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Nikolauslauf: Arne Gabius sofort an der Spitze

TÜBINGEN. Die 39. Auflage des Tübinger Nikolauslaufs schreibt Geschichte: Von den 2 670 gestarteten Läuferinnen und Läufern kamen 2 626 ins Ziel, und das bedeutet Teilnehmerrekord.

Kalte Luft, matschige Strecke, kein Schnee: Die Bedingungen waren nicht optimal und trotzdem kamen so viel Läufer wie noch nie a
Kalte Luft, matschige Strecke, kein Schnee: Die Bedingungen waren nicht optimal und trotzdem kamen so viel Läufer wie noch nie ans Ziel. FOTO: GERLINDE TRINKHAUS
Kalte Luft, matschige Strecke, kein Schnee: Die Bedingungen waren nicht optimal und trotzdem kamen so viel Läufer wie noch nie ans Ziel. FOTO: GERLINDE TRINKHAUS
Obwohl Vorzeigeläufer Arne Gabius von der LAV Stadtwerke Tübingen nun zum LT Marathon Hamburg wechselt, wollte er zum Abschied den Nikolauslauf über 21,1 Kilometer bestreiten. Vorausgegangen war, dass er vor fünf Wochen in starken 2:09 Stunden den Marathon in Frankfurt als derzeit schnellster Deutscher gelaufen war. So war klar, dass er hier in Tübingen kaum zu schlagen sein wird.

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Er siegte unbedrängt in guten 1:08:44 Stunden und konnte doch den Streckenrekord 1:07:15 Stunden von Dieter Baumann aus dem Jahr 2005 nicht gefährden. Dazu sagte Gabius: »Ich merkte schon zwischen Kilometer drei und vier, dass es damit nichts wird.«

Punkt 10 Uhr wurden 2 670 Läufer in drei Wellen mit drei Minuten Abstand auf die Strecke geschickt, die durch den vorangegangenen Regen teils matschig war. Die Temperatur lag bei drei Grad, aber für einen Nikolauslauf fehlte etwas Schnee. Baubürgermeister Cord Soehlke gab den Startschuss, und das Feld zog sich schnell in die Länge.

Zum Wettkampf: Arne Gabius setzte sich sofort an die Spitze, verfolgt vom letztjährigen Zweiten Marcus Höfisch aus Erfurt. Dahinter dann eine kleine Gruppe mit Peter Keinath (SV Ohmenhausen) und Boris Rein (LV Pliezhausen), der dann als Dritter in 1:11:31 Stunden einlief. Erstaunlich sein Fazit: »Als Mittelstreckler mache ich sonntags einen Dauerlauf, und so passte der Nikolauslauf in mein Programm.«

Bei den Frauen siegte ein neues Gesicht: Anais Sabrie aus Frankreich, Medizinstudentin in Tübingen und Mitglied bei der LAV Stadtwerke Tübingen, lief »nach Gefühl«, wie sie sagte, wurde gleich an die Frauen-Spitze gespült - und Siegerin in 1:22:07 Stunden. Ihr folgten die letztjährige Zweite Nora Kusterer vom SV Oberkollbach und Hannah Arndt vom LV Pliezhausen, die dann schließlich als Zweite in 1:25:07 Stunden einlief.

Arndt »wollte es bei ihrem allerersten Halbmarathon rollen lassen und probieren, was geht«. So kann sie sehr stolz auf ihr Ergebnis sein.

Bei der anschließenden Pressekonferenz zollte der 1. Vorsitzende des veranstaltenden Post-SV Tübingen, Heinrich Hempel, dem Cheforganisator Gerold Knisel und allen ehrenamtlichen Helfern Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit.

Somit hatte dieses Event einen Tag nach Nikolaus wieder mit der Siegerehrung in der Geschwister-Scholl-Schule einen erfolgreichen Schluss. (GEA)