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Kusterdinger Kirbe knüpft an erfolgreiche Premiere an

Die Kusterdinger Kirbe hat sich als Nachfolgerin des Ölmühlefestes etabliert. Auch bei den Helfern herrschte beim gastgebenden Musikverein Kusterdingen kein Mangel.

Jungmusikerin Helene Reiff brachte den hungrigen Gästen zwei Schlachtplatten
Jungmusikerin Helene Reiff brachte den hungrigen Gästen zwei Schlachtplatten Foto: Andreas Straub
Jungmusikerin Helene Reiff brachte den hungrigen Gästen zwei Schlachtplatten
Foto: Andreas Straub

KUSTERDINGEN. Zwei Jahre nach der Premiere feierte die Kusterdinger Kirbe am Samstagabend ihre zweite Auflage – und erneut wurde die Festhalle zum Besuchermagneten. Mit zünftiger Blasmusik, deftigen Speisen und bester Stimmung bewies der veranstaltende Musikverein Kusterdingen, dass sich die Kirbe als fester Bestandteil des Dorflebens etabliert hat.

Schon beim ersten Fest im Jahr 2023 hatten mehr als 300 Gäste in der Kusterdinger Festhalle gefeiert – mit Tracht, Schlachtplatte und reichlich Bier vom Fass. Damals sorgten die Erpfinger Dorfmusikanten für Stimmung, und Vereinsvorstand Joachim Zühlke zeigte sich begeistert vom unerwartet großen Andrang. In diesem Jahr wirkte die herbstlich dekorierte Halle zu Beginn noch etwas spärlicher besetzt. »Wir sind trotzdem sehr zufrieden«, sagte Zühlke. In der Umgebung seien an diesem Wochenende zahlreiche Veranstaltungen. Die Kirbe löste das frühere Ölmühlefest des Musikvereins Kusterdingen ab.

Mit Tischservice und Kartenzahlung

In diesem Jahr präsentierte sich die Veranstaltung noch professioneller organisiert mit Tischservice und Kartenzahlungsmöglichkeit. Statt der Erpfinger stand diesmal die 21-köpfige Formation der Wälderböhmischen auf der Bühne und machte abends schwungvolle Blasmusik. Die Blasmusiker aus dem Schwarzwald stehen für authentische böhmische Blasmusik mit Herzblut und handwerklicher Präzision. Sie stammen aus verschiedenen Blaskapellen der Region und verbinden musikalische Erfahrung mit spürbarer Leidenschaft. Ihr Repertoire reicht von traditionellen Polkas und Märschen bis zu gefühlvollen Walzern und modernen Titeln.

Doch auch das kulinarische Angebot in Kusterdingen wurde erweitert: Neben der beliebten Schlachtplatte mit Leber- und Blutwurst, Kraut und Brot gab es diesmal Kürbissuppe, Krautschupfnudeln, eine Käsevariation und süße Muffins zum Dessert. Die Speisen stammten teils wieder aus regionaler Produktion, teils aus der eigenen Vereinsküche. Die selbstgemachten Flammkuchen gab es nicht mehr. »Für den großen Ofen würden wir einen Starkstromanschluss brauchen«, erklärte Zühlke. Zuletzt seien deshalb drei kleine im Einsatz gewesen. Doch das erwies sich als schwierig. Mit der Kürbissuppe habe man außerdem eine zur Jahreszeit passende Speise, die auch Veganern schmecke.

Wer Lust auf einen Longdrink hatte, konnte sich an der Musikerbar versorgen. Halfen dort vor zwei Jahren noch Narren aus, bewirteten die Musiker nun auch dort selbst. »Wir konnten alle Schichten mit eigenen Vereinsmitgliedern besetzen«, so Zühlke. Der Verein plant, die Veranstaltung weiterhin alle zwei Jahre fortzuführen. (GEA)