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Aktuell Betreuung

Ofterdingen hat genügend Plätze, um Kinder zu betreuen

Stella Metzger, Fachberaterin für Kinderbetreuung im Rathaus, stellte im Gemeinderat die Bedarfsplanung für Kindergärten und Schule vor.

Von 122 Kindern in Ofterdingen werden derzeit bereits 60 in den Bambini-Krippen bei den zu den bis drei Jahre alten Kindern betr
Von 122 Kindern in Ofterdingen werden derzeit bereits 60 in den Bambini-Krippen bei den zu den bis drei Jahre alten Kindern betreut. Foto: Boehmer/dpa
Von 122 Kindern in Ofterdingen werden derzeit bereits 60 in den Bambini-Krippen bei den zu den bis drei Jahre alten Kindern betreut. Foto: Boehmer/dpa

OFTERDINGEN. Die Ofterdinger Verwaltung ging letztes Jahr davon aus, dass 72 Kinder des Jahrgangs 2023/24 in wenigen Jahren in die Grundschule wechseln werden. Nun sagte Stella Metzger, Fachberaterin für Kinderbetreuung im Rathaus: »Die aktuellen Zahlen sind stark abgewichen.« Zum 31. Mai dieses Jahres seien 50 Kinder registriert gewesen. Bereits einen Monat später seien allerdings sieben von ihnen mit ihren Eltern weggezogen.

Dennoch, so Stella Metzger, rechne man für diesen Jahrgang weiterhin mit der Zahl von 50 Kindern. Künftig wolle man die Zahlen vierteljährlich auswerten lassen. Weil es zeitliche Überschneidungen zwischen Kindergarten- und Grundschulbesuch gebe, werden man den Rahmen verändern: »Für nächstes Jahr werden wir einen anderen Zeitraum auswerten lassen.«

Im Bereich der Kindertagesstätten steht aktuell der Jahrgang 2024/25 im Fokus: Von 122 Kindern im Ort werden derzeit bereits 60 in den Bambini-Krippen bei den bis drei Jahre alten Kindern betreut. Die Betreuungssituation sei entspannt, weil das neue Kinderhaus Weiherrain, als Alternative zu den vorhandenen Krippen, auch die Aufnahme von bis zu drei Jahre alten Kindern ermöglicht.

Ein starker Jahrgang wechselt vom Kindergarten in die Grundschule

Die mindestens drei Jahre alten Kinder können in die Kindergärten der Gemeinde wechseln. Im Kindergarten Banweg wurden zwei zusätzliche Gruppen eingerichtet. Stella Metzger sagte, damit reiche das Angebot an Betreuungsplätzen aus: »Der Rechtsanspruch ist erfüllt.« Auf der anderen Seite verlasse diesen Sommer ein starker Jahrgang die Kindergärten in Richtung Grundschule.

Das Thema Ganztagsbetreuung überspannt alle Altersbereiche. Im Kinderhaus seien 34 Kinder angemeldet worden, die die Ganztagsbetreuung von mindestens 35 Stunden in der Woche in Anspruch nehmen, dies sei über alle Jahrgänge hinweg enorm gefragt. Viele Dreijährige seien darunter, weil die Gemeinde im Kindergarten Banweg nur 16 Plätze vergeben konnte.

Für die Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern stehen eine pädagogische Fachkraft, eine Person im Anerkennungspraktikum, zwei festangestellte und vier ehrenamtliche Kräfte zur Verfügung. Dazu aktuell fünf Teenager, die ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren. Der letztere Bereich mache Sorgen: In den kommenden Jahren werden die Zahlen so deutlich zurückgehen, dass man sich sorge, die Stellen künftig überhaupt besetzen zu können, sagte Stella Metzger.

Beim Personal »richtig gut aufgestellt«

Zusammen mit dem Sophienwerk habe man unter dem Titel »Kinder stark machen« ein Gewaltschutzkonzept entwickelt. Pro Trainingseinheit bekomme man 1200 Euro vom Bündnis für Kinder. Der Eigenanteil betrage 20 Euro, die Gemeinde schieße den Rest dazu. Künftig wolle man die Finanzierung auf »stabile Beine« stellen – dies sei angesichts der Haushaltslage der Gemeinde allerdings noch fraglich.

»Luxusprobleme«, so Stella Metzger habe die Gemeinde beim Personal: »Wir sind richtig gut aufgestellt!« Zur Kinderbetreuung wurden drei zusätzliche Kräfte eingestellt, alle anderen waren bereits da. »Wir haben mehr Bewerbungen als wir einstellen können. Das spricht für uns als attraktiven Arbeitgeber.« Drei Azubis gehören dazu, auch für diese Stellen habe es viele Anfragen gegeben.

Die Betreuungsteams bleiben in ihrer Zusammenstellung konstant. Zuletzt habe es selten Notbetreuung gegeben, geschweige denn, dass eine Einrichtung hätte schließen müssen. Und wenn, wie kürzlich im Banweg, dann durch äußere Umstände. Obwohl die Betriebskosten laufend steigen, reagierten die Gemeinderäte zufrieden. Kai Spresny (FWV) stellte fest: »Strukturell waren wir schon einige Zeit weiter als andere Gemeinden.« (GEA)