Logo
Aktuell Advent

Adventsmarkt in Nehren gibt Startschuss in die Weihnachtsmarkt-Saison

Seit 20 Jahren gibt es in Nehren den Adventsmarkt. Er ist immer einer der ersten im Landkreis Tübingen.

Die Mitglieder der Nehrener Laufgruppe machten es sich auf Strohballen gemütlich. FOTO: JOCHEN
Die Mitglieder der Nehrener Laufgruppe machten es sich auf Strohballen gemütlich. FOTO: JOCHEN
Die Mitglieder der Nehrener Laufgruppe machten es sich auf Strohballen gemütlich. FOTO: JOCHEN

NEHREN. Die Gemeinde Nehren ist regelmäßig die erste im Kreis Tübingen, die mit der Weihnachtsmarkt-Saison startet. Seit 20 Jahren gibt es den Markt auf dem es immer familiär und gemütlich zugeht. Zusammen mit den Flökids eröffnete Bürgermeister Egon Betz am Samstag um 11 Uhr den Markt.

Eine große Auswahl an selbstgemachten Dingen aus Nehrener Produktion gab es zur Auswahl: Angefangen von warmen Stricksachen über Holzdeko, verzierten Kerzen oder sogar »Nehren-Merchandise«: Witzige Kaffebecher oder Mützen mit »Naihremer Bua«, »Butzlompa« und »Dascha« – für ein einheimisches Geschenk aus dem Flecken.

Ausstellung am Bürgerhaus

Rund ums Bürgerhaus waren die Stände aufgebaut, innen drin konnte man die Ausstellung »Schätze aus Kindertagen« besuchen, mit einer Waffel vom Wulle-Kinderhaus in der Hand oder einem leckeren Striebele mit Puderzucker vom Liederkranz.

Auch die Schokowerkstatt vom hiesigen Fabrikanten Klett erfreute sich eines großen Andrangs. Den ganzen Mittag konnte man dort nach Herzenslust unter Anleitung von Profis der Schokomanufaktur selbst Kreationen entwerfen.

Am frühen Abend spielte die Jugendkapelle und der Markt füllte sich zusehends. Sowohl Einheimische als auch Auswärtige lobten die selbst kreierte »Cirry-Wurst« der Nehrener Gebrüder Ganter und die Mössingerin Daniela Schweikert schwärmte: »Im Stall ist es sowas von gemütlich!«. Seit 2018 beteiligt sich die Familie Karau beim Nehrener Adventsmarkt mit ihrem Pferdestall und gilt als uriger Geheimtipp.

»Wir lassen uns jedes Jahr etwas Neues einfallen, diesmal haben wir eine kleine Diashow mit unseren Pferden vorbereitet«, erklärte Ralf Karau und seine Frau Petra ergänzte: »Unser heißer Marillenglühwein kommt aus Österreich und unsere Bergsteigerwürste werden eigens für uns im Allgäu hergestellt«. Mutter Rita Karau ist glücklich, dass die Vorbereitungen so reibungslos geklappt haben: »Am Donnerstag haben wir den Stall ausgeräumt, am Freitag dekoriert und heute Morgen das Außenzelt aufgestellt«. »Und das alles nur für einen Tag«, seufzt ein Mitglied der Laufgruppe, der es sich in der Strohballenlounge gemütlich gemacht hat. »Aber ohne das ganze Team drumrum wäre das ganze nicht zu schaffen«, sagt Petra Karau. Lena Lisson hat einen Weihnachtsbaum »zum Streicheln« gekauft, »der ist toll für Tierhaarallergiker«, erklärt sie. Am selben Stand bietet Nele (9) ihre Krippen-Tonfiguren für 30 Cent feil, die sie ihrer Mutter Christine zum Trotz nicht bemalt hat, denn: »Das nimmt sonst den Leuten den Spaß, sie selbst zu bemalen.«

Rose Wolf kauft gleich die ganze heilige Familie und überlegt sich, vielleicht noch einen Engel bei Nele zu erwerben. »So fröhliche, dicke Glatzkopfengel findet man nämlich nur in Nehren.« (GEA)