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Hinter der Ziellinie lockt beim Tübinger Triathlon der Kuchen

Schwimmen, Radfahren und Laufen: Beim Tübinger Triathlon gehen mehr als 1 100 Sportler an den Start

Erst aufs Rad für eine Etappe in den Schönbuch und abschließend durch die Tübinger Altstadt bei viel Hitze auf Pflastersteinen. Foto: Anna-Lena Jaensch
Erst aufs Rad für eine Etappe in den Schönbuch und abschließend durch die Tübinger Altstadt bei viel Hitze auf Pflastersteinen.
Foto: Anna-Lena Jaensch

TÜBINGEN. »Auf geht’s, Jungs, da geht noch was!« Mit motivierendem Geschrei begleiten die Aufseher auf der Neckarinsel die Radfahrer, die gerade vom Sattel gestiegen sind und mit ihren Sportbikes in der einen und den Laufschuhen in der anderen Hand zur nächsten Station eilen. Über 1 100 Teilnehmer sind bei dem vierten Tübinger Triathlon in diesem Jahr mit dabei, die zahlreichen Zuschauer drängen sich an den Absperrgittern, um den Sportlern zuzujubeln.

»Die Distanzen an sich gehen – die Kombination macht es erst so schwer«

Für jene ist an diesem heißen Sonntagvormittag nämlich Zähne zusammenbeißen angesagt: Mit vor Anstrengung verzerrten Gesichtern und vom Schweiß dunkel gefärbten Shirts sprinten die Teilnehmer, nachdem sie von der Platanenallee über den Fußgängertunnel zum Haagtor bis in die Altstadt und wieder zurück zur Neckarbrücke gelaufen sind, die letzten Meter bis zum Ziel.

Cheerleader und Zuschauer heißen die ausgelaugtenTeilnehmer beimTübinger Triathlon im Ziel am Ende der Neckarbrücke willkommen.
Cheerleader und Zuschauer heißen die ausgelaugtenTeilnehmer beimTübinger Triathlon im Ziel am Ende der Neckarbrücke willkommen. Foto: Anna-Lena Jaensch
Cheerleader und Zuschauer heißen die ausgelaugtenTeilnehmer beimTübinger Triathlon im Ziel am Ende der Neckarbrücke willkommen.
Foto: Anna-Lena Jaensch

Durch die Leistungen, die sie zuvor erbringen mussten, sind viele der Läufer bereits entsprechend ausgelaugt: Zu Beginn der Strecke müssen die Athleten eine je nach Kategorie unterschiedlich lange Distanz durch den Neckar schwimmen, daraufhin folgen zehn bis 40 Kilometer Radstrecke in Richtung Bebenhausen, bis schließlich zu Fuß beim Laufen das Ziel erreicht wird. »Die Distanzen an sich gehen – die Kombination macht es erst so schwer«, erklärt Alexander Wütz von der Firma Dammann, die für die Ausrichtung des Events zuständig ist. Das Schwimmen im freien Gewässer sei für die meisten die größte Herausforderung: »Das ist schon anders als im Freibad ein paar Runden zu drehen«, so Wütz.

Die über 250 Helfer, die aus unterschiedlichen Vereinen aus dem ganzen Kreis Tübingen kommen, haben währenddessen alle Hände voll zu tun, um die Versorgung der Athleten und Zuschauer zu organisieren. Mehrere Frauen haben sich hinter dem Ziel platziert und verteilen Obst und Kuchen vom Blech, vor der Stiftskirche haben ein paar junge Helfer einen Stand mit Getränken und einem Wasserschlauch zur Erfrischung der Sportler aufgebaut – angesichts der Hitze sicher eine Wohltat für die Sportler. »Ohne die ganzen Vereine wäre das gar nicht möglich«, erklärt Alexander Wütz.

»Wann und wo schießen die denn?«

Die Neckarinsel wuselt von Menschen in blauen T-Shirts, auf gleichfarbigen Bodenläufern und Bannern ist das Logo des Titelsponsors Mey Generalbau zu sehen. Gemeinsam mit den Zuschauern feuern sie die Athleten mit Trillerpfeifen, selbst gebastelten Pappschildern und anderen Fanutensilien an.

Mit einer Schwimmstrecke durch den Neckar hatte das Event begonnen. Foto: Michael Merkle
Mit einer Schwimmstrecke durch den Neckar hatte das Event begonnen.
Foto: Michael Merkle

Für Unterhaltung sorgt währenddessen Moderator Hartwig Thöne, der mit Witz und Charme durch das Programm führt. Mit einem Grinsen erzählt er beispielsweise von einem Zuschauer, der sich Hilfe suchend an den Infostand vor Ort begab: »Er kam hierher und fragte ganz verwirrt: ›Wann und wo schießen die denn?‹«, so der Moderator. Selbstverständlich werde bei dem Event nicht geschossen, dies sei schließlich eher dem Biathlon als dem Triathlon zuzuordnen, wie er erklärend hinzufügt.

Mit den Wettkämpfen der Triathlon-Bundesliga und anschließendem gemeinsamem Ausklang auf der Tübinger Sommerinsel endet der sportliche Sonntag in der Unistadt.

Doch nach dem Triathlon ist vor dem Training: Das kostenlose Sportprogramm, organisiert durch die Firma Mey zur Vorbereitung auf das alljährliche Event, startet voraussichtlich bereits in einem halben Jahr wieder. (GEA) Seite 24