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Aktuell Weihnachtsmärkte

Adventsstimmung in Gomaringen, Ofterdingen und Kusterdingen

Das Wetter war zumindest am Sonntag bescheiden, die Stimmung dennoch vorweihnachtlich: Zum ersten Advent gab es in Ofterdingen, Gomaringen und Kusterdingen Glühweinduft, Punsch und jede Menge Selbstgemachtes.

Der Posaunenchor, dirigiert von Sabine Ruggaber, eröffnete den Gomaringer Weihnachtsmarkt.
Der Posaunenchor, dirigiert von Sabine Ruggaber, eröffnete den Gomaringer Weihnachtsmarkt. Foto: Michael Sturm
Der Posaunenchor, dirigiert von Sabine Ruggaber, eröffnete den Gomaringer Weihnachtsmarkt.
Foto: Michael Sturm

OFTERDINGEN / GOMARINGEN. Weihnachtsmärkte in Gomaringen, Ofterdingen und Kusterdingen zogen am Wochenende viele Besucher an. Auch für ihre Sicherheit war gesorgt: In Ofterdingen riegelten große Landarbeitsgeräte, in Gomaringen Fahrzeuge der Feuerwehr das jeweilige Gelände ab.

In Ofterdingen trafen sich mehrere hundert Besucher friedlich zum Glühwein und Punsch trinken. Der Obst- und Gartenbauverein bot Hochprozentiges an, und am Stand des Kinderhauses Weiherrain verkaufte Jessica Schmid den Klassiker Waffeln. Es war eine Form des »Vor-Verkaufs«, denn das Kinderhaus wird erst noch bezogen: »Am Freitag geht ess los«, sagte Jessica Schmid.

In Gomaringen fand der Weihnachtsmarkt im Schlosshof statt. Zwischen einleitenden Melodien des Posaunenchors, dirigiert von Sabine Ruggaber, sprach Norbert Pellentz über die Weihnachtszeit. Danach eröffnete Dorian Rentschler, Vorsitzender des Fördervereins Gomaringer Schloss, den zweitägigen Weihnachtsmarkt. Später am Samstag wechselten einige Besucher in den Bürgersaal des Schlosses, um das Vocal Freestyle Ensemble singen zu hören.

60 Stände in Gomaringen

Für den Sonntag kündigte Rentschler den Nikolaus an. Zudem stand ein Konzert des Musikvereins Gomaringen im Schlosshof, sowie Kindertheater-Aufführungen mit dem Stück »Der allerkleinste Weihnachtsbaum« auf dem Programm. Rentschler erwartete zwar keine zehntausend Besucher, wie unmittelbar vor Corona-Zeiten, aber durchaus sich daran annähernde Zahlen. Denn: »Wir haben eine große Auswahl an den 60 Ständen hier.«

Neben den örtlichen Vereinen freute sich Rentschler vor allem über die Beteiligung der Schulen und Kindergärten. Eltern des Kindergartens am Bach hatten am Freitag viel Arbeit: »Wir waren stundenlang fleißig«, betonte Tabea Wolframsdorf. Sie banden Adventskränze und arbeiteten einander an der »Plätzchenstraße« zu. Einzelne Familien brachten mehrere Bleche Plätzchen.

Scharfe Wurst und Schoko-Obstspieße

Gegenüber verkauften Merian-Schüler Kartoffelspiralen und Schoko-Obstspieße. Vor dem Stand des CVJM, wo Crêpes und Langos verkauft wurden, gab es die längste Schlange. Die Harmonic Voices warben mit dem »besten Linseneintopf« und der Schützenverein mit der Schützenwurst: »Die ist so scharf, wie wir schießen«, behauptete Marcel Thoma augenzwinkernd.

Der Weihnachtsmarkt in Kusterdingen war gestern Nachmittag in vollem Gang, als Sandra und Frank Bezner eine volle Kiste mit Tassen zum Auto schleppten und nach Hause pressierten: »Wir stellen die jetzt in die Spülmaschine und lassen das Kurzprogramm laufen«, sagte er. Seine Frau ergänzte: »Wir müssen schnell wieder zurück!« Zurück an den Stand der Kindergruppe Kusterdingen, wo die Tassen gebraucht wurden, um Glühwein auszuschenken.

Jugendliche übten sich am Stand des Tennisclubs am Dosenwerfen. Der Nachwuchs des ehemaligen Bundestagsabgeordneten Chris Kühn räumte ab: Ein Handtuch, ein Regenschirm. Passend zum Wetter. Die Kleineren hatten viel Spaß auf dem von der Härtenliste aufgestellten Kinderkarussell, wo Nathalie Zorn den Leierkasten bediente und einen guten Überblick hatte. Sie stellte fest: »Heute ist erstaunlich viel los!«

Glühwein aus einem alten Trabbi

Wie wahr. Vor allem die Stände wo Essen und warme Getränke angeboten wurden, waren umlagert. Originell war manche Präsentation: Armin Knoblich schöpfte, wie jedes Mal, Glühwein aus einem Kessel, der in einem alten Trabbi stand. Beim Schwimmverein Härten briet man Stockbrot an einer Konstruktion, die an einen Tischkicker erinnerte.

Mehr Leerlauf hatten die Stände, an denen verschiedenartige Waren angeboten wurde. So ging es auch Viola Raack, die erstmals einen Stand auf dem Kusterdinger Weihnachtsmarkt hatte. Sie verkaufte von ihrem Vater angesetzte Liköre, sowie selbst gemachte Marmelade und ätherische Öle. (GEA)

Der Ofterdinger Weihnachtsmarkt bot viel selbst Gemachtes, vor allem diente er aber als Treffpunkt für viele Gespräche.
Der Ofterdinger Weihnachtsmarkt bot viel selbst Gemachtes, vor allem diente er aber als Treffpunkt für viele Gespräche. Foto: Michael Sturm
Der Ofterdinger Weihnachtsmarkt bot viel selbst Gemachtes, vor allem diente er aber als Treffpunkt für viele Gespräche.
Foto: Michael Sturm