TÜBINGEN. Neuer Höchstrekord für die Spenden-Aktion »Mit Laura im Herzen«: Die Öschingerin Manuela Rein hat rein privat mit der Hilfe ihrer Freunde und Helfer über 25.000 Euro für krebskranke Kinder gesammelt. Der Betrag kommt der Kinderklinik Tübingen - genauer den Stationen 14, 15 und 16 - zugute, ebenso dem Förderverein krebskranker Kinder, der ebenfalls in der Unistadt sitzt und die Uniklinik tatkräftig unterstützt.
Ein großes Dankeschön gab's von Chefarzt Peter Lang und dem Vorsitzenden und Geschäftsführer des Vereins, Anton Hofmann. »Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Unterstützung, das hilft uns und den Kindern sehr«, sagte Lang bei der feierlichen Übergabe. Hofmann ergänzte: »Mit dem Geld können wir Mut und Hoffnung vermitteln und Hilfestellung leisten.« Das Geld komme - das versicherten beide - zu hundert Prozent bei den Kindern an.

Die kleinen und teilweise auch schon größeren Patienten dürfen sich indes auch über ganz konkrete Geschenke freuen. Den Wunschzettel, in den auch viel Fachwissen mit eingeflossen ist, haben die Erzieher Janik Beck und Eva Vöhringer zusammengestellt, die die Kinder betreuen. Denn nicht alles kann ohne weiteres an die Patienten verschenkt werden.
»Manu macht das super, sie fragt uns immer, was wir und die Kinder gebrauchen können«, sagten Beck und Vöhringer unisono. Selbstgestricktes sei zum Beispiel nicht möglich, da das fertige Produkt - so nett und schön die Geste auch gemeint ist - aus hygienischen Gründen nicht zu den kleinen Patienten mit geschwächtem Immunsystem auf die Station darf. Ein anderes Beispiel: harmlos wirkende Kartenspiele. »Da müssen wir jede einzelne Karte laminieren. Da muss es schon ein gutes Spiel sein«, erklärte Vöhringer und lacht.
Deshalb bringt das Christkind in diesem Jahr vor allem Bluetooth-Kopfhörer und Mini-Beamer mit. »Die können wir gut reinigen und die Kinder - gerade, wenn sie zu zweit in einem Zimmer sind - können zocken oder was anschauen, ohne sich gegenseitig zu stören«, erläuterte Beck. Die Beamer, die das Bild an die Zimmerdecke werfen können, seien zudem vor allem für die Kinder toll, die im Bett liegenbleiben müssen.
Bereits zum fünften Mal hat Manuela Rein die Spendenaktion organisiert. Seither wächst der Betrag, der pro Jahr gespendet wird, sukzessive an. 2023 waren's noch rund 11.000 Euro, mittlerweile ist es mehr als doppelt so viel. Ohne die tollen und großzügigen Spender würde das Ganze nicht funktionieren, betonte Rein. »Auf mein Plakat kommt deshalb jeder Name, egal, wie groß die Spende auch ist.« Denn sie ist sich sicher: Erfolg hat die Aktion auch deshalb, weil man die Menschen daran teilhaben lässt. Der Beweis ist das diesjährige Plakat, das in all seiner Pracht nun auf der onkologischen Station 14 der Kinderklinik Tübingen hängt - und so viele Namen trägt, dass es schon erweitert werden musste. (GEA)


