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Aktuell Streuobst

Rot, perlend, süffig

MÖSSINGEN. Bei einer kleinen Verkostung im Mütter- und Familienzentrum hat das Netzwerk Streuobst in Mössingen sein neustes Produkt präsentiert: »Der rote Mössinger« ist ein Secco aus der Oberösterreichischen Weinbirne von Streuobstwiesen der Markung Mössingen. Er bekommt die rote Farbe durch einen Schuss Konzentrat aus schwarzem Johannisbeersaft. Ohne das es zertifiziert draufsteht, ist der Inhalt eigentlich bio. Das neue Produkt ist zunächst etwas rares, in den freien Verkauf dürften nur recht wenige Flaschen kommen. Über Verkaufsorte wird beim Mostseminar im Dachgeschoss der Kulturscheune am Freitag, 19. Februar, informiert. Hier wird der Secco ebenfalls verkostet. Auch bei der Premiere des Generalstreikstücks »Ein Dorf im Widerstand« wird der rote Secco ausgeschenkt werden.

Insgesamt gibt es vom ersten Jahrgang des »roten Mössingers« nur 761 Flaschen, die in Kooperation mit der Kellerei und Küferei Holweger in Rosenfeld-Täbingen entstanden sind. Beim nachfolgenden Jahrgang, so erläuterte Hans G. Wener, sei nun mal die doppelte Menge angepeilt. Die erste Lese der Birne am Samstag, 27. Oktober 2012, fiel sprichwörtlich in den Schnee und war für alle Beteiligten Schwerstarbeit in der Kälte. Die Lesemenge sei daher nicht so groß gewesen, das Produkt nun entsprechend rar. Mit knapp sieben Prozent Alkohol ist der Secco erfreulich leicht. Alle Beteiligten, so war es zu spüren, sind auf das neue Produkt des Netzwerk Streuobst stolz. Jedes Jahr, so der locker formulierte Anspruch, wird ein neues Produkt herausgebracht, das aus lokalen Zutaten gemacht wird. (mwm)