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Aktuell Investitionen

Prüfer erlauben dem Regionalverband weniger Kredite

Der Regionalverband wollte 8,8 Millionen Euro an Krediten aufnehmen. Das Regierungspräsidium Tübingen genehmigt nur eine halbe Million. Sind deswegen Vorhaben gefährdet?

Nach dem Veto der Prüfbehörde musste der Regionalverband eine Änderung bei seinem Nachtrags-Haushalt vornehmen.
Nach dem Veto der Prüfbehörde musste der Regionalverband eine Änderung bei seinem Nachtrags-Haushalt vornehmen. Foto: Symbolbild: DPA
Nach dem Veto der Prüfbehörde musste der Regionalverband eine Änderung bei seinem Nachtrags-Haushalt vornehmen.
Foto: Symbolbild: DPA

TÜBINGEN/REUTLINGEN. Die Überraschung war groß beim Regionalverband, als vor wenigen Wochen Post aus dem Regierungspräsidium eintraf. Eigentlich hatte man mit der Genehmigung für den Nachtrags-Haushalt gerechnet. Doch die Prüfer in der Behörde monierten die vorgesehenen Kreditaufnahmen. 8,8 Millionen? Das ist zu viel, hieß es dort. 500.000 Euro, mehr wollte man dem Verband nicht zugestehen.

Sind deswegen die Pläne für das Haus der Region in Mössingen nicht wie vorgesehen realisierbar? Kommt das Ganze ins Stocken? Muss mit zeitlicher Verzögerung gerechnet werden? Die Verantwortlichen im Regionalverband blieben gelassen. Über die zulässigen Verpflichtungsermäßigungen sind die Ausgaben weiterhin finanzierbar. Die Auswirkungen sind gering.

Verbandsumlage reduziert

Mit einer entsprechenden Korrektur haben die Mitglieder der Verbandsversammlung bei ihrer Sitzung in Gomaringen die vom Regierungspräsidium verlangte Änderung bei den Krediten vollzogen. »Es braucht einen anderen Beschluss«, verkündete Verbandsdirektor Dirk Seidemann am Dienstag. Fast alle Hände gingen nach dieser Aufforderung nach oben. Bei der Abstimmung wurde lediglich eine Enthaltung protokolliert.

Auch Verbandspräsident Eugen Höschele nahm die Nachricht aus dem Regierungspräsidium nicht tragisch. Ein Häuslebauer verhandelt in der Regel rechtzeitig einmal mit seiner Bank und ruft dann die Gelder ab. Der Verband hingegen muss nun Jahr für Jahr schauen, wie viel er braucht und wie die Konditionen sind. Höschele verweist darauf, dass der Landkreis Tübingen in Zeiten knapper Kassen und strenger Finanzaufsicht durch die Behörde gezwungen ist, ähnlich zu agieren.

Der beschlossene Haushalt des Regionalverbands für 2026 hat ein Volumen von rund 3,6 Millionen Euro. Positive Nachricht für die drei Landkreise: Die Verbandsumlage reduziert sich um insgesamt 200.000 Euro. Reutlingen bringt mit 1,15 Millionen Euro den höchsten Anteil auf. Tübingen ist mit 900.000 Euro dabei, der Zollernalbkreis überweist 738.00 Euro. (GEA)