MÖSSINGEN. Die Freude währte nur kurz: 20 Monate nach der Vollsperrung der Ernwiesenstraße zwischen Belsen und dem Einkaufszentrum erweist sich die neue Straße als hochgradig unfallgefährlich. Am Montag ereignete sich der erste Unfall an der Eisenbahnunterführung. Eine Autofahrerin landete im Graben, nachdem sie dem Gegenverkehr ausweichen musste. Die neue 410.000 Euro teure Straßenführung läuft nämlich nicht, wie früher, im rechten Winkel und damit gerade unter der Brücke durch. Sie wird nun durch eine baulich gewollte Schikane, nämlich durch einen in »s«-Form geführten Verlauf, bestimmt. Man kann auch von Murks reden.
Wer von der Mössinger Straße kommend abwärts abbiegt, befindet sich unmittelbar in einem nach rechts ausschwenkenden Kurvenansatz. Wer nicht darauf gefasst ist, gerät fast automatisch in den Gegenverkehr oder in den tiefen Wasserlauf. Im Dunkeln, durch Scheinwerfer-Blendung, erst recht. Der Verkehr aufwärts muss in einem unsinnigen Links-Rechtsschwenker den Hang hoch und ist wegen der Tieferlegung und bei entgegenkommendem Scheinwerferlicht völlig im »Blindflug«. Wer darauf hofft, dass die während der Bauphase eingerichtete Einbahnführung in der Albblickstraße wegfällt und als Alternative genutzt werden kann, wird enttäuscht. »Hat sich bewährt. Bleibt«, sagt die Stadt. (GEA)

