Wie die Polizei mitteilte, war die Vitrine abgeschlossen. Doch es seien keine Spuren eines gewaltsamen Aufbruchs zu entdecken. Bemerkt wurde der Diebstahl schon am Mittwoch voriger Woche. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, ging man erst jetzt an die Öffentlichkeit. Die Polizei schließt nicht aus, dass der Diebstahl während der Öffnungszeiten des Museums begangen wurde.
Die Museen haben in solchen Fällen die Hoffnung, dass die Beute irgendwann Münzhändlern angeboten wird, und man den Dieben so auf die Spur kommt. Deswegen werden in der Regel detaillierte Beschreibungen an die Händler losgeschickt. Ob das in diesem Falle zum Erfolg führt, ist fraglich. Denn die Tübinger Täter waren offenbar wählerisch und haben sich Münzen ausgesucht, die nicht ganz so selten sind. Sie haben keine Unikate mitgenommen.
Von Alexander dem Großen
Die 44 gestohlenen Münzen - darunter ein »Stater« aus der Prägung Alexanders des Großen und ein »Aureus« aus der Prägung des Augustus - sind aus Gold und Silber und stammen aus griechischer und römischer Zeit. Die Ältesten wurden im 5. Jahrhundert vor Christus geprägt.Die Münz-Sammlung des Instituts für Klassische Archäologie zählt mit 20 000 Objekten zu den größten und bedeutendsten Uni-Sammlungen in Deutschland. Mit einer Geschichte von über 200 Jahren ist sie auch eine der ältesten. Nur rund 600 Stücke sind in den Schaukästen des Schloss-Museums ausgestellt. (-jk)
