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Klinik Bad Sebastiansweiler feiert 100-jähriges Bestehen mit buntem Fest

Nordic Walker machten den Auftakt zum bewegten Kurparkfest in Bad Sebastiansweiler.
Nordic Walker machten den Auftakt zum bewegten Kurparkfest in Bad Sebastiansweiler. Foto: Meyer
Nordic Walker machten den Auftakt zum bewegten Kurparkfest in Bad Sebastiansweiler.
Foto: Meyer

MÖSSINGEN. Bei einer Kurklinik ist man geneigt anzunehmen, dass man es hier mit vorwiegend älteren, auf jeden Fall mit in ihrer Bewegung eingeschränktem Publikum zu tun hat. Ein Kurparkfest vor diesem Hintergrund klingt nach Kaffee, Kuchen und wenig Aufgeregtheit. Was sich aber am Sonntag auf dem Gelände der Rehabilitationsklinik in Bad Sebastiansweiler abgespielt hat, hatte eher den Charakter eines Sportfestes. Was zunächst nicht im Widerspruch steht. Schließlich zielt die Reha in Seba darauf ab, dass die Patienten ihren Bewegungsapparat wieder einschränkungsfrei nutzen können.

Der Aktionstag war indessen fest in den Händen von Kindern und Jugendlichen. »Ein junges Publikum hat den Kurpark in Beschlag genommen. Es war sehr viel los«, freute sich Geschäftsführer Volker Gurski der Bad Sebastiansweiler GmbH. Die gemeinnützige Gesellschaft der Evangelischen Heimstiftung hatte zum großen Jubiläum geladen: 100 Jahre Kurbad. Zwar ist das Diakonie-Unternehmen erst seit 1997 mit von der Partie, und seit 2014 Hauptgesellschafterin. Doch sie hat das Erbe der Basler Missionsgesellschaft angetreten, die das Schwefelbad als Erholungsort für ihre christlichen Missionare erworben hatte – und das jährt sich nun zum hundertsten Mal.

Immer in Bewegung Kinder und Jugendliche haben den Kurpark erobert.
Immer in Bewegung Kinder und Jugendliche haben den Kurpark erobert. Foto: Meyer
Immer in Bewegung Kinder und Jugendliche haben den Kurpark erobert.
Foto: Meyer

Die Tradition des pietistisch-diakonischen Handelns verknüpft mit der Verkündigung des Evangeliums wird in Bad Sebastiansweiler bis heute gepflegt. Es ist die Hoffnung auf eine gerechtere Welt. Dass dies Gottes Ziel für seine Schöpfung ist, kam auch im morgendlichen Gottesdienst in der Festhalle zur Sprache. Der wurde gehalten von Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl und dem ehemaligen Oberkirchenrat Werner Baur, beide in Mössingen aufgewachsen. Der Pädagoge Baur, der seine Wurzeln in der Jugendarbeit hat, war begeistert, angesichts des jugendlichen Treibens.

Zwischen Bungee-Trampolin, Karussell, Hüpfburg, Schminkstand und anderen sportlichen und künstlerischen Stationen tummelten sich junge Familien.

Bereits am Morgen haben einige Dutzend Nordic-Walker den sportlichsten Sonntagsspaziergang genutzt, den Mössingen zu bieten hat. Der TV Belsen hat die sanfte Trendsportart zusammen mit der SpVgg Mössingen vor fast zwanzig Jahren etabliert. Die reine Gesundheits- und Genussveranstaltung ohne Wettbewerbscharakter, gesponsert von Sport-Schaal, führt über drei, acht und 13 Kilometer weite Strecken vom Kurpark durch den Bästenhardtwald und dem Butzen- und Tannbachtal. Nach dem Aufwärmen gings, geführt von Tempomachern, auf den Rundkurs. Verpflegungsstände boten Erste Hilfe gegen das Formtief, zumal die bereit gestellten rohen Roßberg-Sonntagsnudel-Packungen erst für den Mittagstisch gedacht waren. (GEA)

 

Minigolf für Minis im Kurpark.
Minigolf für Minis im Kurpark. Foto: Meyer
Minigolf für Minis im Kurpark.
Foto: Meyer