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Aktuell Jugendprojekt

Jugendliche bauen für Kirchentellinsfurt zwei Mitfahrbänke

Die Kirchentellinsfurter Jugendlichen haben monatelang im Projekt »Wohlfühloase« gewerkelt. Was sich dahinter verbirgt, erklären die beiden Betreuerinnen Sunyoung An und Silke Hänle.

Kirchentellinsfurter Jugendliche haben zwei Mitfahrbänke gebaut. Eine davon steht in der Einhornstraße, die andere direkt vor de
Kirchentellinsfurter Jugendliche haben zwei Mitfahrbänke gebaut. Eine davon steht in der Einhornstraße, die andere direkt vor dem Volksbänkle. Foto: Sophienpflege
Kirchentellinsfurter Jugendliche haben zwei Mitfahrbänke gebaut. Eine davon steht in der Einhornstraße, die andere direkt vor dem Volksbänkle.
Foto: Sophienpflege

KIRCHENTELLINSFURT. Wer in Kirchentellinsfurt wohnt, hat es mitunter schwer, sich spontan vom unteren Teil des Ortes zum oberen und wieder zurückzubewegen. Für solche Fälle gibt es nun zwei Mitfahrbänke. Die eine steht in der Einhornstraße, die andere oben vor dem Volksbänkle. Dahinter verbirgt sich eine besondere Geschichte: Gebaut wurden sie von Kirchentellinsfurter Jugendlichen, die dabei mit der Treffpunktgruppe des Generationen-Netzwerks kooperierten. Drei Tage lang wurde in der Echaz-Schreinerei unter Anleitung von Andrej Bauer gesägt und gewerkelt. Die Bänke stehen mittlerweile an Ort und Stelle. Jetzt fehlen nur noch die Schilder, die auf ihren Zweck hinweisen. Zum Mitfahren nutzen können die Bänke alle Kirchentellinsfurter ab 14 Jahren.

Für die Jugendlichen war die Aktion in der Schreinerei der krönende Abschluss des wesentlich größeren Projekts Wohlfühloase, finanziert vom Sozialministerium und der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg. Gestartet wurde das Projekt im Januar mit einer gemeinsamen Teilnahme an der Reutlinger Demonstration des Bündnisses für Menschenrechte. 20 bis 30 Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren beteiligten sich an der Wohlfühloase. »Alle, die ins Volksbänkle kommen«, sagt Silke Hänle von der Sophienpflege. Zusammen mit Sunyoung An begleitete sie das Projekt.

Für die Mosaike wurden jede Menge Kacheln zerkleinert.
Für die Mosaike wurden jede Menge Kacheln zerkleinert. Foto: Sophienpflege
Für die Mosaike wurden jede Menge Kacheln zerkleinert.
Foto: Sophienpflege

Zuerst wurden Ideen gesammelt, danach Entwürfe gezeichnet: Der Vorgarten des Volksbänkle samt Bordsteinen sollte mit Mosaiksteine verschönert werden. »So bunt und gemischt, wie die Kinder und Jugendlichen, die ins Volksbänkle kommen«, sollte das Ergebnis sein, beschreibt Sunyoung An die Idee dahinter. Jeder einzelne Entwurf wurde verwirklicht. Am Ende entstand so ein schönes Gesamtbild.

Auch die Bank vor dem Volksbänkle verschönerten die Kinder und Jugendlichen.
Auch die Bank vor dem Volksbänkle verschönerten die Kinder und Jugendlichen. Foto: Sophienpflege
Auch die Bank vor dem Volksbänkle verschönerten die Kinder und Jugendlichen.
Foto: Sophienpflege

Das Werk ist gelungen. Wer sich dem Volksbänkle nähert, der sieht sofort die vielen bunten Mosaiksteine in der Sonne leuchten. Sie schmücken eine Bank und die Umrandung des Vorgartens. Alles ist dabei selbst gemacht, betont Hänle. Die Firma Kemmler habe eine große Anzahl an unterschiedlichen Kacheln gespendet. Im Volksbänkle wurden sie zu vielen kleinen Mosaiksteinchen zerschlagen. Anschließend wurde grundiert und geklebt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Schon beim Entstehen blieben Passanten stehen und lobten die Aktion, berichten die beiden Betreuerinnen. »Das war der schönste Lohn«, erzählt Hänle.

Nach dem Mosaik folgte der Garten. Kräuter, Gemüse und Blumen wurden gepflanzt. Die Kinder und Jugendlichen haben viel dabei gelernt. »Sie waren als Handwerker und Landschaftsgärtner tätig«, erzählt Hänle. Den letzten Schliff bekam das Volksbänkle mit neuen Fahrradständern. Und weil alle so gut mitgearbeitet haben, belohnten sie sich mit einem großen Ausflug nach in den Vergnügungspark Tripsdrill. Ohne die Projektförderung des Landes wäre das nicht finanzierbar gewesen, betont Hänle. (GEA)