GOMARINGEN. Sitzt, passt und hat noch genügend Luft: die Interims-Lösung für die Gomaringer Feuerwehr. Deren Kommandant Stefan Röhm führte am Dienstag Bürgermeister Steffen Heß und die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses durch die alte MEFA-Halle, in der die Rettungskräfte in Zukunft unterkommen - so lange, bis die Sanierung des alten Feuerwehrgebäudes abgeschlossen ist. Die soll im September beginnen. Ab dem Herbst rückt die Feuerwehr im Notfall also aus der Daimlerstraße aus.
»Das ist die beste Lösung«, sagte Kommandant Röhm direkt zu Beginn der Führung. Die Kameraden hätten kurze Anfahrtswege, zudem könne viel schneller ausgerückt werden, als es bei einer Container-Lösung oder einer Zelthalle auf dem Parkplatz der Sport- und Kulturhalle der Fall gewesen wäre. Ein dicker Bonus: Die bereits genehmigte Alarm-Zufahrt auf die Tübinger Straße, die mit der Daimlerstraße nur durch einen Fußgängerweg verbunden ist. »Da kommen noch Schilder hin, damit die Leute Bescheid wissen«, erklärte Röhm.
Tor ist groß genug
Um die wuchtigen Feuerwehrwagen in die Halle zu bekommen, wurde das ursprüngliche Tor herausgenommen und die Zufahrt vergrößert. Auf eine elektrische Anlage wurde dabei verzichtet. »Die ersten, die bei der Alarmierung ankommen, müssen das mechanische Tor händisch öffnen«, sagte Röhm. Die Vergrößerung sei gut - so können auch die weniger erfahrenen Lenker problemlos aus der Halle ausrücken. Parkmöglichkeiten gibt es vor der Halle ausreichend - solange es mit dem Parken in zweiter Reihe klappt. »Wir möchten auch Halteverbots-Schilder aufstellen, mit Ausnahme für die Feuerwehr.«
In der Halle wurde bereits die erste Elektronik verlegt, Licht ist ausreichend vorhanden. Am Treppeneingang in Richtung Tübinger Straße wurden bereits zwei LED-Strahler aus dem sanierungsbedürftigen Feuerwehrhaus angebracht. »Das ist so einfach kostensparender, als extra welche anzuschaffen«, so der Kommandant. Einlass in die Halle ist indes nur mit einem Transponder möglich. Umkleidekabinen - die Umsetzung einer Schwarz-Weiß-Trennung müsse man noch planen - kommen in den Eingangsbereich, Sanitärcontainer sind bereits aufgebaut. Am Übergang zur Fahrzeughalle soll noch ein Alarmbildschirm angebracht werden, direkt daneben wird die Kommandozentrale eingerichtet. Ein kleiner, noch recht karg eingerichteter Raum wird in Zukunft für die Bereitschaft genutzt werden: »Ordentlich bestuhlt plus Fernseher, damit's gemütlich wird«, erklärte Röhm.
Kosten liegen bei rund 170.000 Euro - inklusive Miete
Der Umzug selbst wird wohl eine Sache von einem fleißigen Wochenende, sagte der Kommandant. Sollte es in dieser Zeit zu einem Notfall kommen, erhalte man aus Tübingen oder Mössingen Unterstützung. »Zum Kraut- und Zwiebelkuchenfest im Oktober wollen wir die Räumlichkeiten auch den Bürger zeigen können.«
Die Interims-Lösung wird die Gemeinde schätzungsweise 170.000 Euro kosten. »Da ist die Miete schon mit eingerechnet«, erklärte Schultes Heß. Zwischen zwei bis drei Jahren wird die Gomaringer Feuerwehr in der MEFA-Halle residieren. »Wir wissen ja nicht, wie gut die Sanierung voranschreitet«, begründete Heß die Zeitspanne. Diese schlägt mit 7,7 Millionen Euro zu Buche. Und sollte das bestellte LF 10 noch vor Ende der Sanierung geliefert werden, passe es selbstverständlich auch in die Interims-Halle, versicherte Röhm. (GEA)

