie Jakob und Matthias Schuster. Bei Jugend musiziert gewannen Anneliese und Amélie Zhu, sowie Johanna Feldhoff mit Maximilian Mulkerrin den regionalen, Annette Hägele und Fabian Schick den landesweiten Wettbewerb.

Junges Forscher-Duo lässt aufhorchen

Kimi Sickinger und Philipp Späth wurden Vierte beim Bundeswettbewerb Jugend forscht: Sie simulierten die Verschmelzung der Milchstraße mit der Andromeda-Galaxie, die in fünf Milliarden Jahren abgeschlossen sein werde. Noch verblüffender war der Auftritt des 20-jährigen Stuttgarter Zauberers Maurice Grange, der unter anderem einen 20-Euro-Schein aus einer Orange heraus zauberte. Die Percussionsgruppe der Jugendmusikschule Steinlach zu Beginn und die Band PLAY!ground rundeten das Programm ab. (GEA)