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Im alten Gomaringer Kriegbaum-Areal kann wieder eingekauft werden

Mit einem großen Einweihungsfest wurde am Mittwochabend das alte Gomaringer Kriegbaum-Areal neueröffnet. Seit 2021 war an dem Einkaufs-Standort nur noch Metro vertreten. Jetzt finden sich in der modernen Halle Edeka, Aldi, dm und der Haushaltswarenanbieter Action.

Jetzt ist das alte Kriegbaum-Areal wieder offiziell eröffnet: Bürgermeister Steffen Heß und Edeka-Möck-Leiterin Verena Hertsch (
Jetzt ist das alte Kriegbaum-Areal wieder offiziell eröffnet: Bürgermeister Steffen Heß und Edeka-Möck-Leiterin Verena Hertsch (vierter und dritte von rechts) schneiden das symbolische Band durch. Foto: Paul Runge
Jetzt ist das alte Kriegbaum-Areal wieder offiziell eröffnet: Bürgermeister Steffen Heß und Edeka-Möck-Leiterin Verena Hertsch (vierter und dritte von rechts) schneiden das symbolische Band durch.
Foto: Paul Runge

GOMARINGEN. Die Abfahrt auf das alte Kriegbaum-Gelände wieder herunterzufahren, war ein »besonderer Moment« und ein »schönes Gefühl« für Gomaringens Bürgermeister Steffen Heß. Als im März 2021 die Real-Filiale am Rande Gomaringens geschlossen wurde, war das ehemalige Multicenter nahezu verwaist - lediglich die große Metro-Gastronomie-Zentrale im unteren Teil des Gebäudes war und ist noch heute drin. »Das hat den Ort damals sehr getroffen«, weiß der Schultes zu berichten. Vor allem während der Corona-Zeit hatte sich das Areal als seinen »heimlichen Ort für Bürgergespräche« etabliert - denn Supermärkte waren als systemrelevante Infrastruktur noch zugänglich.

Umso freudiger nun die große Wiedereröffnung des neuen »Fachmarktcenters«. Neben der zweiten Edeka-Möck-Filiale in Gomaringen, die mit 2.500 Quadratmetern bei den Neugründungen deutlich die Nase vorn hat, finden sich im Center auch eine Aldi-Filiale auf 1.700 Quadratmetern. Außerdem ein Standort des Drogeriemarktes dm mit 1.100 Quadratmetern und ein Markt des niederländischen Haushaltswaren-Discounters Action - ebenfalls auf 1.100 Quadratmetern. Die bekannte Metro-Filiale bleibt mit 7.200 Quadratmetern Verkaufsfläche weiterhin im Untergeschoss bestehen.

Nach Baubeginn ging's recht schnell

Dass wieder Unternehmen ins ehemalige Kriegbaum-Areal einziehen, war bereits kurz nach Schließung des Real-Marktes klar. Eine Machbarkeitsstudie und die bürokratischen Hürden zu den Umbau- und Renovierungsmaßnahmen wurden bereits 2022 angepackt, kurz danach wurden die ersten Verträge mit den Unternehmen geschlossen. Nach dem Baubeginn 2024 gibt's dann recht schnell. »Kleinigkeiten müssen noch gemacht werden, aber im Großen und Ganzen sind wir hier fertig«, erklärte Dominik Straka von Drees & Sommer. Das Beratungsunternehmen hatte den Projekt- und Generalplaner Arting unterstützt, die das über 20.000 Quadratmeter große Gelände wieder flott gemacht haben.

Dabei war das Projekt nicht ohne Schwierigkeiten. »Die größte Herausforderung war wohl der Tausch der Decke im laufenden Betrieb«, sagte Andreas Teigeler vom Immobilien-Investment-Unternehmen Patrizia, das die Ladenflächen vermietet. Da musste Metro während der Baumaßnahmen auch mal in ein Zelt ausweichen. Energetisch modernisiert wurde das Gebäude im Zuge des Umbaus auch: Die Fassade wurde mit einer mineralischen Dämmung und dreifach verglasten Fenstern erneuert, das Dach mit einer 28 Zentimeter dicken Mineralfaserdämmung und einer PV-Anlage über 6.000 Quadratmeter versehen. Insgesamt 500 Stellplätze sollen genug Platz für Kunden bieten.

Für Verena Hertsch war die Eröffnung ihres Edeka-Marktes am Mittwochabend ein wahrer Befreiungsschlag. »Viele schlaflose Nächte« und ein »straffes Zeitmanagement« hatten die vergangenen Wochen und Monate geprägt - doch jetzt sei alles fertig. Stolz sei sie auf ihre Mannschaft, die das mit möglich gemacht hat. Hertsch hat in ihrem neuen Markt die Verantwortung für 85 Mitarbeiter. (GEA)