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Aktuell Challenger-Flug

Wie schlafen Astronauten?

REUTLINGEN. Ernst Messerschmid erzählte uns bei seinem Besuch nicht nur von den Ereignissen im Weltall, sondern auch vom Alltag eines Astronauten. Weil er fast rund um die Uhr arbeiten und Versuche machen musste, hatte er sehr wenig Schlaf. Er erzählte uns, wie er an einem Tag so müde war, dass er sich in den Schlafsack gelegt und vergessen hatte, die Tür seiner Schlafkoje zu schließen. Er schlief ein und schwebte schlafend durch die Challenger. Das fanden viele Schüler und auch ich sehr amüsant.

Das Duschen im All war sehr speziell, denn die Duschen funktionieren nicht wie bei uns auf der Erde. Man kann sich nur mit einem Schwamm abwaschen, weil das Wasser durch die fehlende Schwerelosigkeit nicht nach unten fließt, sondern im Raum herumschweben würde. Das Trinken war für ihn ein einmaliges Erlebnis, weil man mit Stäbchen die herumschwebende Flüssigkeit einfangen konnte.

Privat-Funk mit der Ehefrau

Ernst Messerschmid hat immer noch Kontakt mit seinen alten Kollegen. Auf Nachfrage sagte er uns, dass sie sich ungefähr einmal im Jahr treffen. Auch vom Weltraum aus wollte er mit seiner Frau Kontakt haben. Als Amateurfunker kannte er sich sehr gut mit den Geräten aus. Deshalb hat er seiner Frau ein Funkgerät gegeben, mit dem er mit ihr kommunizieren konnte, ohne dass die NASA mithören konnte. Als er zurück auf die Erde kam, waren seine Beine zunächst ein wenig hibbelig und ganz dünn, weil sich das Blut im Körper erst wieder verteilen musste. (ZmS)

Mattis, Jan und Noel, Eduard-Spranger-Gemeinschaftsschule Reutlingen, Stufe 7